{"id":2288,"date":"2018-05-04T09:04:53","date_gmt":"2018-05-04T07:04:53","guid":{"rendered":"http:\/\/www.rehacafe.de\/blog\/?p=2288"},"modified":"2018-09-06T20:21:51","modified_gmt":"2018-09-06T18:21:51","slug":"niedriger-blutdruck-hypotonie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kurkliniken.de\/blog\/niedriger-blutdruck-hypotonie.html","title":{"rendered":"Niedriger Blutdruck (Hypotonie)"},"content":{"rendered":"<p><strong>Niedriger Blutdruck (Hypotonie) <\/strong>(s. auch <a title=\"M\u00fcdigkeit\" href=\"http:\/\/www.rehacafe.de\/blog\/muedigkeit\/1975\/\">M\u00fcdigkeit<\/a>)<\/p>\n<p><em title=\"Kneipp-Anwendung: Oberguss durch Bademeisterin\">von Dr. med. Math\u00e4us Fehrenbach (Facharzt f\u00fcr Allgemeinmedizin, Badearzt, Naturheilverfahren)<\/em><\/p>\n<p>Der niedrige Blutdruck ist meist keine gesundheitliche St\u00f6rung, sondern eine k\u00f6rperliche Eigenart, ein Garant f\u00fcr ein langes Leben. Wie tief darf ein Blutdruck sinken, um nicht als Krankheitszeichen zu gelten? Beim weiblichen Geschlecht ist die unterste Grenze 95\/60, beim m\u00e4nnlichen 105\/70. Wenn Menschen mit diesen Blutdruckwerten beschwerdefrei sind, dann sollte \u00e4rztlicherseits kein Wort dar\u00fcber verloren werden, damit nicht das Stigma eines zu niedrigen Blutdrucks suggeriert wird. Als Arzt pflege ich bei niedrigen Blutdruckmesswerten festzustellen: \u00bbnormal niedrig\u00ab. Bei \u00c4lteren mit einem Blutdruckwert von 120\/80 gebrauche ich den Ausdruck \u00bbidealer Blutdruck f\u00fcr jedes Lebensalter\u00ab!<\/p>\n<p>Wie bereits unter \u00bb<a title=\"Bluthochdruck (Hypertonie)\" href=\"http:\/\/www.rehacafe.de\/blog\/bluthochdruck-hypertonie\/2285\/\">hohem Blutdruck<\/a>\u00ab beschrieben, kann ein niedriger Blutdruckwert f\u00fcr seinen Besitzer ein unbequemer Begleiter sein: Antriebsarmut, Kopfschmerzen, Schwindel und Flimmern vor den Augen sind die h\u00e4ufigsten Beschwerden.<\/p>\n<p><strong>Das medikament\u00f6se Angebot an Blutdruck anhebenden Mitteln ist riesengro\u00df. Freim\u00fctig bekenne ich, da\u00df ich davon nur ganz selten Gebrauch mache. Die M\u00f6glichkeiten der Naturheilkunde sind ausreichend, um die meist harmlosen Beschwerden in den Griff zu bekommen.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Kneipp:<\/strong><\/p>\n<p>Tgl. Ganzwaschung; Wechselarmguss und Wechselarmbad mit Rosmarin. W\u00f6ch. 2x 3\/4-Bad mit Rosmarin, anschl. Ganzwaschung oder Abguss.<\/p>\n<p><strong>Allgemeine Ma\u00dfnahmen:<\/strong><\/p>\n<p>Wie unter Abh\u00e4rtung beschrieben; sportliche Bet\u00e4tigung ohne \u00dcbertreibung; an hei\u00dfen oder schw\u00fclen Sonnentagen nur leichte k\u00f6rperliche T\u00e4tigkeit; Schwimmen, Obergrenze der Wassertemperatur 26\u00b0.<\/p>\n<p><strong>Di\u00e4t:<\/strong><\/p>\n<p>normale, abwechslungsreiche, gemischte Kost.<\/p>\n<p><strong>Tee:<\/strong><\/p>\n<p>Wei\u00dfdorn<\/p>\n<p>Schafgarbe<\/p>\n<p>Kamille<\/p>\n<p>Rosmarin<\/p>\n<p>Thymian\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 aa ad 100,0<\/p>\n<p>Tgl. 3&#215;1 Tasse; \u00fcberbr\u00fchen, 10 Min. ziehen lassen.<\/p>\n<p><strong>Hom\u00f6opathie:<\/strong><\/p>\n<p>Crataegus\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 0<\/p>\n<p>Convallaria\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 D4<\/p>\n<p>China\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 D2<\/p>\n<p>Kalium carbon. \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 D4 aa ad 40,0<\/p>\n<p>Tgl. 3&#215;15 Tr.<\/p>\n<p><strong>Beachte:<\/strong><\/p>\n<p>Eine Sonderform des niedrigen Blutdruckes bedarf noch der Erw\u00e4hnung. Es ist die orthostatische Hypotonie mit Schwindel. Nach l\u00e4ngerem Stehen sackt das Blut nach unten ab. Es kommt zu einer relativen Minderdurchblutung regulativer Gehirnzentren mit Schwindel, erh\u00f6htem Puls bis Herzklopfen und sogar kurzzeitiger Ohnmacht. Das Umsinken ist eine Selbsthilfema\u00dfnahme des Organismus, da in horizontaler Lage das Gehirn wieder ausreichend mit Blut versorgt wird.<\/p>\n<p>Dieses eigenartige Krankheitsbild findet sich vorwiegend bei schlanken, zartw\u00fcchsigen Frauen mit deutlichen Zeichen nerv\u00f6s-vegetativer \u00dcbererregbarkeit. Eine Venenschw\u00e4che beider Beine verst\u00e4rkt das Auftreten der beschriebenen Symptome. Zwar leidet die Lebensqualit\u00e4t unter den l\u00e4stigen Beschwerden, aber es erwachsen aus dieser Sonderform der Hypotonie keine lebensbedrohlichen Situationen. Auch wenn die pl\u00f6tzliche Ohnmacht auf die Umgebung bedrohlich wirkt, besteht doch keine vitale Gefahr. Allerdings kann es durch den Sturz Verletzungen kommen, besonders wenn der Kopf auf eine harte Unterlage aufschl\u00e4gt. Im Zweifelsfalle immer den Arzt rufen! <strong>Die erste und beste Hilfsma\u00dfnahme ist das Hochlagern der Beine beim bereits liegenden Patienten.<\/strong> Ein kleiner Tisch, eine Kiste oder ein umgekippter Stuhl leisten provisorische Hilfsdienste. Ist kein Gegenstand zur Hand, dann kann auch eine Hilfsperson die Beine hochnehmen, bis das Bewusstsein, meist schon nach Sekunden, wiederkehrt.\u00a0 Als Kreislaufst\u00fctze empfiehlt sich die Gabe der altbew\u00e4hrten Hoffmannstropfen (eine Mischung von 1 Teil \u00c4ther und 3 Teilen Weingeist): 20 Tropfen in etwas Wasser oder Korodin 5 Tropfen pur. F\u00fcr die Langzeitbehandlung gelten alle Ma\u00dfnahmen, die unter niedrigem Blutdruck beschrieben sind.<\/p>\n<p><strong>Vorsorgema\u00dfnahmen:<\/strong><\/p>\n<p>Langes Stehen bei Versammlungen oder in Kirchen ist unbedingt zu vermeiden. Vorsicht mit Wechselknie-, Wechselschenkel- und Wechselunterguss! Diese G\u00fcsse \u00a0k\u00f6nnen mit ihrem Warmanteil, ebenso wie die Warmdusche, den Kreislauf vor\u00fcbergehend destabilisieren. Nach einem Bad nur langsam aufstehen! Es empfiehlt sich, so lange in der Wanne zu bleiben, bis das Wasser abgelaufen ist.<\/p>\n<p>Auch beim morgendlichen Aufstehen soll nur langsam die Lage ver\u00e4ndert werden, damit sich die ven\u00f6sen Blutgef\u00e4\u00dfe im unteren Bereich des K\u00f6rpers langsam an die Umverteilung des Blutes gew\u00f6hnen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>Blutdruck<\/strong>, \u00a0seine Messung und Bedeutung<\/p>\n<p>Den Blutkreislauf des menschlichen K\u00f6rpers \u00a0m\u00fcssen wir uns als geschlossenes Schlauchsystem unterschiedlichen Kalibers vorstellen. Die gro\u00dfen Arterien, darunter die Aorta, verzweigen sich in immer kleinere Blutgef\u00e4\u00dfe bis in das un\u00fcbersehbare Netz der Kapillaren, der Haargef\u00e4\u00dfe. Von dort aus sammelt sich das Blut wieder in den feinsten Venen und findet dann den Weg zur\u00fcck zum Herzen \u00fcber die gr\u00f6\u00dfer werdenden Hauptvenenst\u00e4mme, die unteren und oberen Hohlvenen.<\/p>\n<p>Das Herz ist die in dieses System eingebaute Pumpe, die in regelm\u00e4\u00dfiger Schlagfolge einen kontinuierlichen Blutumlauf unterh\u00e4lt. Jede Pumpe erzeugt einen Druck, mit dem das fl\u00fcssige Gut transportiert wird. Das Herz ist demgem\u00e4\u00df eine muskul\u00e4re Pumpe, die den kostbarsten Saft der Welt, das Blut, in die Peripherie des K\u00f6rpers bef\u00f6rdert. Wir unterscheiden im Drucksystem des Blutkreislaufes zwischen dem arteriellen und dem ven\u00f6sen Anteil. W\u00e4hrend sich im arteriellen Teil der Blutgef\u00e4\u00dfverzweigung die Pumpkraft des Herzens noch voll auswirkt, wobei sich zur Peripherie hin der Blutdruck vermindert, ist im ven\u00f6sen Teil des Blutkreislaufes die \u00bbvis a tergo\u00ab, die Kraft von hinten; so gut wie aufgebraucht. Das ven\u00f6se Blut wird durch Saug- und Sogwirkung mit nur geringem Druck zum Herzen zur\u00fcckbef\u00f6rdert.<\/p>\n<p>Wenn in der Umgangssprache der Mediziner vom Blutdruck die Rede ist, dann bezieht sich dieser Druck stets auf das arterielle System des Blutkreislaufes. Auch die \u00fcbliche Blutdruckmessung nimmt den Druck von der Arterie am linken oder am rechten Arm ab. Das F\u00fchlen des Pulses an der Daumenseite des Handgelenkes, eine Standarduntersuchung vieler \u00c4rztegenerationen, war die urspr\u00fcngliche Methode, sich \u00fcber den Blutdruck, die Herzkraft und die Regelm\u00e4\u00dfigkeit des Herzschlages zu orientieren. Auch heute noch ist das Pulsf\u00fchlen eine unerl\u00e4ssliche Schnellma\u00dfnahme, um sich, besonders in Notf\u00e4llen, einen raschen \u00dcberblick \u00fcber die jeweilige Kreislaufsituation zu verschaffen.<\/p>\n<p>Riva Rocci, ein Kinderarzt aus Pavia, erfand 1895 das auch heute noch gebr\u00e4uchliche Ger\u00e4t zur Blutdruckmessung, das aus einer aufblasbaren Oberarmmanschette, die mit einem Quecksilbermanometer verbunden ist, besteht. Die Technik des Messens ist denkbar einfach. Zun\u00e4chst wird nach Anlegen und Aufpumpen der Manschette ein sog. Au\u00dfendruck erzeugt, bis der Puls am Handgelenk verschwindet. Durch Bedienung eines Ventils wird dann die Luft aus der Manschette abgelassen, wobei sich die Quecksilbers\u00e4ule langsam nach unten bewegt. durch Auskultation (Abh\u00f6ren) mittels eines H\u00f6rschlauches, des Stethoskopes, an der Innenseite des Ellenbogens wird dann festgestellt, bei welchem Manometerstand das Gef\u00e4\u00dfger\u00e4usch &#8211; ein gleichm\u00e4\u00dfiges Klappen entsprechend dem Puls &#8211; anf\u00e4ngt und aufh\u00f6rt. Zwei Messwerte auf der Manometerskala geben die Blutdruckspanne an. Wir sprechen vom systolischen und diastolischen, dem oberen und unteren Druckwert.<\/p>\n<p>Mit der Herzt\u00e4tigkeit ergie\u00dft sich bei jedem Herzschlag ein Schwall Blut in die Peripherie. Demgem\u00e4\u00df kann sich das Blut, dem Gesetz der Pumptechnik folgend, im arteriellen Schlauchsystem nicht gleichm\u00e4\u00dfig fortbewegen. Mit jedem Herzschlag erh\u00f6ht sich der Blutdruck in den gro\u00dfen Arterien, w\u00e4hrend er in der Arbeitspause des Herzens wieder absinkt. Dieser mit jedem Herzschlag wechselnde Blutdruckunterschied kann mit dem Blutdruckger\u00e4t nach Riva Rocci festgestellt werden. Erst in den kleinen und kleinsten Blutgef\u00e4\u00dfen nimmt der Blutstrom einen gleichm\u00e4\u00dfig flie\u00dfenden Charakter an.<\/p>\n<p>Die H\u00f6he des Blutdruckes wird in mm Hg (Quecksilber) gemessen. Der Blutdruck eines jungen Mannes z.B. soll ca. 110\/70 betragen. 110 ist dabei der obere und 70 der untere Wert. Die Spanne zwischen systolischem und diastolischem Wert wird als Amplitude bezeichnet und betr\u00e4gt bei unserem Beispiel 40 mm Hg. Die H\u00f6he eines Blutdruckes wird jedoch im allgemeinen Sprachgebrauch nur mit einem Wert, dem systolischen, also dem oberen Wert, angegeben.<\/p>\n<p>Es kursiert das Schlagwort, der Blutdruck entspreche dem Alter und betrage 100 plus Anzahl der Jahre. Wie bereits erw\u00e4hnt, wird dabei der untere, der diastolische Wert gar nicht genannt, weil man von der Voraussetzung ausgeht, da\u00df er normal unter 100 mm Hg liegt. Dieser Rechenmodus ist nur zum Teil richtig. Mit dem Altwerden erh\u00f6ht sich der Blutdruck zwar, allerdings nicht parallel mit der Anzahl der Jahre.<\/p>\n<p><strong>Zum besseren Verst\u00e4ndnis sollen einige Grundregeln zur Beurteilung des Blutdrucks vorgegeben werden.<\/strong><\/p>\n<p><strong>1.<\/strong>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Die Amplitude des Blutdruckes, die Spanne zwischen oberem und unterem Wert, soll mindestens 40 mm Hg betragen, kann aber besonders mit Anzahl der Jahre bis auf 70 mm Hg und mehr ansteigen.<\/p>\n<p><strong>2.<\/strong>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Ein Blutdruck von 120\/80 mm Hg ist in jedem Alter ideal.<\/p>\n<p><strong>3<\/strong>.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Der Blutdruck soll in keinem Alter 160\/90 mm Hg \u00fcbersteigen. Wird dieser Wert bei wiederholten Messungen \u00fcberschritten, dann ist der Einsatz eines Medikamentes notwendig.<\/p>\n<p><strong>4<\/strong>.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Von einem anormal niedrigen Blutdruck kann erst dann gesprochen werden, wenn beim Mann der obere Wert von 105 und bei der Frau von 95 mm Hg unterschritten wird, vorausgesetzt, da\u00df keine Beschwerden bestehen.<\/p>\n<p><strong>5<\/strong>.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Der untere, der diastolische Blutdruckwert soll 90 mm Hg in keinem Alter \u00fcberschreiten.<\/p>\n<p><strong>6.<\/strong>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Der Blutdruck ist keine feststehende Gr\u00f6\u00dfe. Bereits kleine Emotionen, Gem\u00fctsspannungen, \u00e4ngstliche Erwartungen, k\u00f6rperliche Bewegung, Aufnahme gr\u00f6\u00dferer Fl\u00fcssigkeitsmengen, Nikotin und Alkohol k\u00f6nnen den Blutdruck um 20 bis 30 Teilstriche erh\u00f6hen.<\/p>\n<p><strong>7.<\/strong>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Die erste Messung beim Arzt (Erwartungsspannung!) ist immer die h\u00f6chste. Weitere Messungen in kleinen Zeitabst\u00e4nden ergeben erst den richtigen Wert. K.<\/p>\n<p><strong>8<\/strong>. \u00a0Die Anschaffung eines Blutdruckmessger\u00e4tes zum Selbstmessen ist immer dann notwendig, wenn wegen des erh\u00f6hten Blutdruckes Medikamente eingenommen werden m\u00fcssen. Ger\u00e4te in praktischer Handhabung werden vom Fachhandel angeboten.<\/p>\n<p><strong>9.<\/strong> Ein niedriger Blutdruck ist trotz zeitweiliger Beschwerden f\u00fcr die vitale Funktion des Organismus ungef\u00e4hrlich. Auszunehmen ist nat\u00fcrlich der akute Blutdruckabfall in Notfallsituationen.<\/p>\n<p><strong>10<\/strong>. Ein hoher Blutdruck geh\u00f6rt zu den gesundheitlichen Risikofaktoren, wobei das Gehirn mehr gef\u00e4hrdet ist als das Herz. H\u00e4ufig wird in der \u00e4rztlichen Praxis berichtet, da\u00df ein bisher niedriger Blutdruck in hohe Messwerte umgeschlagen sei. Zwischen dem 50. und 60. Lebensjahr entscheidet sich der Blutdruck, wo die Reise hingeht. Entweder \u00a0bleibt er das ganze Leben lang in niedrigen Regionen, oder er passt \u00a0sich mit h\u00f6hnen Werten der Anzahl der Jahre an. Wahrscheinlich resultiert aus diesem relativ h\u00e4ufigen Blutdrucksprung von unten\u00a0 nach oben die bereits erw\u00e4hnte Faustregel, da\u00df sich der obere Messwert nach dem Alter richte.<\/p>\n<p><strong>Verfasser:<\/strong><br \/>\nDr. med. Math\u00e4us Fehrenbach<br \/>\n(Facharzt f\u00fcr Allgemeinmedizin, Badearzt, Naturheilverfahren)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Niedriger Blutdruck (Hypotonie) (s. auch M\u00fcdigkeit) von Dr. med. Math\u00e4us Fehrenbach (Facharzt f\u00fcr Allgemeinmedizin, Badearzt, Naturheilverfahren) Der niedrige Blutdruck ist meist keine gesundheitliche St\u00f6rung, sondern eine k\u00f6rperliche Eigenart, ein Garant f\u00fcr ein langes Leben. Wie tief darf ein Blutdruck sinken, um nicht als Krankheitszeichen zu gelten? 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