{"id":357,"date":"2023-08-09T14:24:24","date_gmt":"2023-08-09T12:24:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.kurkliniken.de\/blog\/?p=357"},"modified":"2023-09-01T14:44:34","modified_gmt":"2023-09-01T12:44:34","slug":"copd","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kurkliniken.de\/blog\/copd.html","title":{"rendered":"COPD und Reha"},"content":{"rendered":"<h2>COPD \u2013 Erkrankung, Therapie und Rehabilitation<\/h2>\n<p>COPD tritt h\u00e4ufiger auf als Asthma, ist aber dennoch vielen Patienten weniger bekannt. Durch verengte Atemwege kommt es zu Husten und Atemnot. Die Erkrankung ist nicht heilbar. Deshalb liegt der Schwerpunkt bei der Therapie auf der Linderung der Symptome und auf Ma\u00dfnahmen, die das Leben erleichtern. Erfahren Sie hier alles \u00fcber die Krankheit, die Behandlung und die Rehabilitation.<\/p>\n<div id=\"attachment_358\" style=\"width: 729px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.kurkliniken.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/copd.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-358\" class=\"size-large wp-image-358\" src=\"https:\/\/www.kurkliniken.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/copd-719x480.jpg\" alt=\"Foto eines COPD Patientenm der bei einer Reha den Umgang mit einer Sauerstoffmaske lernt\" width=\"719\" height=\"480\" srcset=\"https:\/\/www.kurkliniken.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/copd-719x480.jpg 719w, https:\/\/www.kurkliniken.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/copd-539x360.jpg 539w, https:\/\/www.kurkliniken.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/copd-768x513.jpg 768w, https:\/\/www.kurkliniken.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/copd-810x541.jpg 810w, https:\/\/www.kurkliniken.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/copd.jpg 848w\" sizes=\"auto, (max-width: 719px) 100vw, 719px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-358\" class=\"wp-caption-text\">Foto: \u00c4rztin zeigt w\u00e4hrend einer Reha-Massnahme einem COPD-Patienten die Inhalations-Technik mit einer Sauerstoffmaske, um durch optimale Anwendung die beste Wirkung zu erzielen. &#8211; \u00a9 Andrey Popov \/ fotolia<\/p><\/div>\n<h2>COPD: Allgemeines<\/h2>\n<p>Die COPD (chronic obstructive pulmonary disease, deutsch: chronisch-obstruktive Lungenerkrankung) ist mit dauerhaften Entz\u00fcndungen der Atemwege verbunden. Da Rauchen die Hauptursache ist, werden die Symptome der Krankheit manchmal von Patienten, aber auch \u00c4rzten verharmlosend als \u201eRaucherhusten\u201c bezeichnet. Es handelt sich allerdings um eine schwere und lebensbedrohliche Erkrankung. Im Gegensatz zu Asthma ist der Atemfluss bei COPD dauerhaft eingeschr\u00e4nkt. Die Symptome lassen sich durch die Therapie nur eingeschr\u00e4nkt wieder r\u00fcckg\u00e4ngig machen.<\/p>\n<p>Gem\u00e4\u00df der Weltgesundheitsorganisation (WHO) leiden zwischen 10 und 15 Prozent aller Erwachsenen an COPD. Auf der Rangliste der zehn Erkrankungen, die weltweit die meisten Todesf\u00e4lle verursachen, ist COPD die einzige, deren H\u00e4ufigkeit stetig zunimmt. Aktuell liegt sie auf Platz vier der Statistik <sup>(1)<\/sup>. Experten gehen davon aus, dass sie ab dem Jahr 2020 auf Platz drei liegen wird, direkt hinter den Todesursachen Herzinfarkt und Schlaganfall.<\/p>\n<h2>COPD: Ursachen<\/h2>\n<p>Es gibt mehrere Risikofaktoren, die zu COPD f\u00fchren k\u00f6nnen. Den mit Abstand gr\u00f6\u00dften Einfluss hat der Zigarettenrauch. 80 bis 90 Prozent aller COPD-Erkrankungen sind darauf zur\u00fcckzuf\u00fchren<sup>(2)<\/sup>.<\/p>\n<h3>Rauchen und Passivrauchen<\/h3>\n<p>Unter den langj\u00e4hrigen Rauchern bekommt etwa jeder zweite eine chronische Bronchitis. Jeder f\u00fcnfte entwickelt eine COPD. M\u00e4nner sind dreimal h\u00e4ufiger betroffen als Frauen. Die Auswirkungen dieser Lungenerkrankung k\u00f6nnen jedoch bei Frauen wegen des meist kleineren Lungenvolumens fr\u00fcher und auch gravierender auftreten als bei M\u00e4nnern. Auch Passivrauchen beg\u00fcnstigt Lungenerkrankungen. Durch Rauchverbote nimmt dieser Einfluss in Deutschland aber immer mehr ab.<\/p>\n<h3>Genetische Ursachen<\/h3>\n<p>Bei einigen COPD-Patienten spielen genetische Ursachen eine Rolle. Beim Alpha-1-Antitrypsin-Mangel kann die Leber keine ausreichenden Mengen des Enzyms Alpha-1-Antitrypsin bilden. Diese Erkrankung l\u00f6st verschiedene Krankheitsbilder aus. Dazu geh\u00f6rt auch die COPD.<\/p>\n<h3>Lungensch\u00e4dliche Schadstoffe<\/h3>\n<p>Lungenerkrankungen k\u00f6nnen nicht nur durch Zigarettenrauch, sondern auch durch andere Schadstoffe beg\u00fcnstigt werden. Wer ohne ausreichende Schutzma\u00dfnahmen \u00fcber eine l\u00e4ngere Zeit hinweg sch\u00e4dlichen D\u00e4mpfen, Rauch oder Gasen ausgesetzt ist, hat ein erh\u00f6htes COPD-Risiko <sup>(3)<\/sup>. Auch Luftverschmutzung und Feinstaub spielen eine wichtige Rolle.<\/p>\n<h2>COPD: Erscheinungsbild \/ Symptome<\/h2>\n<p>Eine gesunde Lunge reinigt sich selbst. Eingeatmete Schadstoffe und kleine Partikel bleiben im Lungensekret (Schleim) haften und werden durch Flimmerh\u00e4rchen nach au\u00dfen transportiert. Ist die Lunge sch\u00e4dlichen Stoffen wie Nikotin \u00fcber lange Zeit ausgesetzt, entstehen chronische Entz\u00fcndungen. Als Reaktion darauf sondert die Lunge vermehrt Schleim ab. Die Entz\u00fcndungsprozesse sch\u00e4digen mit der Zeit die W\u00e4nde der Atemwege und die Flimmerh\u00e4rchen. Dadurch geht die Reinigungsfunktion verloren. Die Atemwege verengen sich. Das Atmen wird schwerer und der vermehrt produzierte Schleim l\u00e4sst sich immer schlechter abhusten.<\/p>\n<p>Eine COPD beginnt schleichend. Nach und nach treten Husten, Auswurf und Atemnot immer st\u00e4rker auf. Pfeifende oder brummende Ger\u00e4usche beim Atmen und eine verl\u00e4ngerte Ausatemdauer sind ebenfalls typisch. Durch die eingeschr\u00e4nkte Lungenfunktion gelangt weniger Sauerstoff in das Blut. Das f\u00fchrt zur Zyanose, der Blauf\u00e4rbung von Lippen, Haut oder Fingern. Langfristige Folgen sind wiederkehrende Infektionen, Lungenentz\u00fcndungen und eine bestimmte Form der Herzschw\u00e4che (Cor pulmonale). Im fortgeschrittenen Stadium ist COPD eine lebensbedrohliche Erkrankung, die mit einer deutlich verminderten Lebenserwartung verbunden ist.<\/p>\n<p>Generell gibt es zwei Krankheitsbilder, die bei COPD f\u00fcr die auftretenden Symptome verantwortlich sind: Die chronisch-obstruktive Bronchitis und das Lungenemphysem. Beide k\u00f6nnen separat oder in Kombination vorliegen.<\/p>\n<h3>Chronisch-obstruktive Bronchitis<\/h3>\n<p>Eine chronische Bronchitis liegt laut WHO vor, wenn in zwei Jahren je mindestens drei Monate lang Husten und Auswurf auftreten. Bei einigen Patienten stehen Symptome der Bronchitis im Vordergrund. Sie leiden besonders unter z\u00e4hem Schleim, Husten und Sauerstoffmangel, aber weniger unter Atemnot.<\/p>\n<h3>Lungenemphysem<\/h3>\n<p>Sch\u00e4digungen der Lunge f\u00fchren dazu, dass die W\u00e4nde der Lungenbl\u00e4schen instabiler werden. Luft kann nicht mehr vollst\u00e4ndig ausgeatmet werden. Man sagt dazu: Die Lunge ist \u00fcberbl\u00e4ht. Medizinisch wird diese \u00dcberbl\u00e4hung Lungenemphysem genannt. Patienten mit Emphysem leiden besonders unter Atemnot. Das Atmen wird sehr anstrengend und beansprucht im fortgeschrittenen Stadium so viel Muskelkraft, dass die Krankheit sehr \u201ezehrt\u201c und Betroffene an Gewicht verlieren.<\/p>\n<h3>Schubweise Verschlimmerung (Exazerbation)<\/h3>\n<p>Typisch f\u00fcr das Erscheinungsbild der COPD ist die schubweise Verschlimmerung (Exazerbation). Sie ist oft eine Folge von Infekten und kann mit Brustschmerzen, Wassereinlagerungen, M\u00fcdigkeit und Fieber einhergehen. Eine schwere Exazerbation ist lebensgef\u00e4hrlich. Sie kann zu extremer Atemnot und Sauerstoffmangel bis hin zur Bewusstlosigkeit f\u00fchren.<\/p>\n<h2>COPD: Untersuchungen &amp; Diagnose<\/h2>\n<p>Bei Verdacht auf eine COPD fragt der Arzt Sie zun\u00e4chst nach Ihrer Krankengeschichte: Wie oft husten Sie? Wann und wie oft tritt Atemnot auf? Rauchen Sie (oder haben Sie geraucht)? Die Lunge wird mit einem Stethoskop abgeh\u00f6rt. Bei konkreten Hinweisen auf eine Lungenerkrankung \u00fcberweist der Arzt Sie in der Regel zu einem Lungenfacharzt. Dort ist eine tiefer gehende Untersuchung m\u00f6glich.<\/p>\n<h3>Test der Lungenfunktion<\/h3>\n<p>Bestimmte Tests geben dem Arzt Informationen \u00fcber das Lungenvolumen. Beim Atmen durch ein Spirometer werden Druck und Menge der Atemluft gemessen. Diese Untersuchung kann in einer geschlossenen Kabine durchgef\u00fchrt werden, die wie eine kleine Telefonzelle aussieht. Durch Messung Ihrer Atemluft und der Luft in der Kabine erh\u00e4lt der Arzt noch genauere Werte. Damit kann auch zwischen den beiden \u00e4hnlichen Erkrankungen Asthma und COPD unterschieden werden.<\/p>\n<h3>Blutuntersuchung<\/h3>\n<p>Mit einer Blutgasanalyse wird der Sauerstoffgehalt im Blut gemessen. Dieses Verfahren zeigt sehr genau an, wie effektiv die Lunge arbeitet. Wenn der Patient unter einem Lungenemphysem leidet, wird oft auch die Konzentration des Alpha-1-Antitrypsins gemessen. Damit wird nachgewiesen, ob die COPD durch einen genetisch bedingten Alpha-1-Antitrypsinmangel hervorgerufen wird.<\/p>\n<h2>COPD: Therapie &amp; Reha<\/h2>\n<p>COPD ist eine der wenigen Lungenerkrankungen, die nicht heilbar sind. Mit der richtigen Therapie l\u00e4sst sich ein Fortschreiten jedoch vermeiden oder zumindest verlangsamen. Dabei spielt die Reha eine sehr wichtige Rolle bei der Behandlung und dem richtigen Umgang mit der Erkrankung <sup>(4)<\/sup>.<\/p>\n<h3>Pr\u00e4vention: COPD-Entstehung und Verschlimmerung vermeiden<\/h3>\n<p>Bei chronischer Bronchitis oder COPD ist die erste und wichtigste Ma\u00dfnahme f\u00fcr Raucher der Rauchstopp. Wenn Sie weiter rauchen, l\u00e4sst sich ein Fortschreiten der Erkrankung nicht aufhalten und der Verlauf wird immer weiter beschleunigt. Bei sofortigem Rauchverzicht kann der \u00dcbergang einer chronischen Bronchitis zur COPD oft noch vermieden werden. Liegt bereits COPD vor, sind die Sch\u00e4den nicht mehr r\u00fcckg\u00e4ngig zu machen. Bei chronischer Bronchitis oder COPD sollten Sie lungensch\u00e4dliche Einfl\u00fcsse m\u00f6glichst vermeiden. Dazu geh\u00f6ren Passivrauchen, frostige Winterluft und jede Belastung mit Schadstoffen im Beruf. Experten empfehlen regelm\u00e4\u00dfige Schutzimpfungen gegen Grippe und Pneumokokken (Ausl\u00f6ser von Lungenentz\u00fcndungen), denn diese Infekte k\u00f6nnen zur schubweisen Verschlechterung f\u00fchren. Die Ansteckungsgefahr mit Viren und Bakterien verringern Sie au\u00dferdem, indem Sie sich h\u00e4ufig die H\u00e4nde waschen und gro\u00dfe Menschenansammlungen meiden.<\/p>\n<h3>Medikament\u00f6se Therapie bei COPD<\/h3>\n<p>Da COPD nicht heilbar ist, wird die Erkrankung dauerhaft behandelt. Um Atembeschwerden zu lindern, kommen Wirkstoffe zum Einsatz, die die verengten Atemwege erweitern. Dazu geh\u00f6ren Medikamente, die sofort wirken und f\u00fcr den Notfall und akute Atemnot gedacht sind. Andere wirken langsamer und sind f\u00fcr die langfristige Anwendung geeignet. Gegen Entz\u00fcndungen der Lunge helfen bei Bedarf auch Wirkstoffe wie Kortison. Schleiml\u00f6ser erleichtern das Abhusten bei fest sitzendem Sekret.<\/p>\n<h3>Operation und Lungentransplantation<\/h3>\n<p>Wenn bei schwerer COPD alle Ma\u00dfnahmen wie Medikamente und Reha ausgesch\u00f6pft sind, kann eine Operation in Betracht gezogen werden. Bestimmte Operationstechniken k\u00f6nnen die Atmung erleichtern. Im schlimmsten Fall ist die Lungentransplantation die letzte M\u00f6glichkeit. Ihr Arzt wird mit Ihnen operative M\u00f6glichkeiten bei Bedarf ganz genau durchsprechen und den Nutzen gegen die Risiken abw\u00e4gen.<\/p>\n<h3>Rehabilitation bei COPD<\/h3>\n<p>Die Erkrankung f\u00fchrt oft in einen Teufelskreis: Aufgrund der zunehmenden Atemnot bewegen sich Patienten weniger. Das f\u00fchrt zum Abbau von Muskeln, wodurch die Leistungsf\u00e4higkeit immer weiter nachl\u00e4sst. Betroffene werden weniger mobil und schonen sich immer mehr. Weiterer k\u00f6rperlicher Abbau, aber manchmal auch Depressionen oder die Einschr\u00e4nkung sozialer Kontakte sind die Folge.<\/p>\n<p>Die Reha bei COPD setzt deshalb gezielt hier an und durchbricht diesen Kreislauf an mehreren Punkten: Sie zeigt Betroffenen, wie der Abbau von Muskelmasse verhindert wird, wie sie Atembeschwerden entgegenwirken k\u00f6nnen und wie sie mit COPD weiter mobil bleiben. Sie k\u00f6nnen nat\u00fcrlich auch eine begleitete Rauchentw\u00f6hnung oder psychologische Betreuung in Anspruch nehmen und alle wichtigen Fragen zu Ihren Medikamenten im Gespr\u00e4ch mit den Fach\u00e4rzten kl\u00e4ren.<\/p>\n<p>Die Reha ist bei COPD eine der wichtigsten S\u00e4ulen der Behandlung. Sie vermittelt das n\u00f6tige Wissen und die richtigen Techniken, damit Betroffene die COPD verlangsamen und mit ihr im Alltag besser leben zu k\u00f6nnen. Die Reha tr\u00e4gt ma\u00dfgeblich zur Verbesserung der Lebensqualit\u00e4t und h\u00e4ufig auch zu einer verl\u00e4ngerten Lebenserwartung bei.<\/p>\n<h4>Bewegungstraining<\/h4>\n<p>K\u00f6rperliches Training sollte fester Bestandteil im Tagesablauf von COPD-Patienten sein. In der Reha erlernen Sie zusammen mit speziell geschulten Therapeuten die richtigen \u00dcbungen f\u00fcr Ausdauer, Kraft und Atmung. Dabei wird das Programm ganz individuell an den Schweregrad Ihrer Erkrankung und Ihre Fitness angepasst.<\/p>\n<h4>Ern\u00e4hrung und Gewicht<\/h4>\n<p>Je nach Auspr\u00e4gung der COPD kann \u00dcber- oder Untergewicht f\u00fcr Betroffene zum Problem werden. In der Reha erkl\u00e4ren Ern\u00e4hrungsberater Ihnen, wie Sie Ihr Immunsystem durch gesunde Ern\u00e4hrung unterst\u00fctzen k\u00f6nnen und mit welchen Nahrungsmitteln Sie einem Muskelabbau entgegenwirken oder gegebenenfalls einen Gewichtsverlust erreichen. Damit sich der K\u00f6rper mit einem leistungsf\u00e4higen Immunsystem selbst gegen Entz\u00fcndungsprozesse zu Wehr setzen kann, ist eine optimale Ern\u00e4hrung immer ein wichtiges Werkzeug der Therapie.<\/p>\n<h4>Atemtechniken und Management von Atemnot<\/h4>\n<p>Wesentlicher Bestandteil einer Reha sind Atem\u00fcbungen. Sie lernen grundlegende Techniken wie das Ausatmen mit der Lippenbremse. Experten zeigen Ihnen auch, wie Sie Schleim effektiv und lungenschonend abhusten. In Schulungen erfahren Sie alles \u00fcber verschiedene atemerleichternde Haltungen wie den Kutschersitz, mit denen Sie Atembeschwerden verhindern oder bei akuter Atemnot wieder Luft bekommen.<\/p>\n<h4>Umgang mit Inhalations-Systemen und Sauerstofftherapie<\/h4>\n<p>Dosieraerosol, Pulverinhalator oder Vernebler: In der Reha zeigen Ihnen Experten wie Medikamente mit der richtigen Inhalationstechnik optimal wirken. Sollte eine Langzeittherapie mit Sauerstoff erforderlich werden, erfahren Sie in der Reha alles dar\u00fcber und bekommen hilfreiche Tipps zum t\u00e4glichen Umgang mit den Ger\u00e4ten und Hilfsmitteln.<\/p>\n<h4>Umgang mit COPD im Alltag<\/h4>\n<p>Mit COPD k\u00f6nnen Treppensteigen, der Haushalt oder die K\u00f6rperpflege zu einer Herausforderung werden. In der Reha erfahren Sie nicht nur, wie Sie sich kraft- und luftsparend bewegen. Sie lernen auch einige Hilfsmittel wie Duschst\u00fchle, Verl\u00e4ngerungen f\u00fcr Schuhl\u00f6ffel oder Gehhilfen kennen, die Ihnen das t\u00e4gliche Leben erleichtern.<\/p>\n<h4>Heilungschancen und Nutzen der Rehabilitation<\/h4>\n<p>Der Therapieerfolg h\u00e4ngt bei COPD zu einem gro\u00dfen Teil von nicht-medikament\u00f6sen Ma\u00dfnahmen ab. Auch wenn eine Heilung nicht m\u00f6glich ist, k\u00f6nnen Betroffene selbst viel daf\u00fcr tun, ihre Lebensqualit\u00e4t zu verbessern und das Fortschreiten der Erkrankung zu verhindern. In der Reha lassen sich diese Ma\u00dfnahmen erlernen und optimal auf jeden einzelnen Patienten abstimmen. Deshalb ist die Reha bei COPD ein ma\u00dfgeblicher Bestandteil der Therapie.<\/p>\n<h2><b>\u00dcber die Autorin<\/b><\/h2>\n<p>Dr. Silvia Nold ist promovierte Biologin mit mehrj\u00e4hriger Erfahrung in der medizinisch-wissenschaftlichen Diagnostik.<\/p>\n<h2><strong>Quellen<\/strong><\/h2>\n<ul style=\"list-style-type: square;\">\n<li>(1) World Health Organization (WHO). The 10 leading causes of death in the world, 2000 and 2012. Fact sheet N\u00b0310.<\/li>\n<li>(2)\u00a0 Deutsche Gesellschaft f\u00fcr Pneumologie und Beatmungsmedizin e.V.: S3-Leitlinie \u201eTabakentw\u00f6hnung bei COPD\u201c, 2014, Leitlinie 020\/005.<\/li>\n<li>(3) GOLD (Global Initiative for Chronic Obstructive Lung Disease) Leitlinie: Global Strategy for Diagnosis, Management, and Prevention of Chronic Obstructive Pulmonary Disease, 2015.<\/li>\n<li>(4) Vogelmeier C, et al. Leitlinie der Deutschen Atemwegsliga und der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Pneumologie und Beatmungsmedizin zur Diagnostik und Therapie von Patienten mit chronisch obstruktiver Bronchitis und Lungenemphysem (COPD). Pneumologie 2007; 61: e1-e40.<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>COPD \u2013 Erkrankung, Therapie und Rehabilitation COPD tritt h\u00e4ufiger auf als Asthma, ist aber dennoch vielen Patienten weniger bekannt. Durch verengte Atemwege kommt es zu Husten und Atemnot. Die Erkrankung ist nicht heilbar. Deshalb liegt der Schwerpunkt bei der Therapie auf der Linderung der Symptome und auf Ma\u00dfnahmen, die das Leben erleichtern. 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