{"id":4809,"date":"2026-06-25T07:54:26","date_gmt":"2026-06-25T05:54:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.kurkliniken.de\/blog\/?p=4809"},"modified":"2026-06-26T18:04:15","modified_gmt":"2026-06-26T16:04:15","slug":"schwere-depression","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kurkliniken.de\/blog\/schwere-depression.html","title":{"rendered":"Schwere Depression: erkennen, verstehen und die richtige Hilfe finden"},"content":{"rendered":"<article class=\"sd-article sd-wp-embed\">\n\n<!-- H1 bitte in H2 mit Klasse umwandeln, z. B.: -->\n  <h2 class=\"sd-entry-title\">Symptome, Hilfe und Behandlung<\/h2>\n \n  <p class=\"sd-lede\">Eine schwere Depression nimmt fast alle Kraft. Lesen, sich konzentrieren, Entscheidungen treffen, all das f\u00e4llt schwer. Deshalb zuerst das Wichtigste: Sie ist erkennbar, sie ist behandelbar, und es gibt einen Weg zur richtigen Hilfe.<\/p>\n\n  <p>Die genaue Diagnose und die Einstufung in leicht, mittelgradig oder schwer erfolgt immer durch eine \u00c4rztin, einen Arzt oder eine Psychotherapeutin oder einen Psychotherapeuten. Die folgenden Informationen dienen der Orientierung und ersetzen keine fachliche Untersuchung.<\/p>\n\n  <figure class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width:720px;margin:0 auto 2.5em;\">\n  <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\"\n    class=\"size-large wp-image-4814\"\n    src=\"https:\/\/www.kurkliniken.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/psychotherapie-720x480.jpg\"\n    alt=\"Depressiver Mann im Gespr\u00e4ch mit Psychologin\"\n    width=\"720\"\n    height=\"480\"\n  >\n  <figcaption class=\"wp-caption-text\">\n    Depressiver Mann im Gespr\u00e4ch mit Psychologin<br>\n    \u00a9 Bildlizenz: stock.sokolov.com.ua \/ PantherMedia\n  <\/figcaption>\n<\/figure>\n\t\n\t<!-- ============ Reading-mode switch ============ -->\n  <input class=\"sd-mode-input\" type=\"radio\" name=\"sd-mode\" id=\"sd-mode-short-1\" checked>\n  <input class=\"sd-mode-input\" type=\"radio\" name=\"sd-mode\" id=\"sd-mode-full-1\">\n  <div class=\"sd-modeswitch\">\n    <label class=\"sd-mode-pill\" for=\"sd-mode-short-1\">Kurzfassung<\/label>\n    <label class=\"sd-mode-pill\" for=\"sd-mode-full-1\">Vollst\u00e4ndiger Artikel<\/label>\n  <\/div>\n\n  <p class=\"sd-hint\">\n    <svg viewBox=\"0 0 24 24\" fill=\"none\" stroke=\"currentColor\" stroke-width=\"2\" stroke-linecap=\"round\" stroke-linejoin=\"round\"><path d=\"M9 6l6 6-6 6\"\/><\/svg>\n    Abschnitte mit einem Pfeil lassen sich aufklappen. \u00d6ffnen Sie, was f\u00fcr Sie wichtig ist.\n  <\/p>\n\n  <!-- ============ CRISIS (always visible) ============ -->\n  <section class=\"sd-crisis\">\n    <h2>\n      <svg viewBox=\"0 0 24 24\" fill=\"none\" stroke=\"currentColor\" stroke-width=\"2\" stroke-linecap=\"round\" stroke-linejoin=\"round\"><path d=\"M22 16.92v3a2 2 0 0 1-2.18 2 19.79 19.79 0 0 1-8.63-3.07 19.5 19.5 0 0 1-6-6 19.79 19.79 0 0 1-3.07-8.67A2 2 0 0 1 4.11 2h3a2 2 0 0 1 2 1.72c.13.96.36 1.9.7 2.81a2 2 0 0 1-.45 2.11L8.09 9.91a16 16 0 0 0 6 6l1.27-1.27a2 2 0 0 1 2.11-.45c.91.34 1.85.57 2.81.7A2 2 0 0 1 22 16.92z\"\/><\/svg>\n      Soforthilfe in der akuten Krise\n    <\/h2>\n    <p>Manche Anzeichen brauchen sofort Hilfe, nicht erst einen Termin in der n\u00e4chsten Woche. Holen Sie sich umgehend Unterst\u00fctzung, wenn Sie selbst oder ein Mensch in Ihrer N\u00e4he:<\/p>\n    <ul class=\"sd-list\">\n      <li>konkrete Gedanken hat, nicht mehr leben zu wollen, oder bereits etwas plant<\/li>\n      <li>das Gef\u00fchl hat, nicht mehr weiterzuk\u00f6nnen, verbunden mit dem Drang zu handeln<\/li>\n      <li>den Bezug zur Wirklichkeit verliert, zum Beispiel Stimmen h\u00f6rt oder feste falsche \u00dcberzeugungen entwickelt<\/li>\n      <li>wie erstarrt ist und kaum noch reagiert<\/li>\n      <li>nicht mehr isst, trinkt oder schl\u00e4ft und sich nicht mehr versorgen kann<\/li>\n    <\/ul>\n    <p class=\"sd-emph\">Das ist keine \u00dcberreaktion, das ist die richtige Reaktion.<\/p>\n\n    <p class=\"sd-subhead\">Wohin Sie sich sofort wenden k\u00f6nnen:<\/p>\n    <ul class=\"sd-list\">\n      <li><a href=\"tel:112\">112<\/a> bei akuter Lebensgefahr, rund um die Uhr - W\u00e4hlen Sie 112 immer dann, wenn Sie den Eindruck haben, dass eine unmittelbare Lebensgefahr besteht, etwa bei akuter Suizidalit\u00e4t oder schwerer Verwirrtheit.<\/li>\n      <li>TelefonSeelsorge: <a href=\"tel:08001110111\">0800 111 0 111<\/a>, <a href=\"tel:08001110222\">0800 111 0 222<\/a> oder <a href=\"tel:116123\">116 123<\/a>, kostenlos, anonym, Tag und Nacht. Auch per Chat und Mail \u00fcber <a href=\"https:\/\/www.telefonseelsorge.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">telefonseelsorge.de<\/a> - Die TelefonSeelsorge bietet ein anonymes, psychosoziales Gespr\u00e4chsangebot, ist aber nicht f\u00fcr medizinische Notf\u00e4lle gedacht. Bei akuter Gefahr w\u00e4hlen Sie trotzdem den Notruf oder suchen eine Notaufnahme auf.<\/li>\n      <li>Psychiatrische Klinik oder psychiatrische Notaufnahme bei akuter seelischer Not - Eine psychiatrische Notaufnahme ist die richtige Anlaufstelle, wenn zwar noch keine unmittelbare Lebensgefahr besteht, die Lage aber sehr angespannt ist und schnell fachliche Hilfe n\u00f6tig wird.<\/li>\n      <li><a href=\"tel:116117\">116 117<\/a>, \u00e4rztlicher Bereitschaftsdienst bei dringenden, aber nicht lebensbedrohlichen Beschwerden au\u00dferhalb der Sprechzeiten - \u00dcber die 116 117 erreichen Sie den \u00e4rztlichen Bereitschaftsdienst, der bei dringenden medizinischen Problemen au\u00dferhalb regul\u00e4rer Sprechzeiten weiterhilft. Bei akuter suizidaler Gef\u00e4hrdung bleibt aber der Notruf 112 der wichtigste Weg.<\/li>\n    <\/ul>\n\n    <p class=\"sd-aside\"><strong>F\u00fcr Angeh\u00f6rige:<\/strong> Fragen Sie ruhig und direkt, ob jemand an Suizid denkt. Das bringt niemanden auf solche Gedanken, sondern zeigt, dass Sie da sind. Lassen Sie die Person nicht allein, und verringern Sie den Zugang zu m\u00f6glichen gef\u00e4hrlichen Mitteln. Warten Sie damit nicht, bis ein Antrag auf Therapie oder Reha bewilligt ist.<\/p>\n    <p class=\"sd-aside\" style=\"margin-top:1em;padding-top:0;border-top:none;\">Angeh\u00f6rige ersetzen jedoch keine professionelle Behandlung. Holen Sie bei deutlicher Verschlechterung fachliche Hilfe hinzu und nutzen Sie bei Bedarf auch Beratungsangebote speziell f\u00fcr Angeh\u00f6rige.<\/p>\n  <\/section>\n\n  <!-- ============ What it is ============ -->\n  <section class=\"sd-section\">\n    <h2>Worum es sich handelt<\/h2>\n    <p>Eine Depression, fachlich eine depressive St\u00f6rung, ist eine ernsthafte Erkrankung, keine Schw\u00e4che und kein pers\u00f6nliches Versagen. Sie betrifft Stimmung, Antrieb, Denken, Schlaf und K\u00f6rper zugleich. Von einer schweren Depression spricht man, wenn die Beschwerden besonders ausgepr\u00e4gt sind und das t\u00e4gliche Leben kaum noch m\u00f6glich ist: arbeiten, den Haushalt f\u00fchren, Kontakte halten, manchmal sogar aufstehen und essen.<\/p>\n  <\/section>\n\n  <!-- ============ Recognising ============ -->\n  <section class=\"sd-section\">\n    <h2>Woran Sie schwere Depressionen erkennen<\/h2>\n    <p>Eine solche Depression f\u00fchlt sich anders an als Traurigkeit. Viele Betroffene beschreiben weniger ein Weinen als eine innere Leere, ein Gef\u00fchl der Gef\u00fchllosigkeit. Nichts ber\u00fchrt mehr, nichts macht mehr Freude, selbst Dinge, die fr\u00fcher wichtig waren. Dazu kommt oft eine schwere Antriebslosigkeit, die sich k\u00f6rperlich anf\u00fchlt, als arbeite man gegen einen Widerstand. Die Gedanken kreisen, meist um Schuld, Wertlosigkeit und die \u00dcberzeugung, dass es nie wieder besser wird. H\u00e4ufig ist es morgens am schlimmsten und bessert sich zum Abend etwas. Genau das f\u00fchrt Angeh\u00f6rige manchmal in die Irre, weil der Abend t\u00e4uscht.<\/p>\n    <p>Fachlich unterscheidet man leichte, mittelgradige und schwere depressive Episoden, und die Grenze wird von der Anzahl und Schwere der Symptome bestimmt. Drei Beschwerden gelten als Hauptsymptome: eine gedr\u00fcckte Stimmung, der Verlust von Interesse und Freude und ein verminderter Antrieb. Dazu kommen Zusatzsymptome wie Konzentrationsprobleme, ein vermindertes Selbstwertgef\u00fchl, Schuldgef\u00fchle, eine pessimistische Sicht auf die Zukunft, Schlafst\u00f6rungen, Appetitver\u00e4nderungen und Gedanken an den Tod. Bei einer schweren Episode sind in der Regel alle drei Hauptsymptome und mehrere Zusatzsymptome vorhanden. Das Leiden ist gro\u00df, der Alltag kaum noch zu bew\u00e4ltigen.<\/p>\n    <p>Machen Sie hier den <a href=\"https:\/\/www.deutsche-depressionshilfe.de\/hilfe\/selbsttest\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Selbsttest<\/a>.<\/p>\n  <\/section>\n\n  <!-- ============ Treatable ============ -->\n  <section class=\"sd-section\">\n    <h2>Sie ist behandelbar<\/h2>\n    <p>Depression ist eine der h\u00e4ufigsten Erkrankungen \u00fcberhaupt, und sie wird trotzdem regelm\u00e4\u00dfig untersch\u00e4tzt. Sch\u00e4tzungen zufolge erkranken in Deutschland j\u00e4hrlich \u00fcber f\u00fcnf Millionen Erwachsene an einer behandlungsbed\u00fcrftigen Depression. Im Laufe ihres Lebens macht sogar jeder f\u00fcnfte bis sechste Erwachsene mindestens einmal eine depressive Phase durch. Die genannten Zahlen sind Sch\u00e4tzwerte aus unterschiedlichen Studien. Sie zeigen die Gr\u00f6\u00dfenordnung, k\u00f6nnen aber je nach Untersuchung etwas variieren.<\/p>\n    <p>Depressionen, schwere wie leichte, sind gut behandelbar. Bei leichten und mittelschweren Formen bessern sich die Beschwerden oft schon innerhalb einiger Wochen bis weniger Monate, und nicht immer braucht es daf\u00fcr Medikamente. H\u00e4ufig helfen schon Gespr\u00e4che, eine Psychotherapie und ein geregelter Alltag.<\/p>\n    <p>Bei einer schweren Depression ist der Weg l\u00e4nger, aber auch hier wird es mit Behandlung besser. Studien zeigen f\u00fcr mittelschwere und schwere Depressionen: Von 100 Menschen, die ein Antidepressivum einnehmen, geht es etwa 50 innerhalb von sechs bis acht Wochen deutlich besser. Oft braucht es Geduld, bis die passende Kombination aus Medikament und Psychotherapie steht, und viele werden mit der Zeit wieder ganz gesund.<\/p>\n    <p>Eine schwere Episode kehrt allerdings h\u00e4ufiger zur\u00fcck als eine leichte, ohne Nachsorge bei bis zu drei von vier Betroffenen. Gerade deshalb ist die Behandlung mit dem Abklingen der akuten Phase nicht zu Ende. Der Satz, der bei einer schweren Depression am schwersten zu glauben ist, stimmt f\u00fcr die allermeisten trotzdem: Mit Behandlung wird es wieder besser. Eine l\u00e4ngerfristige Nachsorge hilft, R\u00fcckf\u00e4lle m\u00f6glichst zu vermeiden, etwa durch fortgesetzte Psychotherapie, einen Krisenplan und eine gute Einbindung in den Alltag.<\/p>\n  <\/section>\n\n  <!-- ============ What helps ============ -->\n  <section class=\"sd-section\">\n    <h2>Was bei schwerer Depression hilft<\/h2>\n    <p>Bei schweren Depressionen reicht eine einzelne Ma\u00dfnahme meist nicht aus, weil die Erkrankung Stimmung, K\u00f6rper, Denken und Antrieb gleichzeitig betrifft. Die nationale Behandlungsleitlinie empfiehlt deshalb bei akuter schwerer Depression in der Regel die Kombination aus Psychotherapie und Medikamenten, erg\u00e4nzt durch Aufkl\u00e4rung, einen Krisenplan und die Einbindung von Angeh\u00f6rigen.<\/p>\n\n    <h3>Psychotherapie<\/h3>\n    <p>In der Psychotherapie geht es darum, die Erkrankung zu verstehen, wieder ins Handeln zu kommen und belastende Denk- und Beziehungsmuster zu bearbeiten. Ein zentraler Baustein ist die sogenannte Verhaltensaktivierung: in kleinen, machbaren Schritten wieder aktiv zu werden. Wenn auch nicht immer sofort sp\u00fcrbar, aber Bewegung tut nun einmal gut.<\/p>\n    <p>Daneben sind in Deutschland die tiefenpsychologisch fundierte und die analytische Psychotherapie sowie die systemische Therapie anerkannte Verfahren, die von den Krankenkassen bezahlt werden. Dabei ist weniger das Verfahren selbst entscheidend als die Frage, ob die Beziehung zur Therapeutin oder zum Therapeuten passt. Die Auswahl der Therapieform und die Abstimmung mit einer eventuellen medikament\u00f6sen Behandlung erfolgen immer im Gespr\u00e4ch mit den behandelnden Fachpersonen.<\/p>\n\n    <h3>Medikamente<\/h3>\n    <p>Antidepressiva k\u00f6nnen helfen, die Beschwerden zu lindern, und sie machen nicht abh\u00e4ngig. Welches Medikament infrage kommt, ist eine \u00e4rztliche Entscheidung im Einzelfall, ebenso die Dosis und die Dauer. Medikamente sollten Sie nicht eigenm\u00e4chtig absetzen, auch wenn die Versuchung bei besserer Stimmung gro\u00df ist. Ein gutes Zeichen ist, wenn Ihre R\u00fcckmeldung zu Wirkung und Nebenwirkungen ernst genommen wird und Pr\u00e4parat sowie Dosierung in Absprache mit Ihnen angepasst werden. Dieser Abstimmungsprozess kann durchaus einige Wochen dauern.<\/p>\n    <p>Gerade bei \u00e4lteren Menschen oder bei weiteren k\u00f6rperlichen Erkrankungen achten \u00c4rztinnen und \u00c4rzte besonders auf m\u00f6gliche Wechselwirkungen und passen die Behandlung entsprechend an.<\/p>\n\n    <details class=\"sd-panel\">\n      <summary>\n        <h3><svg class=\"sd-chev\" viewBox=\"0 0 24 24\" fill=\"none\" stroke=\"currentColor\" stroke-width=\"2\" stroke-linecap=\"round\" stroke-linejoin=\"round\"><path d=\"M9 6l6 6-6 6\"\/><\/svg>Wenn die depressiven Episoden besonders schwer sind oder nicht ausreichend ansprechen<\/h3>\n      <\/summary>\n      <div class=\"sd-body\">\n        <p>F\u00fcr besonders schwere, lebensbedrohliche oder therapieresistente Verl\u00e4ufe gibt es weitere, wirksame Verfahren. Dazu geh\u00f6rt die Elektrokonvulsionstherapie (EKT), die heute unter Narkose und kontrolliert durchgef\u00fchrt wird und mit den alten, be\u00e4ngstigenden Bildern aus Filmen nichts zu tun hat. Sie kann bei geeigneter Indikation schneller und st\u00e4rker wirken als viele andere Behandlungen, gerade dann, wenn schnelles Handeln z\u00e4hlt.<\/p>\n        <p>Weitere M\u00f6glichkeiten sind die repetitive transkranielle Magnetstimulation (rTMS), die ohne Narkose auskommt, und das Medikament Esketamin. Welches Verfahren sinnvoll ist, entscheidet sich am konkreten Verlauf, nicht an einer festen Rangfolge und geh\u00f6rt in professionelle H\u00e4nde.<\/p>\n        <p>Solche Spezialverfahren kommen in der Regel nur bei besonders schweren depressiven Episoden zum Einsatz und \u00fcberwiegend in spezialisierten Zentren. F\u00fcr die meisten Betroffenen reicht die bew\u00e4hrte Kombination aus Psychotherapie und medikament\u00f6ser Behandlung aus.<\/p>\n      <\/div>\n    <\/details>\n  <\/section>\n\n  <!-- ============ How depression arises (theory, collapsed) ============ -->\n  <section class=\"sd-section\" style=\"margin-top:1.8em;\">\n    <details class=\"sd-panel\" style=\"border-top:1px solid var(--rule);\">\n      <summary>\n        <h2><svg class=\"sd-chev\" viewBox=\"0 0 24 24\" fill=\"none\" stroke=\"currentColor\" stroke-width=\"2\" stroke-linecap=\"round\" stroke-linejoin=\"round\"><path d=\"M9 6l6 6-6 6\"\/><\/svg>Wie Tiefenpsychologie und Verhaltenstherapie die Entstehung einer depressiven Episode verstehen<\/h2>\n      <\/summary>\n      <div class=\"sd-body\">\n        <p>Die folgenden Beschreibungen sind Modelle aus der Psychotherapie. Nicht jede betroffene Person erkennt sich vollst\u00e4ndig in ihnen wieder, und das ist kein Widerspruch. Sie sollen helfen, Zusammenh\u00e4nge zu verstehen, und nicht Menschen in starre Schubladen einordnen.<\/p>\n\n        <h4>Verhaltenstherapie<\/h4>\n        <p>Die Verhaltenstherapie versteht eine Depression nicht als pl\u00f6tzliches Ereignis, sondern als allm\u00e4hlich entstehenden Kreislauf. Am Anfang steht oft eine Belastung, etwa ein Verlust, eine Trennung oder anhaltender Stress. Der gewohnte Alltag ger\u00e4t durcheinander, angenehme Erfahrungen werden seltener, und die Stimmung sinkt. Wer sich daraufhin zur\u00fcckzieht, verliert noch mehr von dem, was eigentlich tragen w\u00fcrde. Gleichzeitig richtet sich die Aufmerksamkeit immer st\u00e4rker nach innen, und der Blick auf sich selbst wird h\u00e4rter.<\/p>\n        <p>Es entstehen negative Gedanken \u00fcber sich selbst, das eigene Leben und die Zukunft, oft verbunden mit dem Gef\u00fchl, ohnehin nichts \u00e4ndern zu k\u00f6nnen. Diese Gedanken und der R\u00fcckzug verst\u00e4rken sich gegenseitig. So entsteht eine Abw\u00e4rtsspirale, die sich selbst am Laufen h\u00e4lt, ohne dass es daf\u00fcr einen einzelnen Ausl\u00f6ser braucht.<\/p>\n\n        <h4>Tiefenpsychologie<\/h4>\n        <p>Aus tiefenpsychologischer Sicht richten sich bei einer Depression belastende Gef\u00fchle wie Wut, Entt\u00e4uschung und Schuld nicht nach au\u00dfen, sondern gegen die eigene Person. Was eigentlich einem anderen gilt, wird zu Selbstvorwurf und Niedergeschlagenheit. Ausl\u00f6ser sind meist Verluste, Kr\u00e4nkungen oder Trennungen.<\/p>\n        <p>Zwei Pers\u00f6nlichkeitsmuster beg\u00fcnstigen diese Entwicklung besonders h\u00e4ufig. Bei stark auf Zuwendung angewiesenen Menschen erzeugen entt\u00e4uschte Bed\u00fcrfnisse Wut und Schuld, die sich aus Angst vor Liebesverlust gegen das eigene Selbst wenden. Bei eher narzisstisch gepr\u00e4gten Menschen bleibt das Selbstwertgef\u00fchl von Best\u00e4tigung abh\u00e4ngig und entsprechend labil, sodass eine Kr\u00e4nkung oder Trennung es schnell ins Wanken bringt.<\/p>\n        <p>Bei Menschen, die sehr fr\u00fch und schwer verletzt wurden, zeigt sich oft ein drittes Muster: weniger ein innerer Konflikt als eine Leere, eine Selbstentfremdung nach Erfahrungen von Verlassenheit.<\/p>\n      <\/div>\n    <\/details>\n  <\/section>\n\n<!-- ============ Author ============ -->\n  <section class=\"sd-author\">\n    <h3>\u00dcber den Autor<\/h3>\n    <p>Aris H\u00e4germann ist approbierter Psychologischer Psychotherapeut mit den Schwerpunkten tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie, Traumatherapie (EMDR) und Gestalttherapie. Seit 2016 begleitet er in seiner eigenen Praxis Menschen mit Depressionen, \u00c4ngsten, Beziehungsthemen und Traumafolgen. Zuvor war er zwei Jahre in der psychosomatischen Rehabilitation und ein Jahr auf einer Akutstation t\u00e4tig, wo die Behandlung depressiver Erkrankungen zum klinischen Alltag geh\u00f6rte. Seit Anfang 2024 arbeitet er ausschlie\u00dflich als <a href=\"https:\/\/onlinepsychologehaegermann.com\/\" style=\"color:var(--blue);text-decoration:none;\">Online-Psychologe<\/a> mit Klienten weltweit.<\/p>\n\n\t<!-- ============ Settings + table ============ -->\n  <section class=\"sd-section\">\n    <h2>Station\u00e4re Behandlung: die wichtigsten Settings im \u00dcberblick<\/h2>\n    <p>Bei einer schweren Depression h\u00e4ngt viel davon ab, am richtigen Ort behandelt zu werden. Drei Begriffe werden dabei oft verwechselt, obwohl sie etwas Unterschiedliches bedeuten:<\/p>\n    <p>Bei akuter Gefahr, etwa starker Suizidalit\u00e4t, psychotischen Symptomen oder wenn die Sicherheit nicht mehr gew\u00e4hrleistet ist, greift die Akutpsychiatrie. Hier stehen Schutz, Diagnostik und schnelle Stabilisierung im Vordergrund.<\/p>\n    <p>Die psychosomatische Akutbehandlung ist ebenfalls eine Krankenhausbehandlung, unterscheidet sich aber durch ihren st\u00e4rker psychotherapeutischen Schwerpunkt. Sie kommt in Betracht, wenn akute Gefahr nicht das zentrale Thema ist, die Belastung aber zu gro\u00df f\u00fcr eine ambulante Behandlung geworden ist.<\/p>\n    <p>Keine Akutbehandlung ist dagegen die psychosomatische Reha, umgangssprachlich oft Kur genannt. Sie kommt meist nach der akuten Phase, wenn es darum geht, wieder stabil zu werden, den Alltag und die Arbeitsf\u00e4higkeit zur\u00fcckzugewinnen und R\u00fcckf\u00e4llen vorzubeugen. Kurkliniken und psychosomatische Reha-Einrichtungen sind daher nicht f\u00fcr akute Suizidgefahr oder psychotische Krisen zust\u00e4ndig, sondern f\u00fcr die Stabilisierung nach der Akutbehandlung und die R\u00fcckkehr in den Alltag.<\/p>\n    <p>Die folgende \u00dcbersicht zeigt die wichtigsten Behandlungsformen im Vergleich:<\/p>\n\n    <p class=\"sd-scrollnote\">Tabelle zum Lesen seitlich scrollen.<\/p>\n    <div class=\"sd-tablewrap\" tabindex=\"0\" role=\"region\" aria-label=\"\u00dcbersicht der Behandlungsformen\">\n      <table class=\"sd-table\">\n        <thead>\n          <tr>\n            <th scope=\"col\">Behandlungsform<\/th>\n            <th scope=\"col\">Wie intensiv<\/th>\n            <th scope=\"col\">Wie lange<\/th>\n            <th scope=\"col\">Wer zahlt<\/th>\n            <th scope=\"col\">Wann sie passt<\/th>\n          <\/tr>\n        <\/thead>\n        <tbody>\n          <tr>\n            <th scope=\"row\">Ambulante Behandlung (Hausarzt, Psychiater, Psychotherapie)<\/th>\n            <td>gering bis mittel, regelm\u00e4\u00dfige Termine<\/td>\n            <td>laufend<\/td>\n            <td>Krankenkasse<\/td>\n            <td>keine akute Gefahr, Termine sind zuverl\u00e4ssig m\u00f6glich<\/td>\n          <\/tr>\n          <tr>\n            <th scope=\"row\">Tagesklinik<\/th>\n            <td>hoch tags\u00fcber, nachts zu Hause<\/td>\n            <td>mehrere Wochen<\/td>\n            <td>Krankenkasse<\/td>\n            <td>intensive Behandlung n\u00f6tig, nachts aber sicher zu Hause<\/td>\n          <\/tr>\n          <tr>\n            <th scope=\"row\">Psychiatrische Akutstation<\/th>\n            <td>sehr hoch, rund um die Uhr<\/td>\n            <td>Tage bis Wochen<\/td>\n            <td>Krankenkasse<\/td>\n            <td>akute Suizidalit\u00e4t, Psychose oder unklare Sicherheit<\/td>\n          <\/tr>\n          <tr>\n            <th scope=\"row\">Psychosomatische Akutklinik<\/th>\n            <td>hoch, psychotherapeutisch<\/td>\n            <td>mehrere Wochen<\/td>\n            <td>Krankenkasse<\/td>\n            <td>Depression mit k\u00f6rperlichen, Schmerz-, Trauma- oder Konfliktthemen<\/td>\n          <\/tr>\n          <tr>\n            <th scope=\"row\">Psychotherapeutische Station<\/th>\n            <td>hoch, intensive Psychotherapie<\/td>\n            <td>mehrere Wochen<\/td>\n            <td>Krankenkasse oder privat<\/td>\n            <td>chronische oder wiederkehrende Depression, ausreichend stabil<\/td>\n          <\/tr>\n          <tr>\n            <th scope=\"row\">Psychosomatische Reha (Kurklinik)<\/th>\n            <td>mittel bis hoch, multimodal<\/td>\n            <td>meist f\u00fcnf bis sechs Wochen<\/td>\n            <td>meist Rentenversicherung, teils Krankenkasse<\/td>\n            <td>nach der Akutphase: Stabilisierung, Teilhabe, R\u00fcckkehr in den Alltag<\/td>\n          <\/tr>\n        <\/tbody>\n      <\/table>\n    <\/div>\n\n    <p>Viele Kliniken bieten mehrere dieser Angebote unter einem Dach an, und das macht die Unterscheidung in der Praxis nicht leichter. Fragen Sie vor einer Aufnahme deshalb konkret nach: Welche Krisen und welche Schwere kann die Klinik behandeln? Gibt es rund um die Uhr \u00e4rztliche Versorgung?<\/p>\n  <\/section>\n\n  <!-- ============ Path into treatment ============ -->\n  <section class=\"sd-section\">\n    <h2>Der Weg in die Behandlung<\/h2>\n    <p>Der erste Schritt f\u00fchrt meist \u00fcber die Haus\u00e4rztin oder den Hausarzt oder \u00fcber eine Fach\u00e4rztin oder einen Facharzt f\u00fcr Psychiatrie. Sie kl\u00e4ren die Diagnose, pr\u00fcfen k\u00f6rperliche Ursachen und k\u00f6nnen krankschreiben. Bei Bedarf leiten sie eine medikament\u00f6se Behandlung ein oder weisen in eine Klinik ein. Bei akuter Gefahr f\u00fchrt der Weg direkt \u00fcber die Notaufnahme oder den Notruf.<\/p>\n\n    <p>F\u00fcr eine psychosomatische Reha gibt es zwei unterschiedliche Wege.<\/p>\n\n    <h4>Reha direkt nach einem Krankenhausaufenthalt (Anschlussrehabilitation)<\/h4>\n    <p>Schlie\u00dft sich die Reha direkt an einen Klinikaufenthalt an, geht es deutlich schneller. Das Krankenhaus stellt fest, ob die Reha n\u00f6tig ist, der Sozialdienst der Klinik hilft beim Antrag, und oft ist eine direkte Verlegung in die Reha-Einrichtung m\u00f6glich, ohne lange auf die Entscheidung des Kostentr\u00e4gers zu warten.<\/p>\n\n    <h4>Reha aus dem Alltag heraus (Heilverfahren)<\/h4>\n    <p>Ist kein Krankenhausaufenthalt vorausgegangen, stellen Sie den Antrag selbst, mit einem \u00e4rztlichen Befundbericht. Wird die Reha von der Krankenkasse finanziert, darf diesen Bericht auch die behandelnde Psychotherapeutin oder der Psychotherapeut erstellen. Kommt das Geld von der Rentenversicherung, muss er von einer \u00c4rztin oder einem Arzt stammen.<\/p>\n\n    <h4>Wer zahlt<\/h4>\n    <p>Bei Menschen im Erwerbsleben ist meist die Deutsche Rentenversicherung zust\u00e4ndig, weil es darum geht, die Arbeitsf\u00e4higkeit zu erhalten. Hier gilt der Grundsatz Reha vor Rente: Solange eine Reha realistische Aussicht auf Besserung bietet, kommt eine Rente noch nicht in Betracht. F\u00fcr andere, etwa im Rentenalter, ist h\u00e4ufig die Krankenkasse zust\u00e4ndig. Wenn Sie den Antrag bei der falschen Stelle stellen, ist das kein Problem. Der Antrag wird an die zust\u00e4ndige Stelle weitergeleitet.<\/p>\n    <p>Die konkrete Zust\u00e4ndigkeit h\u00e4ngt von Ihrer pers\u00f6nlichen Versicherungsbiografie ab. Im Zweifel hilft der Sozialdienst einer Klinik oder eine Beratung bei Krankenkasse oder Rentenversicherung weiter. Dieser Artikel kann eine individuelle Rechtsberatung nicht ersetzen<\/p>\n\n    <h4>Sie d\u00fcrfen sich Ihre Klinik aussuchen<\/h4>\n    <p>Bei einer Reha haben Sie ein Wunsch- und Wahlrecht. Das hei\u00dft, Sie k\u00f6nnen eine bestimmte Klinik benennen. Das ist gerade bei seelischen Erkrankungen sinnvoll, weil sich Kliniken deutlich darin unterscheiden, ob ihr Schwerpunkt eher auf Trauma, auf k\u00f6rperlichen Begleitsymptomen oder auf der beruflichen Wiedereingliederung liegt. Oder es wurde Ihnen eine Klinik empfohlen.<\/p>\n    <p>Damit das Wunsch- und Wahlrecht ber\u00fccksichtigt werden kann, geh\u00f6rt der Klinik-Wunsch mit medizinischer Begr\u00fcndung in den Antrag, etwa mit dem Hinweis auf einen passenden Schwerpunkt oder besondere Erfahrungen der Einrichtung.<\/p>\n\n    <h4>Kosten und Wartezeit<\/h4>\n    <p>Bei einer station\u00e4ren Reha zahlen Sie h\u00f6chstens zehn Euro pro Tag dazu, begrenzt auf 42 Tage im Jahr. Direkt nach einem Klinikaufenthalt verk\u00fcrzt sich diese Frist auf 14 Tage, wenn die Rentenversicherung der Kostentr\u00e4ger ist. Was Sie im selben Jahr schon f\u00fcr einen Krankenhausaufenthalt oder eine andere Reha zugezahlt haben, wird angerechnet, und bei geringem Einkommen ist eine Befreiung m\u00f6glich. Das Antragsverfahren dauert in der Regel einige Wochen, bei einer Anschlussreha geht es schneller. Eine psychosomatische Reha dauert meist f\u00fcnf bis sechs Wochen und kann bei Bedarf verl\u00e4ngert werden.<\/p>\n  <\/section>\n\n  <!-- ============ Special situations (menu of collapsibles) ============ -->\n  <section class=\"sd-section\">\n    <h2>Besondere Lebenslagen bei schweren Depressionen<\/h2>\n    <p>Manche Formen der Depression werden leicht \u00fcbersehen, weil sie nicht dem g\u00e4ngigen Bild entsprechen.<\/p>\n\n    <div class=\"sd-menu\">\n      <details class=\"sd-panel\">\n        <summary>\n          <h3><svg class=\"sd-chev\" viewBox=\"0 0 24 24\" fill=\"none\" stroke=\"currentColor\" stroke-width=\"2\" stroke-linecap=\"round\" stroke-linejoin=\"round\"><path d=\"M9 6l6 6-6 6\"\/><\/svg>Bei M\u00e4nnern<\/h3>\n        <\/summary>\n        <div class=\"sd-body\">\n          <p>Bei M\u00e4nnern zeigen sich depressive Symptome oft mit anderen Anzeichen als erwartet: mit Gereiztheit, Wut, riskantem Verhalten oder vermehrtem Alkoholkonsum statt mit sichtbarer Traurigkeit. Diese Form wird h\u00e4ufiger \u00fcbersehen, auch von \u00c4rzten, und das ist einer der Gr\u00fcnde, warum M\u00e4nner seltener die Diagnose erhalten, aber deutlich h\u00e4ufiger durch Suizid sterben. Wer beim Partner, Sohn oder Vater eine solche Ver\u00e4nderung bemerkt, sollte sie ernst nehmen, auch wenn sie zun\u00e4chst nicht wie eine Krankheit wirkt.<\/p>\n        <\/div>\n      <\/details>\n\n      <details class=\"sd-panel\">\n        <summary>\n          <h3><svg class=\"sd-chev\" viewBox=\"0 0 24 24\" fill=\"none\" stroke=\"currentColor\" stroke-width=\"2\" stroke-linecap=\"round\" stroke-linejoin=\"round\"><path d=\"M9 6l6 6-6 6\"\/><\/svg>Im h\u00f6heren Alter<\/h3>\n        <\/summary>\n        <div class=\"sd-body\">\n          <p>K\u00f6rperliche Beschwerden stehen im Alter oft im Vordergrund, offen gezeigte Niedergeschlagenheit dagegen seltener. Ged\u00e4chtnis- und Konzentrationsprobleme k\u00f6nnen dabei einer beginnenden Demenz \u00e4hneln, sind aber h\u00e4ufig Folge der Depression und bessern sich mit deren Behandlung. Eine Altersdepression wird oft als normale Begleiterscheinung des \u00c4lterwerdens abgetan und bleibt deshalb unbehandelt. Das ist sie nicht, und sie ist behandelbar.<\/p>\n        <\/div>\n      <\/details>\n\n      <details class=\"sd-panel\">\n        <summary>\n          <h3><svg class=\"sd-chev\" viewBox=\"0 0 24 24\" fill=\"none\" stroke=\"currentColor\" stroke-width=\"2\" stroke-linecap=\"round\" stroke-linejoin=\"round\"><path d=\"M9 6l6 6-6 6\"\/><\/svg>In der Schwangerschaft und nach der Geburt<\/h3>\n        <\/summary>\n        <div class=\"sd-body\">\n          <p>Aus Scham verschwiegen werden h\u00e4ufig Depressionen rund um die Geburt, die etwas anderes sind als der vor\u00fcbergehende Babyblues in den ersten Tagen. Eine schwere Form, besonders mit Gedanken, sich oder dem Kind etwas anzutun, ist ein Notfall und braucht sofort Hilfe. F\u00fcr die Behandlung in der Klinik gibt es spezielle Mutter-Kind-Einheiten, in denen das Kind mit aufgenommen werden kann. Davon zu unterscheiden ist die Mutter-Kind-Kur, eine Vorsorge- oder Reha-Ma\u00dfnahme f\u00fcr ersch\u00f6pfte M\u00fctter, die nicht f\u00fcr die Akutbehandlung einer schweren Depression gedacht ist.<\/p>\n        <\/div>\n      <\/details>\n\n      <details class=\"sd-panel\">\n        <summary>\n          <h3><svg class=\"sd-chev\" viewBox=\"0 0 24 24\" fill=\"none\" stroke=\"currentColor\" stroke-width=\"2\" stroke-linecap=\"round\" stroke-linejoin=\"round\"><path d=\"M9 6l6 6-6 6\"\/><\/svg>Wenn es fr\u00fcher auff\u00e4llig gute Phasen gab<\/h3>\n        <\/summary>\n        <div class=\"sd-body\">\n          <p>Eine depressive Episode kann auch Teil einer bipolaren St\u00f6rung sein. Das ist wichtig, weil dann andere Medikamente infrage kommen und Antidepressiva allein sogar schaden k\u00f6nnen. Wer in der Vergangenheit Phasen mit ungew\u00f6hnlich gehobener oder gereizter Stimmung, vermindertem Schlafbed\u00fcrfnis und stark gesteigerter Aktivit\u00e4t hatte, kann das im \u00e4rztlichen Gespr\u00e4ch erw\u00e4hnen, auch wenn diese Phasen damals nicht als Problem erschienen.<\/p>\n        <\/div>\n      <\/details>\n    <\/div>\n  <\/section>\n\n  <!-- ============ After the acute phase ============ -->\n  <section class=\"sd-section\">\n    <h2>Nach der akuten Phase: stabil bleiben und R\u00fcckf\u00e4lle vermeiden<\/h2>\n    <p>Wenn die akute Phase \u00fcberstanden ist, ist die Behandlung nicht zu Ende. Depressionen k\u00f6nnen wiederkehren, und das Risiko steigt mit jeder weiteren depressiven Episode. Deshalb wird empfohlen, die Behandlung nach der Besserung noch eine Zeit lang fortzuf\u00fchren, auch wenn man sich schon wieder stabiler f\u00fchlt. Diese Erhaltungstherapie senkt das R\u00fcckfallrisiko deutlich.<\/p>\n    <p>Hier hat die psychosomatische Reha ihren Platz. Sie ist nicht die erste Antwort auf eine akute Krise, aber sie kann nach der Stabilisierung viel bewirken: einen geregelten Tagesablauf zur\u00fcckgeben, die Belastbarkeit aufbauen, den \u00dcbergang zur\u00fcck in Beruf und Alltag begleiten und R\u00fcckf\u00e4llen vorbeugen. Dass das wirkt, zeigen die Zahlen der Rentenversicherung: Zwei Jahre nach einer Reha wegen einer psychischen Erkrankung bezieht nur rund jeder Siebte eine Erwerbsminderungs- oder Altersrente. F\u00fcr viele Menschen erm\u00f6glicht eine Reha also, im Arbeitsleben zu bleiben, und sie beugt einer chronischen Depression vor.<\/p>\n    <p>Das zeigt auch, warum es sich lohnt, eine Depression ernst zu nehmen. Sie ist eine der h\u00e4ufigsten Ursachen f\u00fcr eine vorzeitige Berentung in Deutschland. Je fr\u00fcher und konsequenter sich eine Depression behandeln l\u00e4sst, desto besser sind die Aussichten.<\/p>\n\n    <details class=\"sd-panel\">\n      <summary>\n        <h3><svg class=\"sd-chev\" viewBox=\"0 0 24 24\" fill=\"none\" stroke=\"currentColor\" stroke-width=\"2\" stroke-linecap=\"round\" stroke-linejoin=\"round\"><path d=\"M9 6l6 6-6 6\"\/><\/svg>Ambulante Psychotherapie nach der Klinik<\/h3>\n      <\/summary>\n      <div class=\"sd-body\">\n        <p>Planen Sie die Nachsorge fr\u00fch. Sobald sich die gr\u00f6\u00dfte Not gelegt hat, der Klinikaufenthalt planbar wird und das Medikament zu wirken beginnt, k\u00fcmmern Sie sich um eine ambulante Psychotherapie, die m\u00f6glichst nahtlos anschlie\u00dft. Die Wartezeiten sind oft lang. Nach der Klinik kaum noch professionelle Unterst\u00fctzung zu bekommen, kann ein Kulturschock sein und der nachhaltigen Wirkung des Klinikaufenthalts erheblich schaden.<\/p>\n        <p>Machen Sie es am besten selbst, aber es kann auch erstmal ein Angeh\u00f6riger \u00fcbernehmen. Kontaktieren Sie einige Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten in Ihrer N\u00e4he. Sie erreichen wahrscheinlich erst einmal niemanden direkt, das ist okay: Fast alle nennen ihre telefonischen Sprechzeiten auf dem Anrufbeantworter. Notieren Sie sich diese oft kurzen Zeitfenster und rufen Sie in den folgenden Tagen zu einem direkten Gespr\u00e4ch an.<\/p>\n        <p>Achten Sie darauf, wie es Ihnen im Gespr\u00e4ch geht. Bei einem guten Gef\u00fchl melden Sie das zur\u00fcck: Das Gespr\u00e4ch hat mir gefallen, ich f\u00fchlte mich verstanden. Das stellt schnell eine Beziehung her. Fragen Sie, ob sie sich in den n\u00e4chsten Wochen noch einmal melden k\u00f6nnen. Es werden immer Therapiepl\u00e4tze frei.<\/p>\n      <\/div>\n    <\/details>\n\n    <p>Lesen Sie hier meinen Artikel: <a href=\"https:\/\/onlinepsychologehaegermann.com\/wie-finde-ich-einen-psychotherapeuten\/\">Wie finde ich einen Psychotherapeuten?<\/a><\/p>\n  <\/section>\n\n  <!-- ============ For relatives (collapsed) ============ -->\n  <section class=\"sd-section\" style=\"margin-top:1.8em;\">\n    <details class=\"sd-panel\" style=\"border-top:1px solid var(--rule);\">\n      <summary>\n        <h2><svg class=\"sd-chev\" viewBox=\"0 0 24 24\" fill=\"none\" stroke=\"currentColor\" stroke-width=\"2\" stroke-linecap=\"round\" stroke-linejoin=\"round\"><path d=\"M9 6l6 6-6 6\"\/><\/svg>F\u00fcr Angeh\u00f6rige: wie Sie helfen k\u00f6nnen<\/h2>\n      <\/summary>\n      <div class=\"sd-body\">\n        <p>Wer einen Menschen mit einer schweren Depression begleitet, tr\u00e4gt viel und f\u00fchlt sich oft hilflos. Sie m\u00fcssen die Krankheit nicht heilen. Aber es gibt mehrere Ebenen, auf denen Ihre Unterst\u00fctzung etwas bewirkt.<\/p>\n\n        <h4>Ernst nehmen und ansprechen<\/h4>\n        <p>S\u00e4tze wie \u201erei\u00df dich zusammen\" oder \u201eanderen geht es doch auch nicht gut\" helfen nicht, auch wenn sie gut gemeint sind. Eine Depression ist keine Frage des Willens. Hilfreicher ist, ruhig zuzuh\u00f6ren, ohne sofort L\u00f6sungen anzubieten, und die Beschwerden so stehen zu lassen, wie sie geschildert werden, auch wenn sie \u00fcbertrieben oder unverst\u00e4ndlich wirken. Fragen nach Suizidgedanken sind dabei nicht gef\u00e4hrlich, sondern wichtig.<\/p>\n\n        <h4>Bei der Behandlung begleiten<\/h4>\n        <p>Viele praktische Dinge fallen in einer schweren Depression schwer, gerade weil schon das Aufstehen oder ein Telefonanruf Kraft kosten kann, die kaum noch da ist. Sie k\u00f6nnen bei der Suche nach einer \u00c4rztin oder einem Therapieplatz helfen und zu Terminen begleiten. Beim Ausf\u00fcllen von Antr\u00e4gen ist praktische Unterst\u00fctzung oft willkommen, ebenso eine echte Entlastung im Alltag, ein erledigter Einkauf, eine \u00fcbernommene Aufgabe im Haushalt.<\/p>\n\n        <h4>Auf Warnzeichen achten<\/h4>\n        <p>Achten Sie auf deutliche Verschlechterungen, auf R\u00fcckzug, auf Aussagen wie \u201eich kann nicht mehr\" oder \u201ees hat keinen Sinn\", und auf das Verschenken wichtiger Dinge. Besondere Aufmerksamkeit verdient eine auff\u00e4llige Ruhe nach gro\u00dfer Verzweiflung: Sie kann bedeuten, dass jemand einen Entschluss gefasst hat und sich dadurch vor\u00fcbergehend erleichtert f\u00fchlt. Solche Zeichen geh\u00f6ren ernst genommen. Im Zweifel ist es besser, Hilfe zu holen, auch wenn sich die Situation im Nachhinein als weniger akut herausstellt.<\/p>\n\n        <h4>Auf sich selbst achten<\/h4>\n        <p>Die Begleitung eines kranken Menschen zehrt an den eigenen Kr\u00e4ften. Auch Ihre Ersch\u00f6pfung verdient Beachtung, nicht nur die des erkrankten Menschen. F\u00fcr Angeh\u00f6rige gibt es eigene Beratungsangebote, zum Beispiel das SeeleFon unter <a href=\"tel:022871002424\">0228 710 024 24<\/a>, werktags erreichbar, mit l\u00e4ngeren Zeiten am Nachmittag.<\/p>\n        <p>Scheuen Sie sich nicht, diese Angebote auch f\u00fcr sich selbst zu nutzen. Wer als Angeh\u00f6riger selbst Unterst\u00fctzung bekommt, h\u00e4lt die Belastung \u00fcber l\u00e4ngere Zeit besser aus.<\/p>\n      <\/div>\n    <\/details>\n  <\/section>\n\n  <!-- ============ FAQ (accordion) ============ -->\n  <section class=\"sd-section\">\n    <h2>H\u00e4ufige Fragen<\/h2>\n    <div class=\"sd-menu\">\n\n      <details class=\"sd-panel sd-q\">\n        <summary><h3><svg class=\"sd-chev\" viewBox=\"0 0 24 24\" fill=\"none\" stroke=\"currentColor\" stroke-width=\"2\" stroke-linecap=\"round\" stroke-linejoin=\"round\"><path d=\"M9 6l6 6-6 6\"\/><\/svg>Ab wann sollte man in eine Klinik?<\/h3><\/summary>\n        <div class=\"sd-body\"><p>Eine Klinik ist vor allem dann der richtige Ort, wenn akute Gefahr besteht, etwa bei Suizidgedanken mit Handlungsdruck, bei psychotischen Symptomen oder wenn die Versorgung zu Hause nicht mehr m\u00f6glich ist. Auch wenn eine ambulante Behandlung nicht ausreicht oder Medikamente engmaschig eingestellt werden m\u00fcssen, kann eine station\u00e4re Behandlung sinnvoll sein. Bei akuter Gefahr z\u00e4hlt jede Minute: Gehen Sie direkt in die Notaufnahme oder rufen Sie den Notruf, ohne auf einen Termin zu warten.<\/p><\/div>\n      <\/details>\n\n      <details class=\"sd-panel sd-q\">\n        <summary><h3><svg class=\"sd-chev\" viewBox=\"0 0 24 24\" fill=\"none\" stroke=\"currentColor\" stroke-width=\"2\" stroke-linecap=\"round\" stroke-linejoin=\"round\"><path d=\"M9 6l6 6-6 6\"\/><\/svg>Wie lange dauern schwere Depressionen?<\/h3><\/summary>\n        <div class=\"sd-body\"><p>Das ist sehr unterschiedlich. Mit Behandlung bessern sich die Beschwerden bei vielen Menschen innerhalb einiger Monate deutlich, auch wenn nicht immer alle Symptome vollst\u00e4ndig verschwinden. Langzeitstudien zeigen ein gemischtes Bild: Ein Teil der Betroffenen wird beschwerdefrei und bleibt es, ein gr\u00f6\u00dferer Teil bewegt sich \u00fcber Jahre zwischen guten und schlechteren Phasen, und bei einigen bleibt die Erkrankung trotz Behandlung bestehen. Gerade weil der Verlauf so unterschiedlich ist, lohnt sich eine konsequente Nachsorge auch dann, wenn es einem schon deutlich besser geht.<\/p><\/div>\n      <\/details>\n\n      <details class=\"sd-panel sd-q\">\n        <summary><h3><svg class=\"sd-chev\" viewBox=\"0 0 24 24\" fill=\"none\" stroke=\"currentColor\" stroke-width=\"2\" stroke-linecap=\"round\" stroke-linejoin=\"round\"><path d=\"M9 6l6 6-6 6\"\/><\/svg>Machen Antidepressiva abh\u00e4ngig?<\/h3><\/summary>\n        <div class=\"sd-body\"><p>Nein. Antidepressiva machen nicht abh\u00e4ngig. Ein abruptes Absetzen ohne \u00e4rztliche R\u00fccksprache kann allerdings zu unangenehmen Absetzbeschwerden f\u00fchren.<\/p>\n        <p>Sprechen Sie Ver\u00e4nderungen der Medikation immer mit Ihrer behandelnden \u00c4rztin oder Ihrem behandelnden Arzt ab, und reduzieren Sie die Dosis nie eigenm\u00e4chtig.<\/p><\/div>\n      <\/details>\n\n      <details class=\"sd-panel sd-q\">\n        <summary><h3><svg class=\"sd-chev\" viewBox=\"0 0 24 24\" fill=\"none\" stroke=\"currentColor\" stroke-width=\"2\" stroke-linecap=\"round\" stroke-linejoin=\"round\"><path d=\"M9 6l6 6-6 6\"\/><\/svg>K\u00f6nnen Apps auf Rezept (DiGA) helfen?<\/h3><\/summary>\n        <div class=\"sd-body\"><p>Es gibt gepr\u00fcfte digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA), die von \u00c4rztinnen, \u00c4rzten und Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten verordnet und von der Krankenkasse bezahlt werden. Bei leichten Depressionen k\u00f6nnen sie f\u00fcr sich genommen helfen, bei mittelschweren und schweren nur erg\u00e4nzend und mit fachlicher Begleitung. Eine DiGA ersetzt bei einer schweren Depression keine Therapie und ist kein Mittel f\u00fcr den Notfall.<\/p>\n        <p>Nutzen Sie DiGA daher als zus\u00e4tzliche Unterst\u00fctzung im Rahmen einer Behandlung, nicht als alleinige Ma\u00dfnahme bei ausgepr\u00e4gten Beschwerden oder akuter Krise.<\/p><\/div>\n      <\/details>\n\n      <details class=\"sd-panel sd-q\">\n        <summary><h3><svg class=\"sd-chev\" viewBox=\"0 0 24 24\" fill=\"none\" stroke=\"currentColor\" stroke-width=\"2\" stroke-linecap=\"round\" stroke-linejoin=\"round\"><path d=\"M9 6l6 6-6 6\"\/><\/svg>Hilft Johanniskraut?<\/h3><\/summary>\n        <div class=\"sd-body\"><p>Nein. Johanniskraut wird nur bei leichten und mittelgradigen Depressionen als Versuch erwogen, f\u00fcr schwere oder chronische Verl\u00e4ufe ist es nicht geeignet. Es kann au\u00dferdem die Wirkung anderer Medikamente beeinflussen, etwa der Antibabypille oder von Blutverd\u00fcnnern. Nehmen Sie es deshalb nicht ohne \u00e4rztliche R\u00fccksprache ein.<\/p><\/div>\n      <\/details>\n\n      <details class=\"sd-panel sd-q\">\n        <summary><h3><svg class=\"sd-chev\" viewBox=\"0 0 24 24\" fill=\"none\" stroke=\"currentColor\" stroke-width=\"2\" stroke-linecap=\"round\" stroke-linejoin=\"round\"><path d=\"M9 6l6 6-6 6\"\/><\/svg>Was ist mit Lichttherapie und Schlafentzugstherapie?<\/h3><\/summary>\n        <div class=\"sd-body\"><p>Beides sind erg\u00e4nzende Verfahren. Die Lichttherapie hilft vor allem bei Depressionen mit jahreszeitlichem Muster. Die Schlafentzugs- oder Wachtherapie ist das einzige nichtmedikament\u00f6se Verfahren mit sofortiger Wirkung, allerdings h\u00e4lt die Wirkung meist nur kurz an. Sie wird deshalb in der Klinik unter Aufsicht durchgef\u00fchrt, auch weil sie in Eigenregie eine manische Phase ausl\u00f6sen kann. F\u00fcr sich allein behandeln diese Verfahren eine ausgepr\u00e4gte Depression nicht.<\/p><\/div>\n      <\/details>\n\n      <details class=\"sd-panel sd-q\">\n        <summary><h3><svg class=\"sd-chev\" viewBox=\"0 0 24 24\" fill=\"none\" stroke=\"currentColor\" stroke-width=\"2\" stroke-linecap=\"round\" stroke-linejoin=\"round\"><path d=\"M9 6l6 6-6 6\"\/><\/svg>Helfen Sport und Selbsthilfe?<\/h3><\/summary>\n        <div class=\"sd-body\"><p>Bewegung, ein geregelter Tagesablauf, guter Schlaf und der Austausch in Selbsthilfegruppen k\u00f6nnen eine Behandlung sinnvoll unterst\u00fctzen. Bei einer schweren Depression ersetzen sie die eigentliche Behandlung aber nicht. Gerade wenn der Antrieb fehlt, z\u00e4hlt schon ein einzelner kleiner Schritt, ein kurzer Spaziergang, eine feste Aufstehzeit, mehr als der Anspruch, gleich alles zu schaffen.<\/p><\/div>\n      <\/details>\n\n      <details class=\"sd-panel sd-q\">\n        <summary><h3><svg class=\"sd-chev\" viewBox=\"0 0 24 24\" fill=\"none\" stroke=\"currentColor\" stroke-width=\"2\" stroke-linecap=\"round\" stroke-linejoin=\"round\"><path d=\"M9 6l6 6-6 6\"\/><\/svg>Was ist der Unterschied zwischen Verhaltenstherapie und tiefenpsychologischer Therapie?<\/h3><\/summary>\n        <div class=\"sd-body\"><p>Die Verhaltenstherapie arbeitet eher an aktuellen Denk- und Verhaltensmustern und am Wiederaufbau von Aktivit\u00e4t. Die tiefenpsychologisch fundierte und die analytische Therapie schauen st\u00e4rker auf zugrunde liegende Konflikte, Beziehungserfahrungen und unbewusste Muster. F\u00fcr die Depression sind verhaltenstherapeutische Verfahren am umfangreichsten untersucht, was aber mehr \u00fcber den Forschungsbetrieb aussagt als \u00fcber die Wirksamkeit im Einzelfall. Beide Richtungen sind anerkannt und werden von den Krankenkassen bezahlt.<\/p><\/div>\n      <\/details>\n\n      <details class=\"sd-panel sd-q\">\n        <summary><h3><svg class=\"sd-chev\" viewBox=\"0 0 24 24\" fill=\"none\" stroke=\"currentColor\" stroke-width=\"2\" stroke-linecap=\"round\" stroke-linejoin=\"round\"><path d=\"M9 6l6 6-6 6\"\/><\/svg>Was kann ich bei einer langen Wartezeit auf einen Therapieplatz tun?<\/h3><\/summary>\n        <div class=\"sd-body\"><p>Wartezeiten auf einen ambulanten Therapieplatz sind leider h\u00e4ufig. Erste Anlaufstellen sind die Haus\u00e4rztin oder der Hausarzt und die Terminservicestelle unter <a href=\"tel:116117\">116 117<\/a>. Reicht das bei st\u00e4rkerer Belastung nicht aus, hilft die psychiatrische Institutsambulanz weiter. Bei akuter Not gelten die Nummern aus dem Hilfekasten. Eine gepr\u00fcfte App auf Rezept kann eine Wartezeit \u00fcberbr\u00fccken, ersetzt aber keine Behandlung.<\/p><\/div>\n      <\/details>\n\n      <details class=\"sd-panel sd-q\">\n        <summary><h3><svg class=\"sd-chev\" viewBox=\"0 0 24 24\" fill=\"none\" stroke=\"currentColor\" stroke-width=\"2\" stroke-linecap=\"round\" stroke-linejoin=\"round\"><path d=\"M9 6l6 6-6 6\"\/><\/svg>Bekomme ich einen Grad der Behinderung?<\/h3><\/summary>\n        <div class=\"sd-body\"><p>Eine schwere oder l\u00e4nger andauernde Depression kann zu einem anerkannten Grad der Behinderung f\u00fchren. Das h\u00e4ngt vom Ausma\u00df der Beeintr\u00e4chtigung ab und wird im Einzelfall beim Versorgungsamt gepr\u00fcft, nicht von der Diagnose allein. Die behandelnden \u00c4rztinnen und \u00c4rzte k\u00f6nnen Sie dabei unterst\u00fctzen, am wirkungsvollsten mit einer konkreten Beschreibung dessen, was im Alltag nicht mehr m\u00f6glich ist.<\/p><\/div>\n      <\/details>\n\n      <details class=\"sd-panel sd-q\">\n        <summary><h3><svg class=\"sd-chev\" viewBox=\"0 0 24 24\" fill=\"none\" stroke=\"currentColor\" stroke-width=\"2\" stroke-linecap=\"round\" stroke-linejoin=\"round\"><path d=\"M9 6l6 6-6 6\"\/><\/svg>Kann eine Depression zur Erwerbsminderungsrente f\u00fchren?<\/h3><\/summary>\n        <div class=\"sd-body\"><p>Ja. Psychische Erkrankungen sind die h\u00e4ufigste Ursache f\u00fcr eine Erwerbsminderungsrente in Deutschland, und depressive St\u00f6rungen stehen dabei an erster Stelle. Entscheidend ist nicht die Diagnose allein, sondern wie stark die Erkrankung die Arbeitsf\u00e4higkeit einschr\u00e4nkt. Bevor eine Rente in Betracht kommt, stehen aber die Behandlung und die Reha im Vordergrund, nach dem Grundsatz Reha vor Rente.<\/p><\/div>\n      <\/details>\n\n    <\/div>\n  <\/section>\n\n  <!-- ============ Resources (always visible) ============ -->\n  <section class=\"sd-resources\">\n    <h2>Hilfe und Anlaufstellen<\/h2>\n    <ul class=\"sd-list\">\n      <li>Akute Lebensgefahr: <a href=\"tel:112\">112<\/a><\/li>\n      <li>TelefonSeelsorge: <a href=\"tel:08001110111\">0800 111 0 111<\/a>, <a href=\"tel:08001110222\">0800 111 0 222<\/a> oder <a href=\"tel:116123\">116 123<\/a>, kostenlos und anonym, rund um die Uhr, auch per Chat und Mail \u00fcber <a href=\"https:\/\/www.telefonseelsorge.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">telefonseelsorge.de<\/a><\/li>\n      <li>Info-Telefon Depression der Stiftung Deutsche Depressionshilfe: <a href=\"tel:08003344533\">0800 33 44 533<\/a><\/li>\n      <li>\u00c4rztlicher Bereitschaftsdienst: <a href=\"tel:116117\">116 117<\/a><\/li>\n      <li>Krisenchat per Nachricht: <a href=\"https:\/\/krisenchat.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">krisenchat.de<\/a>, rund um die Uhr<\/li>\n      <li>F\u00fcr Angeh\u00f6rige: SeeleFon, <a href=\"tel:022871002424\">0228 710 024 24<\/a><\/li>\n      <li>Regionale Krisendienste finden Sie \u00fcber die Stiftung Deutsche Depressionshilfe<\/li>\n    <\/ul>\n    <p class=\"sd-disclaimer\">Dieser Text informiert und ersetzt keine \u00e4rztliche oder psychotherapeutische Beratung. Bei einer schweren Depression z\u00e4hlt die pers\u00f6nliche Einsch\u00e4tzung durch eine \u00c4rztin, einen Arzt oder eine Psychotherapeutin oder einen Psychotherapeuten, nicht das, was hier allgemein beschrieben werden kann.<\/p>\n  <\/section>\n\n  <!-- ============ Sources ============ -->\n  <section class=\"sd-sources\">\n    <h2>Quellen<\/h2>\n    <ul class=\"sd-list\">\n      <li>Nationale VersorgungsLeitlinie Unipolare Depression, Version 3.2, AWMF\/\u00c4ZQ\/DGPPN, <a href=\"https:\/\/www.leitlinien.de\/themen\/depression\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.leitlinien.de\/themen\/depression<\/a><\/li>\n      <li>BfArM: ICD-10-GM Version 2026, Affektive St\u00f6rungen F30-F39, <a href=\"https:\/\/klassifikationen.bfarm.de\/icd-10-gm\/kode-suche\/htmlgm2026\/block-f30-f39.htm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/klassifikationen.bfarm.de\/icd-10-gm\/kode-suche\/htmlgm2026\/block-f30-f39.htm<\/a><\/li>\n      <li>IQWiG \/ gesundheitsinformation.de: Depression und Behandlungsm\u00f6glichkeiten, <a href=\"https:\/\/www.gesundheitsinformation.de\/depression.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.gesundheitsinformation.de\/depression.html<\/a><\/li>\n      <li>Stiftung Deutsche Depressionshilfe und Suizidpr\u00e4vention: Wegweiser zur Hilfe, <a href=\"https:\/\/www.deutsche-depressionshilfe.de\/hilfe\/wegweiser-zur-hilfe\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.deutsche-depressionshilfe.de\/hilfe\/wegweiser-zur-hilfe<\/a><\/li>\n      <li>Deutsche Rentenversicherung: Psychosomatische Rehabilitation, <a href=\"https:\/\/www.deutsche-rentenversicherung.de\/DRV\/DE\/Reha\/Medizinische-Reha\/medizinische-reha_node.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.deutsche-rentenversicherung.de\/DRV\/DE\/Reha\/Medizinische-Reha\/medizinische-reha_node.html<\/a><\/li>\n      <li>Gemeinsamer Bundesausschuss: Psychotherapie-Richtlinie, <a href=\"https:\/\/www.g-ba.de\/richtlinien\/20\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.g-ba.de\/richtlinien\/20\/<\/a><\/li>\n      <li>DGPPN: Stellungnahme zu Indikationen der Elektrokonvulsionstherapie, 2022, <a href=\"https:\/\/www.dgppn.de\/_Resources\/Persistent\/9cd2c06b085a4fa3315f5a68b27a832b7309d34a\/2022-07-04_DGPPN-Stellungnahme_EKT_FIN.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.dgppn.de\/_Resources\/Persistent\/9cd2c06b085a4fa3315f5a68b27a832b7309d34a\/2022-07-04_DGPPN-Stellungnahme_EKT_FIN.pdf<\/a><\/li>\n    <\/ul>\n  <\/section>\n\n  \n<\/article>\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":50,"featured_media":4814,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[329,245,328],"tags":[120,121],"class_list":["post-4809","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-depressionen","category-psychische-krankheiten","category-psychosomatische-erkrankungen","tag-depression","tag-depressionen"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.6 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Schwere Depression: Symptome, Behandlung und Reha<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"Sie erfahren, woran Sie eine schwere Depression erkennen, welche Behandlung hilft und wie der Weg in Klinik oder Reha gelingt.\" \/>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.kurkliniken.de\/blog\/schwere-depression.html\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Schwere Depression: Symptome, Behandlung und Reha\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Sie erfahren, woran Sie eine schwere Depression erkennen, welche Behandlung hilft und wie der Weg in Klinik oder Reha gelingt.\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/www.kurkliniken.de\/blog\/schwere-depression.html\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"Kurkliniken.de\" \/>\n<meta property=\"article:publisher\" content=\"https:\/\/de-de.facebook.com\/rehacafe\" \/>\n<meta property=\"article:published_time\" content=\"2026-06-25T05:54:26+00:00\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2026-06-26T16:04:15+00:00\" \/>\n<meta property=\"og:image\" content=\"https:\/\/www.kurkliniken.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/psychotherapie.jpg\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:width\" content=\"800\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:height\" content=\"533\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:type\" content=\"image\/jpeg\" \/>\n<meta name=\"author\" content=\"Dipl.-Psych. 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