{"id":655,"date":"2017-09-02T18:27:06","date_gmt":"2017-09-02T16:27:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.kurkliniken.de\/blog\/?p=655"},"modified":"2024-09-04T17:31:56","modified_gmt":"2024-09-04T15:31:56","slug":"was-sie-beim-wechsel-in-die-private-krankenversicherung-beachten-sollten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kurkliniken.de\/blog\/was-sie-beim-wechsel-in-die-private-krankenversicherung-beachten-sollten.html","title":{"rendered":"Was Sie beim Wechsel in die private Krankenversicherung beachten sollten"},"content":{"rendered":"<p><strong>Es war zu Beginn des Jahres 2017 ein regelrechter Schock f\u00fcr viele Privatversicherte: Im Briefkasten lag die Mitteilung \u00fcber steigende Beitr\u00e4ge der jeweiligen Versicherer. Bis zu 49,6 Prozent stiegen die Preise f\u00fcr manche Kunden. Das kann schon mal ein Plus von bis zu 1.000 Euro pro Jahr bedeuten.<\/strong><\/p>\n<div id=\"attachment_657\" style=\"width: 1010px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.kurkliniken.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Geldbeutel-wird-mit-Stethospok-abgeho\u0308rt.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-657\" class=\"size-full wp-image-657\" src=\"https:\/\/www.kurkliniken.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Geldbeutel-wird-mit-Stethospok-abgeho\u0308rt.jpg\" alt=\"Operation beendet, Patient arm. Wer versichert ist, minimiert dieses Risiko.\" width=\"1000\" height=\"662\" srcset=\"https:\/\/www.kurkliniken.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Geldbeutel-wird-mit-Stethospok-abgeho\u0308rt.jpg 1000w, https:\/\/www.kurkliniken.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Geldbeutel-wird-mit-Stethospok-abgeho\u0308rt-544x360.jpg 544w, https:\/\/www.kurkliniken.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Geldbeutel-wird-mit-Stethospok-abgeho\u0308rt-768x508.jpg 768w, https:\/\/www.kurkliniken.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Geldbeutel-wird-mit-Stethospok-abgeho\u0308rt-725x480.jpg 725w, https:\/\/www.kurkliniken.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Geldbeutel-wird-mit-Stethospok-abgeho\u0308rt-810x536.jpg 810w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-657\" class=\"wp-caption-text\">\u00c4rztliche Leistungen k\u00f6nnen ins Geld gehen: Am g\u00fcnstigsten sind die Leistungen in der gesetzlichen Versicherung abgedeckt. Mehr Leistungen gibt\u2019s jedoch bei den Privaten. Quelle: Gajus \u2013 130138823 \/ Shutterstock.com<\/p><\/div>\n<p>Privatversicherte haben es gut: Sie genie\u00dfen im Krankenhaus die Chefarztbehandlung, liegen maximal auf einem Zweibettzimmer und bekommen h\u00f6here Leistungen. Daf\u00fcr bezahlen sie aber auch einen hohen Preis. Im wahrsten Sinne des Wortes, denn im Gegensatz zu gesetzlich Versicherten, gilt f\u00fcr Privatpatienten das Kostenerstattungsprinzip. Das hei\u00dft, dass Arztrechnungen in der Regel erst einmal aus eigener Tasche beglichen werden m\u00fcssen. Erst im Anschluss gibt es von der Versicherung das ausgelegte Geld zur\u00fcck.<\/p>\n<h3><strong>Absicherung im Baukastenprinzip<\/strong><\/h3>\n<p>Privatversicherte k\u00f6nnen ihren Schutz so definieren, wie sie ihn haben wollen. Dabei kann jeder seine Schwerpunkte setzen. Mehr Kostenerstattung bei der Brille, daf\u00fcr geben sich viele auch mit einem Mehrbettzimmer im Krankenhaus zufrieden. Baukastenprinzip nennt man das. Und das kann durchaus Vorteile haben: Die Beitr\u00e4ge werden so optimiert und g\u00e4nzlich auf die betreffende Person angepasst.<\/p>\n<h3><strong>Privat geht auch f\u00fcr gesetzlich Versicherte<\/strong><\/h3>\n<p>Wer gerne den Schutz einer privaten Versicherung genie\u00dfen m\u00f6chte, aber dennoch in der gesetzlichen Versicherung bleiben will, sollte \u00fcber eine Krankenzusatzversicherung nachdenken. Der Vorteil: Man profitiert von den Vorteilen eines Privatpatienten, hat aber die Sicherheit des gesetzlichen Gesundheitssystems. Auch hier gilt das Baukastenprinzip. Zus\u00e4tzlich zum bestehenden Gesundheitsschutz k\u00f6nnen Wahlleistungen erg\u00e4nzt werden.<\/p>\n<h3><strong>Voraussetzungen f\u00fcr den Eintritt in die private Krankenversicherung<\/strong><\/h3>\n<p>Selbst\u00e4ndige, Studenten, Beamte und Freiberufler k\u00f6nnen ohne Bedingungen in die private Krankenversicherung eintreten. Angestellte jedoch m\u00fcssen eine wichtige H\u00fcrde nehmen:<\/p>\n<ul>\n<li>Das Einkommen muss \u00fcber der Jahresarbeitentgeltgrenze liegen. Im Jahr 2017 muss ein Angestellter mindestens 57.600 Euro pro Jahr verdienen, um aufgenommen zu werden. Der Betrag wird von Jahr zu Jahr angehoben.<\/li>\n<\/ul>\n<h3><strong>Aufgepasst beim Vertragsabschluss<\/strong><\/h3>\n<p>Bevor man die gesetzliche Krankenversicherung k\u00fcndigt, sollte man sich beim privaten Anbieter informieren, ob dieser einen auch aufnimmt. Denn im Gegensatz zur gesetzlichen Versicherung sind die Privaten nicht verpflichtet, Mitglieder aufzunehmen. In der Regel verlangen die Privatversicherer einen Risikocheck und eine Gesundheitspr\u00fcfung. Liegen zum Beispiel Vorerkrankungen vor, l\u00e4uft man Gefahr, nur im Basistarif aufgenommen zu werden. Dieser hat gegen\u00fcber der gesetzlichen Versicherung aber keine Vorteile. M\u00f6glicherweise sind also Zusatzleistungen nicht abgedeckt. Hier lohnt es sich also, genau hinzuschauen.<\/p>\n<h3><strong>Was sind die Vorteile einer privaten Krankenversicherung?<\/strong><\/h3>\n<p>Die Versicherer werben mit optimaler medizinischer Versorgung, \u00e4rztlicher Therapiefreiheit und vollem Service. Au\u00dferdem seien einmal vereinbarte Leistungen garantiert. Freie Arztwahl ist selbstverst\u00e4ndlich, manche Privatversicherer erlauben auch den direkten Gang zum Facharzt, auch wenn keine \u00dcberweisung vom Hausarzt vorliegt. Weitere Vorteile:<\/p>\n<ul>\n<li>Unabh\u00e4ngigkeit von Staatszusch\u00fcssen<\/li>\n<li>Kostentransparenz<\/li>\n<li>Auf Wunsch keine Mehrbettzimmer im Krankenhaus<\/li>\n<li>H\u00f6here Leistungen bei Sehhilfen und Zahnersatz<\/li>\n<li>Freie Wahl der Leistungen und Absicherungen<\/li>\n<\/ul>\n<h3><strong>Nachteile einer privaten Krankenversicherung<\/strong><\/h3>\n<p>Viele Leistungen, die in der gesetzlichen Versicherung selbstverst\u00e4ndlich sind, werden von einigen Privaten nicht oder nur teilweise \u00fcbernommen. So kann es zum Beispiel Probleme bei einer Reha-Ma\u00dfnahme oder einer Haushaltshilfe geben. Au\u00dferdem steigen in der privaten Versicherung regelm\u00e4\u00dfig die Pr\u00e4mien. Gerade f\u00fcr \u00e4ltere Menschen kann das zum finanziellen Problem werden.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend in der gesetzlichen Versicherung Ehepartner und Kinder bis 25 Jahre, wenn sie keinen oder nur einen geringen Verdienst haben, beitragsfrei mitversichert sind, ist das bei der Privaten nicht Gang und G\u00e4be. Hier zahlen Familienmitglieder in der Regel extra.<\/p>\n<h3><strong>Privatversicherte \u00fcber 55 Jahre k\u00f6nnen nicht mehr zur\u00fcck in die Gesetzliche<\/strong><\/h3>\n<p>Der Wechsel in die private Krankenversicherung kann als Wechsel auf Lebenszeit gesehen werden. Denn Personen \u00fcber 55 Jahre bleibt die R\u00fcckkehr in die gesetzliche Versicherung verwehrt. Auch dann, wenn sie arbeitslos mit Anspruch auf Arbeitslosengeld oder Rentner sind. Daher raten selbst die privaten Versicherer, sich den Wechsel in reiferem Alter genau zu \u00fcberlegen. Wenn \u00fcberhaupt ein Wechsel zur\u00fcck m\u00f6glich ist, dann nur unter \u00e4u\u00dferst erschwerten Bedingungen und nur in Ausnahmef\u00e4llen.<\/p>\n<div id=\"attachment_659\" style=\"width: 937px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.kurkliniken.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Infografik-Krankenversicherungen.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-659\" class=\"size-full wp-image-659\" src=\"https:\/\/www.kurkliniken.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Infografik-Krankenversicherungen.jpeg\" alt=\"Im Vergleich geben die gesetzlichen Krankenversicherungen j\u00e4hrlich mehr Geld aus als die privaten.\" width=\"927\" height=\"1442\" srcset=\"https:\/\/www.kurkliniken.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Infografik-Krankenversicherungen.jpeg 927w, https:\/\/www.kurkliniken.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Infografik-Krankenversicherungen-231x360.jpeg 231w, https:\/\/www.kurkliniken.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Infografik-Krankenversicherungen-768x1195.jpeg 768w, https:\/\/www.kurkliniken.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Infografik-Krankenversicherungen-309x480.jpeg 309w, https:\/\/www.kurkliniken.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Infografik-Krankenversicherungen-810x1260.jpeg 810w\" sizes=\"auto, (max-width: 927px) 100vw, 927px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-659\" class=\"wp-caption-text\">Gesetzliche und private Versicherer im Vergleich. Wer wechseln will \u2013 egal wohin \u2013 muss einiges bedenken. Quelle: Eigene Darstellung<\/p><\/div>\n<h3><strong>Schlaue Alternative: Die private Zusatzversicherung<\/strong><\/h3>\n<p>Wer also auf der sicheren Seite sein m\u00f6chte, bleibt in der Gesetzlichen und sichert sich zus\u00e4tzlich privat ab. Der Vorteil: Man genie\u00dft die Absicherung der gesetzlichen Kassen und sorgt f\u00fcr weitere Eventualit\u00e4ten privat vor. So ist es beispielsweise m\u00f6glich, dass man privat eine Krankenzusatzversicherung abschlie\u00dft. Diese erm\u00f6glicht einem, dass man eben nicht auf einem Sechsbett-Zimmer im Krankenhaus liegen muss, sondern sich mit maximal einer weiteren Person das Zimmer teilt. Sollte das Krankenhaus dies nicht anbieten k\u00f6nnen, etwa weil es \u00fcberlastet ist und keine Kapazit\u00e4ten mehr frei sind, gibt es von der Zusatzversicherung Tagess\u00e4tze zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Auch bei Zahnersatz oder Sehhilfen sind diese Zusatzleistungen m\u00f6glich. So bezahlen einige Privatanbieter bis zu 100 Prozent der neuen Brille, bis zu einem gewissen H\u00f6chstsatz pro Jahr. Gleiches gilt f\u00fcr Zahnbehandlungen. Die j\u00e4hrliche professionelle Zahnreinigung wird von fast allen Privaten \u00fcbernommen. Behandlungen beim Heilpraktiker sind ebenso m\u00f6glich, ohne sie aus eigener Tasche zu zahlen.<\/p>\n<p>Die beliebtesten Zusatzversicherungen sind:<\/p>\n<ol>\n<li>Zahnzusatzversicherungen<\/li>\n<li>Auslandskrankenversicherungen<\/li>\n<li>Krankentagegeldversicherungen<\/li>\n<li>Betriebliche Krankenversicherungen<\/li>\n<\/ol>\n<h3><strong>Gleiche Preise f\u00fcr M\u00e4nner und Frauen<\/strong><\/h3>\n<p>Seit 2012 m\u00fcssen die Zusatz-Versicherer M\u00e4nner und Frauen preislich gleichbehandeln. Der Europ\u00e4ische Gerichtshof hat geurteilt, dass die bisherigen Bestimmungen gegen das Prinzip zur Gleichbehandlung zwischen Mann und Frau versto\u00dfen. Das Ergebnis: M\u00e4nner und Frauen bezahlen gleich viel. Das hei\u00dft aber auch, dass die Tarife f\u00fcr beide gleicherma\u00dfen steigen k\u00f6nnen.<\/p>\n<h3><strong>Was muss man bei einer privaten Zusatzversicherung beachten?<\/strong><\/h3>\n<p>Informieren Sie sich \u00fcber Ihren tats\u00e4chlichen Bedarf. Was genau wollen Sie absichern? Ben\u00f6tigen Sie ein Angebot, bei dem auch andere Leistungen inbegriffen sind? Wenn Sie gezielt z. B. nur die Zahngesundheit absichern wollen, sollten Sie sich nach Angeboten umschauen, die genau das absichern.<\/p>\n<p>Informieren Sie sich auch \u00fcber Erfahrungsberichte anderer Kunden. Im Internet finden Sie viele Vergleiche und Kundenmeinungen, die mitunter sehr aufschlussreich sind.<\/p>\n<p>K\u00f6nnen Sie durch einen Wechsel in eine andere Zusatzversicherung sparen? Vergleichen lohnt sich. Achten Sie aber auch darauf, dass die neue, g\u00fcnstigere Versicherung auch exakt dieselbe Leistung hat wie die alte.<\/p>\n<p>Pr\u00fcfen Sie die Wartezeiten! Bei vielen Versicherungen gilt eine gewisse Frist, bis der volle Versicherungsschutz eintritt. Ist ein l\u00fcckenloser Wechsel m\u00f6glich? Und wie verh\u00e4lt es sich mit den K\u00fcndigungsfristen? Auch hier sollten Sie genau hinschauen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es war zu Beginn des Jahres 2017 ein regelrechter Schock f\u00fcr viele Privatversicherte: Im Briefkasten lag die Mitteilung \u00fcber steigende Beitr\u00e4ge der jeweiligen Versicherer. Bis zu 49,6 Prozent stiegen die Preise f\u00fcr manche Kunden. Das kann schon mal ein Plus von bis zu 1.000 Euro pro Jahr bedeuten. 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