Wenn die Gefahr der Inkontinenz lauert – und welche Maßnahmen helfen

Beckenbodentraining

Beckenbodentraining
© Foto: undrey / Bildagentur PantherMedia

Obwohl wir Inkontinenz generell eher mit dem Älterwerden verbinden: Das Risiko besteht auch für jüngere Menschen. Das liegt nicht zuletzt daran, dass die richtigen Maßnahmen nicht rechtzeitig ergriffen werden und Probleme auftreten. In diesem Artikel widmen wir uns einmal der Frage, wie genau diese Maßnahmen aussehen und warum schon einfache Übungen einen großen Effekt entfachen.

Kontrollverlust führt zu Schamgefühl

Das Gefühl, die Kontrolle über seine Blase zu verlieren, ist wirklich kein Spaß. Betroffenen macht am meisten zu schaffen, dass es jederzeit zu unkontrolliertem Harnverlust kommen kann, was speziell in der Öffentlichkeit zu einem Schamgefühl führt. Das passiert besonders bei Anstrengungen, aber auch alltägliche Dinge wie Niesen oder Husten können den Harnabgang begünstigen. Kurzum: Wer an Inkontinenz leidet, kann sich nie sicher sein, wann und wo sich das Problem als Nächstes bemerkbar macht.

Betroffen sind übrigens nicht nur ältere Menschen, sondern auch jüngere. Einen häufigen Grund stellt eine schwächelnde Beckenbodenmuskulatur dar, die für einen stabilen Stuhlgang verantwortlich ist. Als effiziente Maßnahme empfiehlt sich regelmäßiges Training für die Beckenbodenmuskulatur. Davon profitieren aber nicht nur Betroffene, sondern auch jene, die das Problem noch eine ganze Weile von sich fernhalten möchten. Ein weiterer großer Vorteil: Beckenbodentraining lässt sich einfach in den Alltag integrieren und entfaltet schon mit wenig Aufwand eine große Wirkung.

Ernährung trägt ihren Teil bei

Die zweite große Wirkung ergibt sich wenig überraschend über die Ernährung. Immerhin hat diese direkten Einfluss darauf, wie der Körper mit der Verdauung zurechtkommt. Trotzdem sind die Ursachen eher indirekter Natur, da es keine Lebensmittel gibt, die pauschal eine Inkontinenz auslösen. Allerdings haben übermäßig fetthaltige Lebensmittel ein größeres Risiko, da sie für Übergewicht verantwortlich sind. Das wiederum führt zu einem erhöhten Druck auf die Blase, was die Inkontinenz verursacht.

Gesunde Ernährung

Gesunde Ernährung
© Foto: Jörg / Pixabay

Bei Problemen geht es hauptsächlich darum, die Gefahr durch die falsche Ernährung nicht noch weiter nach oben zu treiben. Speziell harntreibende und reizende Lebensmittel sind kontraproduktiv, da sie eine erhöhte Belastung für die Blase darstellen. Das heißt im Umkehrschluss allerdings nicht, dass man auf Flüssigkeit verzichten sollte. Immerhin sollen die Nieren nach wie vor wie gewünscht arbeiten und nicht ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen werden. Wir sehen: Das richtige Management ist ein Spagat, weshalb es abgestimmte Strategien braucht.

Jeder Körper reagiert anders

Allgemeine Aussagen darüber zu treffen, welche Nahrungsmittel bei einer Inkontinenz vorteilhaft sind und welchen es eher aus dem Weg zu gehen gilt, ist nicht ganz einfach. Schließlich reagiert jeder Körper anders, was das Problem verschärft. Betroffene sollten deshalb genau darauf achten, was ihnen hilft und womit sie die Gefahr erhöhen. Darauf aufbauend lassen sich die entsprechenden Maßnahmen ergreifen, indem bestimmte Lebensmittel weggelassen werden.

Fazit: Training und Achtsamkeit als effektivste Maßnahmen

Wenngleich Inkontinenz bevorzugt im Alter auftritt, hat das Problem oftmals mechanische Ursachen, mit denen auch jüngere Menschen zu kämpfen haben. Ein regelmäßiges Training der Beckenbodenmuskulatur trägt zur Besserung bei und hilft gleichermaßen als Präventivmaßnahme. Eine gesunde Ernährung spielt aus mehreren Gründen eine Rolle: Zum einen verhindert sie Übergewicht und damit eine Mehrbelastung für die Blase. Gleichzeitig wirken manche Lebensmittel reizend und harntreibend, was für ungewünschte Begleiterscheinungen sorgt.