In medizinischen oder pflegerischen Tätigkeiten gehören Einmalhandschuhe zum Berufsalltag. Im Klinikum, in der Arztpraxis, im Seniorenheim sowie im Wellness- und Kosmetikbereich sind sie täglich im Einsatz.
Bis vor einigen Jahren gab es für Schutzausrüstung im Allgemeinen und für Einmalhandschuhe im Speziellen nur eine begrenzte Auswahl an Produkten. Heute wird der elastische Handschutz in verschiedenen Materialien, Farben und Größen angeboten, sodass er sich an jede Hand bequem anpasst und jeder Behandlung gerecht wird. Bei der Auswahl adäquater Einmalhandschuhe sollten deshalb einige Kriterien berücksichtigt werden.

Einmalhandschuhe gibt es heute in diversen Farben, Materialien und Größen!
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Größtmögliche Hygiene mit Einmalhandschuhen
Einmalhandschuhe sind aus dem medizinischen Bereich nicht mehr wegzudenken. Sie schützen während Behandlungen und Untersuchungen sowohl Arzt und Pflegepersonal als auch die Patienten vor der Übertragung von Keimen und Infektionen. Elastische Handschuhe verhindern eine Übertragung von Krankheiten durch Viren und Bakterien. Insbesondere im Falle von hochinfektiösen Krankheiten sind sie ein absolutes Muss.
In medizinischen Gesundheitseinrichtungen werden Einmalhandschuhe indiziert, um den Träger vor Kontaminationen durch Blut, Exkreten und Sekreten zu schützen. Sie tragen dazu bei, Infektionsketten zu unterbrechen, indem sie die Freisetzung von Erregern unterbinden. Dabei ist der Schutz besonders notwendig, wenn die Erreger unempfindlich gegen Desinfektionsmittel auf Alkoholbasis sind.
Prüfmethoden und Kennzeichnungen bei Einmalhandschuhen
Die Produkte müssen nach den Vorgaben der Medizinprodukterichtlinie MDD (Major Depressive Disorder) hergestellt werden und der Norm EN 455 entsprechen. Damit wird sichergestellt, dass beim Kontakt mit Kranken der Schutz vor Übertragung gewährleistet ist.
Die Norm EN 455
Die Norm EN 455 gibt vier Kriterien vor, nach denen die Handschuhe getestet werden, bevor sie in den Handel gelangen:
- EN 455-1: Dabei werden die Einmalhandschuhe auf Dichtheit geprüft. An Stichproben wird untersucht, ob die Produkte Löcher oder andere Schäden aufweisen.
- EN 455-2: Dieser Punkt untersucht die Größen der Handschuhe und deren Reißfestigkeit, damit jedem Nutzer eine perfekt sitzende Schutzkleidung bereitgestellt werden kann.
- EN 455-3: Dieser Abschnitt betrifft die Kennzeichnungspflicht in Bezug auf Latexgehalt, chemische Inhaltsstoffe, Endotoxine und allergieauslösende Proteine.
- EN 455-4: Unter dieser Kennzeichnung sind ausführliche Informationen zum sachgemäßen Gebrauch, zur Lagerung und zur Haltbarkeitsdauer angeführt.
Die Größen von Einmalhandschuhen
Die Norm EN 455-2 bestimmt, wie reißfest und stabil Einmalhandschuhe sein müssen. Zudem definiert sie die verschiedenen Größen. Dabei wird unterschieden zwischen Handschuhen für den OP-Bereich und Handschuhen für die Pflege.
Für OP-Handschuhe
Für Handschuhe, die im OP-Saal verwendet werden, sind folgende Maße zwingend vorgeschrieben:
| Größe | Maße Einmalhandschuhe OP |
| 9 | 280 mm Länge, 114 mm +/-6 mm Breite |
| 8,5 | 280 mm Länge, 108 mm +/-6 mm Breite |
| 8 | 270 mm Länge, 102 mm +/-6 mm Breite |
| 7,5 | 270 mm Länge, 95 mm +/-5 mm Breite |
| 7 | 270 mm Länge, 89 mm +/-5 mm Breite |
| 6,5 | 260 mm Länge, 83 mm +/-5 mm Breite |
| 6 | 260 mm Länge, 77 mm +/-5 mm Breite |
| 5,5 | 250 mm Länge, 72 mm +/-4 mm Breite |
| 5 | 250 mm Länge, 67 mm +/-4 mm Breite |
Für Schutzausrüstung im Pflege- und Untersuchungsbereich
Im Pflegebereich sieht die Norm 455-2 folgende Maße vor:
| Größe | Maße Einmalhandschuhe Pflege mit Naht | Maße ohne Naht |
| Extragroß (XL) | 270 mm lang, >110 mm breit | 240 mm lang |
| Groß (L) | 270 mm lang, 110 mm +/-10 mm breit | 240 mm lang |
| Mittelgroß (M) | 270 mm lang, 95 mm +/-10 mm breit | 240 mm lang |
| Klein (S) | 270 mm lang, 80 mm +/-10 mm breit | 240 mm lang |
| Extraklein (XS) | 270 mm lang, 80 mm breit | 240 mm lang |
Welche Materialien gibt es bei Einmalhandschuhen?
Traditionelle Einmalhandschuhe aus Latex können bei Pflegepersonal und Ärzten zu Unverträglichkeiten und allergischen Reaktionen führen. Gepuderte Einmalhandschuhe sind eine Lösung, um dieses Problem zu vermeiden. Unglücklicherweise sind viele Bedienstete des medizinischen Bereichs auch gegen den Puder allergisch.
Deshalb werden inzwischen Materialien verwendet, welche diese Reaktionen verhindern sollen. So sind neben Handschuhen aus Latex auch Produkte aus Vinyl, Nitril und Polyisopren auf dem Markt. Damit kann jeder Berufstätige im medizinischen Bereich die Handschuhe auswählen, die ihm am besten zusagen.
