Medizinische Masken: Welche gibt es und wie schützen sie?

Schutzmasken im Alltag und OP

Medizinische Masken sind im Operationsaal oder bei Zahnarzthelferinnen Standard.

Ärztin mit Schutzmaske

Ärztin mit Schutzmaske – (C) Darko-Stojanovic / Pixabay

Durch die Pandemie wurden die Schutzmasken zu treuen Begleitern des Alltags, mit denen sich Menschen sicherer fühlen. Doch welche medizinischen Masken gibt es auf dem Markt und wie schützen sie?

Ein Mund-Nasen-Schutz kann in vielen Situationen hilfreich sein. In Asien läuft so gut wie jeder mit Masken durch Metropolen wie Tokio oder Shanghai, um sich vor schädlichen Umwelteinflüssen zu schützen. Sei es Smog, Feinstaub oder Viren: medizinische Masken schützen die Atemwege.

Medizinische Maske: Diesen Schutz trägt man im OP

Die blaue oder wahlweise rosa Maske nennt sich OP-Maske. Diese medizinischen Masken bestehen aus Vlies und werden in Krankenhäusern oder Pflegeeinrichtungen getragen. Doch auch im Alltag finden sie Anwendung. Wie schützen die blauen OP-Masken? Diese Mund-Nase-Bedeckung schützt in erster Linie die Umgebung des Trägers. Den Träger selbst schützen sie nur gut, wenn die Maske wirklich eng am Gesicht anliegt.

FFP2-Maske filtert Viren weg

Die weiße „schnabelartige“ Maske trägt die Abkürzung FFP2 und steht für „filtering face piece“. Das heißt, diese medizinische Maske filtert Partikel. Die 2 hat ebenfalls eine Bedeutung, denn FFP-Masken gibt es von 1-3. Je größer die Zahl, desto stärker wirkt der Schutz. Die Masken wurden für die Arbeit geschaffen, um die Lunge vor schädlichem Staub zu schützen. Im Privaten finden sie ebenfalls Anwendung. Beim Tragen einer FFP-Maske sind sowohl Träger als auch Umwelt geschützt. Für noch mehr Sicherheit und Tragekomfort gibt es die Masken auch mit Atemventil. Allerdings verringert das den Schutz für die Umwelt, da Atemluft ungefiltert nach außen dringt. Beim Kauf einer solchen Maske ist es wichtig auf das CE-Zeichen inklusive Prüfnummer zu achten. Diese Ziffer beweist, dass die medizinische Maske in der EU zertifiziert wurde. FFP2-Masken gibt es auch online zum Beispiel von Virshields zu kaufen.

Alltagsmasken sind keine medizinischen Masken

Stoffmasken bzw. sogenannte Community Masken sind keine medizinischen Masken. Sie erfüllen zwar ihren Zweck und bedecken Mund und Nase, schützen aber nicht in dem Maße wie richtige medizinische Masken. Alltagsmasken werden aus Baumwolle gefertigt und weisen bunte Muster oder einfarbige Designs auf. Die Schutzwirkung hängt von der dichte und Qualität des Stoffes ab. Doch vor Tröpfchen bei Niesen und Schnupfen schützen sie die Menschen in der Umgebung auf jeden Fall.

Jemand in Ihrer Nähe ist erkältet? Dann schicken Sie doch eine Genesungskarte. Tipps und Genesungswünsche finden Sie hier.

Gesichtsvisiere sind kein Atemschutz

Das sogenannte Face Shield schütz das Gesicht und wird auch über die Augen geklappt. Geprüft ist es als persönliche Schutzausrüstung. Ein klassischer Atemschutz für Mund und Nase liegt hier nicht vor, sondern ein Gesichts- und Augenschutz.

Medizinische Masken sind Einmalprodukte, die in Kliniken und Arztpraxen gebraucht werden. Daher sollten die Bedeckungen auch nicht zu lange am Stück oder wiederholt benutzt werden, da die Schutzfunktion sinken kann.

Masken sind ein Teil des Infektionsschutzes. Die Hygienevorschriften wie gründliches Händewaschen, Desinfizieren, Tragen von Kitteln und Einweghandschuhen sowie Abstand halten gelten sowohl im Klinikbereich für Personal als auch im Privaten, wenn Grippewellen oder andere Krankheiten vorherrschen. Besonders um Umgang mit älteren Menschen sollte verstärkt auf Infektionsschutz geachtet werden, da das Immunsystem in der Regel schwächer ist.

Print Friendly, PDF & Email