Insektenstiche

Insektenstich

von Dr. med. Mathäus Fehrenbach (Facharzt für Allgemeinmedizin, Badearzt, Naturheilverfahren)

In unseren Breitengraden handelt es sich fast ausschließlich um Bienen-, Wespen- und Mückenstiche, die zu unangenehmen Begleiterscheinungen führen. Um den Stichkanal bildet sich eine deutlich abgegrenzte Rötung und Schwellung, während der Stich selbst einen brennenden Schmerz hervorzurufen pflegt.

Bienenstich

Bienenstich - Bild-Urheber: SuperManu; Edit by Waugsberg (color correction) - Lizenz: GFDL and Creative Commons CC-BY-SA-2.5

Im normalen Verlaufsfall sind diese unangenehmen Sommerzwischenfälle Bagatellbelästigungen. Ärztlicher Beistand ist nicht notwendig.

Nur in extrem seltenen Fällen kommt es zur allergischen Reaktion, zu Unverträglichkeitserscheinungen. Die Auswirkungen sind dann dramatisch. Mit Abfallen des Blutdrucks trübt sich das Bewußtsein ein, eine fahle Blässe überzieht das Gesicht, kalter Schweiß bedeckt die Körperoberfläche, Hände und Füße werden kalt, der frequente Puls ist kaum noch zu tasten. Ein Weiten der Pupillen zeigt höchste Lebensgefahr an. Der allergische Kreislaufschock auf unverträgliche Fremdstoffe gehört zu den bedrohlichsten Krankheitsbildern der Notfallmedizin.

Bei den ersten Schockanzeichen ist nicht nur der Notarzt zu verständigen, sondern sofort – auch ohne ärztliche Anweisung – der Notarztwagen zu bestellen. Minuten können über das Leben des vom Tode Bedrohten entscheiden. Diese anaphylaktische Schockreaktion, wie sie in der Fachsprache genannt wird, richtet sich nicht nur gegen Insektengifte, auch Medikamente, Narkotika und Bakterien können bei allergischer Bereitschaft diesen verhängnisvollen Mechanismus in Gang setzen. In der Sensationspresse wird hin und wieder von einem allergischen Kreislaufschock als Folge eines Insektenstiches berichtet. Die Folge davon ist, daß besorgte Eltern meist ihre Kinder in panischer Angst zum Notarzt bringen, weil sich nach einem Bienenstich eine leichte Schwellung einstellte. Sie mögen bedenken, daß eine allergische Schockreaktion zu den größten Seltenheiten gehört. Die ersten Schockzeichen treten nicht erst Stunden nach dem Einstich, sondern schon nach kurzer Zeit, innerhalb 20 Minuten auf.

Schwellung der Hand nach einem Wespenstich

Schwellung der Hand nach einem Wespenstich - Bild-Urheber: Niels Kolditz - Lizenz: CC-by-sa 3.0/de

Therapie:

Die erste Maßnahme sollte auf Beseitigung des injizierten Giftes zielen: Entfernung des Stachels und Ausspülen des Stichkanals mit Wasser. Auch ein Aussaugen der Stichverletzung sollte fürs erste ausreichen.

Kneipp:

Nach Entfernung des Giftes feuchtkalte Umschläge mit Lehmwasser oder auch Lehmpflaster. Die Umschläge können so lange wiederholt werden, bis die Schwellung zurückgeht.

Allgemeine Maßnahmen:

Wenn kein Lehm zur Hand ist, helfen auch Umschläge mit einfachem Wasser oder Auflagen mit alkoholischen Lösungen, z.B. Kölnisch Wasser, Weinbrand oder Obstschnaps, jeweils 1/3 der alkoholischen Flüssigkeit und 2/3 Wasser. Auch diese Umschläge sollen häufig gewechselt werden.

Medikamente:

Soweit notwendig, nach Verordnung durch den Arzt.

Verfasser:
Dr. med. Mathäus Fehrenbach
(Facharzt für Allgemeinmedizin, Badearzt, Naturheilverfahren)

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