Powernapping: Der Mittagsschlaf mit Wach-mach-Effekt

Mittagsmüdigkeit

Jeder kennt die Situation, wenn auf der Arbeit oder beim Autofahren mitten am Tag die Augen müde werden, man sich schlechter konzentrieren kann und einfach nicht mehr produktiv ist. Viele versuchen sich zu helfen, indem sie einen Mittagsschlaf halten. Doch wem ist es noch nicht passiert, dass er nach dem Mittagsschlaf geräderter aufwacht als zuvor? Um erholt aufzuwachen, ist es bei einem Mittagsschlaf wichtig, dass Sie nicht zu lange schlafen, ein sogenanntes Powernapping ist laut aktuellem Stand der Wissenschaft am erholsamsten.

Was genau ist Powernapping und was sind die Effekte auf den Körper?

Als Powernap wird ein kurzer Mittagsschlaf bezeichnet, der sich positiv auf die Leistungsfähigkeit, Stimmung und das Befinden auswirkt. Dabei kann der Powernap unter anderem ganz normal im Bett, zurückgelehnt auf einem Stuhl oder sitzend und auf einem Tisch abgestützt erfolgen.

Egal in welcher Position man ihn macht, man senkt sein Stresslevel, entspannt für einige Minuten seine Muskulatur und das Gehirn macht eine Pause. Auch gibt es unmittelbar nach dem Powernap positive Effekte auf das Herz-Kreislauf-System, indem sich Puls und Blutdruck normalisieren. Langfristig konnten griechische Forscher belegen, dass Mittagsschläfe das Risiko für Herzinfarkte signifikant senken.

Powernapping: Der Mittagsschlaf mit Wach-mach-Effekt

Junger Mann beim gesunden Mittagsschläfchen (Powernap)

Wenn Sie sich noch detaillierter über Powernapping und die positiven Auswirkungen informieren möchten, oder einen allgemeinen Schlafratgeber suchen, empfehlen wir Ihnen das kostenlos verfügbare E-Book des Psychotherapeuten, Somnologen und Schlafforschers Dr. Hans Günter Weeß. In seinem Buch stellt er alle wissenswerten Fakten zum Thema Schlaf zusammen und erklärt, worauf man bei der Einrichtung des Schlafzimmers, der Bettenwahl und der Auswahl der Bettwaren achten muss.

Tipps für den gesunden Kurzschlaf

Tipps für den gesunden Kurzschlaf

Wie lang ist der perfekte Powernap?

Damit man nicht in die Tiefschlafphase gelangt und erholt aufwachen kann, sollte ein Powernap nicht länger als 20 Minuten dauern. Obwohl die Schlafdauer sich erhöhen würde, wenn man beispielsweise eine Stunde lang schläft, wacht man dann aus dem Tiefschlaf schwerer wieder auf und ist nicht so leistungsfähig wie nach dem Aufwachen aus einer Leichtschlafphase.

Zu welcher Tageszeit sollte ich meinen Powernap einplanen?

Am besten bietet sich die Mittagspause für einen Powernap an. Nach dem Mittagessen hat man ein natürliches Leistungstief, das sogenannte Mittagstief. Anstatt im Mittagstief unproduktiv weiterzuarbeiten, lohnt es sich, einen kurzen Powernap abzuhalten. So kann man danach umso konzentrierter weiterarbeiten und muss sich nicht zum Feierabend quälen.

Übrigens: In Ländern wie Japan sind die wissenschaftlich belegten positiven Effekte von Powernapping fast jedem bekannt. So ist es dort völlig normal, wenn man am Arbeitsplatz, auf der Parkbank oder in der Straßenbahn ein Nickerchen macht.

Powernapping: Der Mittagsschlaf mit Wach-mach-Effekt

Junge Frau beim gesunden Kurzschlaf (Powernap)

Von manchen Chefs ist es sogar gerne gesehen – als Zeichen dafür, dass man sehr hart arbeitet und eine Erholungspause braucht, um das Leistungslevel der Arbeit aufrechtzuerhalten.

Wie verhalte ich mich nach dem Powernap?

Wichtig ist, dass Sie sich nach dem Mittagsschlaf (genau wie nach dem Schlafen generell) am besten sanft wecken lassen. Dafür eignen sich zum Beispiel Naturgeräusche oder leichte Musik. Wenn Sie wach sind, sollten Sie noch nicht sofort aufstehen, sondern sich zunächst aufsetzen beziehungsweise sitzen bleiben und ihre Muskeln strecken. Um den Kreislauf in Schwung zu bringen, sollte man ein paar Schlucke lauwarmes Wasser trinken.

Wenn Sie immer wieder Kreislaufprobleme nach dem Aufstehen haben, sollten Sie zusätzlich die Schultern und Füße kreisen lassen, bevor Sie sich erheben. So bringen Sie erstmal die Blutzirkulation in Gang und überfordern Ihren Körper nicht.

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