Stress: Gesundheitsrisiko auf allen Ebenen

Stress als gesellschaftliches Phänomen

Stress ist zu einem gesellschaftlichen Phänomen geworden, das überall zu finden ist. Vor allem im beruflichen Umfeld leiden immer mehr Menschen unter Stress. Doch auch im Alltag, in der Freizeit oder im familiären und emotionalen Bereich ist Stress ein Thema. Ein gewisser Stresslevel ist für den menschlichen Organismus anregend, chronischer Stress jedoch begünstigt das Entstehen vieler Krankheiten. Wie lässt sich Stress definieren, was sind ernsthafte Warnzeichen und welche Wege gibt es zum Stressabbau?

Stress durch zuviele Anforderungen von außen.

Wenn die realen und gefühlten Anforderungen von außen zu viel werden, entsteht Stress.
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Gestresstes Deutschland

Die allermeisten Deutschen sind dauernd gestresst. Eine Studie der Techniker Krankenkasse aus dem Jahr 2016 legt für diese These deutliche Beweise vor: Die Fehlzeiten im Beruf aufgrund psychischer Symptome wie Angst- und Belastungsstörungen oder Depressionen haben in den vergangenen 15 Jahren um fast 90 Prozent zugenommen. Mehr als die Hälfte aller Befragten, nämlich sechs von zehn Menschen geben an, sich häufig oder manchmal gestresst zu fühlen – unabhängig, ob beruflich oder privat. Dieser Anteil in der Bevölkerung steigt beständig an.

Besonders betroffen sind die, die doppelt eingebunden sind und zwischen beruflichen und privaten Anforderungen pendeln müssen. Eine mangelnde Vereinbarkeit von Familie und Beruf führt hier zu einer zusätzlichen Belastung. Auffällig ist ebenfalls: Auch die Gruppe der ganz jungen Menschen sowie der Älteren sind immer häufiger von Stresssymptomen betroffen. Gerade im Bereich psychischer Krankheiten wird Stress bei den Befragten sehr oft als mögliche Ursache angegeben.

Im Schlaf dem Stress entgegenwirken

Es klingt eigentlich banal, aber es ist einfach und ergreifend wahr: Ein gesunder und ausreichender Schlaf ist ein wesentlicher Faktor, um Körper und Geist die dringend benötigte Ruhe und Erholung zu bringen. Jeder, der von Schlafmangel betroffen ist, sollte die richtigen Gegenmaßnahmen ergreifen.

Die richtige Matratze bewirkt wahre Wunder. Experten raten zu einer hochwertigen Kaltschaummatratze. Sie entlastet die oft verspannten Schulter- und Nackenbereiche sowie den unteren Rückenbereich. Viele unterschätzen die Belastung durch eine unergonomische Schlafhaltung. Auch sollte der Schlafbereich frei von elektronischen Strahlen-Quellen sein, denen der Körper am Tag ständig ausgesetzt ist. Ausreichende Belüftung und Ruhe sind ebenfalls Grundvoraussetzungen für einen guten Schlaf.

Menschen mit Schlafstörungen sind in vielerlei Hinsicht gesundheitlich gefährdet. Das Leistungsvermögen und die Konzentrationsfähigkeit sind bei ständigem Schlafmangel empfindlich gestört, was sich nicht nur im Alltags- und Berufsleben negativ auswirkt. Ein erhöhtes Risiko für Stoffwechselprobleme, Diabetes oder Gedächtnisprobleme sowie psychische Krankheiten steigen durch ungesunden Schlaf erheblich an.

Stressabbau durch erholsamen Schlaf.

Wie man sich bettet, so liegt man: Durch gesunden Schlaf auf einer Kaltschaummatratze reduzieren sich Belastungssymptome erheblich.
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Stressquellen identifizieren

Dass sich der Stress so stetig fortentwickelt, hat mehrere Ursachen. Wer „unter Strom“ steht oder viel um die Ohren hat, gilt als eingebunden und wichtig genug. Die Menschen versuchen sich ständig zu optimieren und effektiver zu handeln. Zeit ist zu einem wahren Luxusgut geworden. Private Belastungen wie die Pflege von Angehörigen und die verbundenen Sorgen und Zeitnöte sind eine ebenfalls eine wesentliche Stressursache für Viele geworden.

Ein weiterer erschwerender Stress-Faktor ist unsere Gewohnheit, ständig online oder erreichbar zu sein. In Zeiten zunehmender Digitalisierung haben immer mehr Menschen Probleme, die ständige Informationsflut zu filtern. Die ständige Erreichbarkeit von Arbeitnehmern reicht auch in die dringend benötigte Freizeit hinein und verkürzt das Entspannungsmoment empfindlich.

Gerade die Anforderungen im Beruf bringen die Menschen an ihre Leistungsgrenzen. Wie das deutsche Ärzteblatt berichtet, setzen immer mehr Arbeitnehmer durch berufliche Belastungen ihre Gesundheit aufs Spiel. Rund ein Viertel aller Beschäftigten verzichtet regelmäßig auf Pausen und fast jeder Achte kommt sogar krank zur Arbeit – nur, um den Leistungsanforderungen zu entsprechen. Ein erhöhter Konsum von Nikotin oder leistungssteigernden Medikamenten kommt hier gesundheitlich erschwerend hinzu. Ganze 18 Prozent glauben selbst, dass sie das an sie gestellte Arbeitstempo so auf lange Zeit nicht durchhalten können.

Ein interessanter Aspekt der TK-Studie sind geschlechtsspezifische Unterschiede: Berufliche Erfolge sind bei allen wichtig, bei Männern steht die Performance im Beruf besonders weit oben. Bei Frauen dagegen sind die eigenen Ansprüche an sich selbst ein wichtiger Stressfaktor und steht weiter oben als bei Männern.

Was bewirkt Stress?

Stress ist geschichtlich gesehen eine überlebensnotwendige Reaktion auf Gefahren von außen. Im Falle einer Bedrohung reagiert der Körper mit der Ausschüttung von bestimmten Hormonen, die den Menschen in besondere Leistungsfähigkeit versetzt. Doch wenn diese Bedrohungen zum Dauerzustand geraten, überfordern sie den menschlichen Organismus. Die Betroffenen fühlen sich ausgelaugt, ständig erschöpft und müde: Ernste Anzeichen für ein Burnout-Syndrom.

In besonders stressigen Zeiten ist der Körper weitaus anfälliger für Krankheiten, denn der Stress gefährdet ein intaktes Immunsystem erheblich. Es ist heute eindeutig nachgewiesen, dass Dauerstress die spezifische als auch die unspezifische Immunabwehr herabsetzt. Die Folge: Die Zahl der körpereigenen Immunzellen sinkt, natürliche Killerzellen sind inaktiver und T-Lymphozyten reagieren deutlich langsamer. Erreger haben so leichtes Spiel. Dauergestresste werden viel schneller krank und langsamer auch wieder gesund.

Stressabbau durch Bewegung an der frischen Luft.

Bewegung an der frischen Luft und in der Natur: Beste Voraussetzungen für einen effektiven Stressabbau. 
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Gegenmaßnahmen ergreifen

Je deutlicher die Stresssymptome auf körperlicher wie seelischer Ebene geworden sind, desto schneller ist eine Reaktion vonnöten. Seine Stressquellen zu kennen, erleichtert, die richtigen Gegenmaßnahmen zu finden. Dabei geht es weniger um Patentrezepte als um individuelle Erfolge. Generell gilt: Alles, was hilft, ohne medikamentöse Hilfe in die Entspannung zu kommen, ist sinnvoll.

  • Nehmen Sie sich so oft es geht, eine Auszeit von beruflichen oder privaten Belastungen, das gelingt in Form von kleinen Urlauben, Kuren oder Tagen ohne jeden Termin.
  • Regelmäßige Bewegung und Sport hilft deutlich, Stresshormone im Körper abzubauen. Hier sollten die Ambitionen ausgewogen sein, damit sie nicht wieder Stress verursachen.
  • Zum Stressabbau sind einige Sportarten besonders geeignet: Yoga, Pilates QiGong oder auch regelmäßiges Joggen gehören dazu.
  • Eine räumliche Trennung zwischen Freizeit und Arbeit ist gerade im Home-Office von Bedeutung.
  • Nutzen Sie gesunde Bettunterlagen wie Bio-Kaltschaummatratzen, um nachts Ruhe zu finden.
  • Verzichten Sie auf Alkohol und Nikotin, um sich Pausen und Entspannung zu gönnen.
  • Eine positive Lebenseinstellung hilft, die eigenen Bewertungen abzubauen und sich nicht immer nur als Opfer der Umstände zu sehen. Achten Sie stärker auf Ihre eigenen Bedürfnisse und richten Sie den Blick nicht immer auf die Außenwelt.
  • Regelmäßiges Meditieren hilft, das Immunsystem zu stärken.
  • Lernen Sie NEIN sagen, um sich abzugrenzen, anstatt es immer allen recht machen zu wollen.