Fieber

Fieber

von Dr. med. Mathäus Fehrenbach (Facharzt für Allgemeinmedizin, Badearzt, Naturheilverfahren)

Erhöhte Temperatur ist fast immer das Zeichen einer Infektion, einer Invasion von Fremdkeimen in den Körper. Es ist jedoch keineswegs so, daß aggressive Bakterientruppen den wehrlosen Körper unversehens überfallen. Infektionskeime sind ubiquitär, d. h. überall, innerhalb und außerhalb des Körpers. Unser Organismus kommt fast täglich mit pathogenen (krankmachenden) Keimen in Berührung, ohne daß sich eine Infektion im Körper ausbreitet. Infektionskeime und Abwehrkräfte des Organismus stehen gewissermaßen in einem ständigen Gleichgewicht. Wird dieses Gleichgewicht durch einen plötzlichen Überfall krankmachender Keime oder durch eine Minderung der Abwehrkräfte gestört, kommt es zur offenen Feldschlacht zwischen den Bakteriengiften einerseits und den Abwehrkräften andererseits, begleitet von mehr oder weniger hohem Fieber. Fieber ist also das Zeichen natürlicher Abwehrmaßnahmen des Körpers und an und für sich nicht behandlungsbedürftig. Der Arzt wird gerufen, nicht um das Fieber zu bekämpfen, sondern um die Ursache des Fiebers festzustellen. Fiebersenkende Maßnahmen kommen nur dann in Frage, wenn die Körpertemperatur im Darm mehr als 40°C beträgt. Die überschießende Reaktion des Körpers muß gezügelt werden.

Die Abwehrbereitschaft intakt zu halten ist das beste Rezept, um Infektionen zu verhindern. Nicht den Medikamenten, sondern den vorbeugenden, natürlichen Maßnahmen sollte diese Aufgabe übertragen werden (s. Abhärtung).

Kneipp:

Serienwaschung; schwitzen durch Körperwickel (Lenden-, Kurz-, Ganzwickel); bei Temperaturen über 38° ableitende Anwendungen: Waden-, Fußwadenwickel, Oberaufschläger.

Allgemeine Maßnahmen:

Bettruhe; reichlich Flüssigkeit: Tee, Zitrone natur, mit Honig gesüßt.

Diät:

leichte Kost, dem Appetit entsprechend.

Tee:

Lindenblüten

Holunderblüten aa ad 100,0

Tgl. bis zu 11; überbrühen, 10 Min. zielten lassen.

Homöopathie:

Aconitum D4, alle ½-1 Stunde 1 Tabl.

Beachte:

Ist das Fieber von Hals- und Schluckschmerzen, Husten und Bronchitis, Durchfall und Leibschmerzen begleitet, ist ärztliche Hilfe erforderlich. Bei Fieber und Leibschmerzen muß eine Blinddarmentzündung oder ein anderer entzündlicher Prozeß ausgeschlossen werden. Plötzliche Leibschmerzen bei Frauen im gebärfähigen Alter erfordern wegen der Möglichkeit einer Bauchhöhlenschwangerschaft die Frage nach der letzten Menstruation, wobei die Körpertemperatur erhöht sein kann, aber nicht erhöht sein muß.

Technik des Temperaturmessens: Die Temperatur wird unter der Achsel (axillar) oder im Darm (rektal) gemessen, unter dem Arm 5 Min., im Darm 3 Min. Ein Über- oder Unterschreiten der Meßzeit kann falsche Werte ergeben. Die normale Körpertemperatur beträgt morgens axillar 36,2°, rektal 36,7° und abends axillar 36,7°, rektal 37,2°. Bei Frauen muß darauf geachtet werden, daß in der 2. Hälfte des Menstruationszyklus die Temperatur auch morgens über 37° liegt. Im Normalfall sollte immer axillar gemessen werden; nur hei Säuglingen und kleinen Kindern sowie bei Beschwerden im Bauchraum ist die rektale Messung vorzuziehen. Vorsicht beim Rektalmessen! Es gab schon Thermometerverletzungen im Darmbereich. Vor dem Messen etwas Vaseline oder Hautcreme auf den Quecksilberteil des Thermometers geben.

Verfasser:
Dr. med. Mathäus Fehrenbach
(Facharzt für Allgemeinmedizin, Badearzt, Naturheilverfahren)

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