Nagelbettentzündung und Eiterung (Panaritium)
von Dr. med. Mathäus Fehrenbach (Facharzt für Allgemeinmedizin, Badearzt, Naturheilverfahren)

Nagelbettentzündung (Panaritium) – Urheber: Uwe Jendricke – Lizenz: Gemeinfrei
Von dieser Entzündung betroffen sind meistens der Zeigefinger und die Großzehe. Kleine Schrunden und Verletzungen in der Umgebung des Nagels führen häufig zu Entzündungen und Eiterungen.
Um schon in der Entstehung eine Eiterung zu verhindern, ist die altbewährte Jodtinktur unersetzlich. Jodtinktur gehört unbedingt in jede Hausapotheke! Bei Unverträglichkeit gegenüber Jod (Hauterscheinungen) wird Sepso-Tinktur verwendet. Jede kleine Verletzung oder Entzündung (auch im übrigen Körperbereich) sollte sofort mit Jod oder Sepso-Tinktur desinfiziert und anschließend mit einem kleinen Schutzverband versorgt werden.
Hat die Nagelbetteiterung ein gewisses Stadium erreicht, hat sich bereits ein Einschmelzungsherd gebildet, führt die Desinfektion nicht mehr zum Ziel. Kamille-Teilbäder oder Verbände mit Zugsalben helfen nur selten weiter. Die Haut am Finger oder der Zehe ist so fest und dick, daß der Eiterherd nicht wie bei einem Furunkel den befreienden Weg nach außen findet. Eine Eröffnung durch den Arzt ist unerläßlich. Oft muß sogar bei einer Nagelbetteiterung der Nagel entfernt werden.
Therapie:
Nach Eröffnung Kamille-Handteilbäder, 37°, ca. 10 Min. 2x tgl.; Verband nach ärztlicher Verordnung.
Beachte:
Eine Fingereiterung hat die Tendenz, nach dem Gesetz des geringsten Widerstandes in die Tiefe vorzudringen und sich dort auszubreiten. Darum sollte jede Vereiterung im Handbereich möglichst bald in ärztliche Behandlung kommen.
Verfasser:
Dr. med. Mathäus Fehrenbach
(Facharzt für Allgemeinmedizin, Badearzt, Naturheilverfahren)
