Schwitzen

Schwitzen

von Dr. med. Mathäus Fehrenbach (Facharzt für Allgemeinmedizin, Badearzt, Naturheilverfahren)

Starkes Schwitzen am ganzen Körper oder an einzelnen Körperstellen kann veranlagungsbedingt sein oder von äußeren Faktoren abhängen.

Als äußere Ursachen kommen chronische Infektionskrankheiten, z.B. chronischer Gelenkrheumatismus, Tuberkulose, fieberhafte Erkrankungen, hormonelle Umstellung während der Wechseljahre und nervös-vegetative Übererregbarkeit mit Angstzuständen in Frage. Meist beschränkt sich vermehrtes Schwitzen auf bestimmte Körperregionen wie Achselhöhlen, Hände, Füße und Körperpartien enger Hautberührung, z.B. zwischen Oberschenkel im Genitalbereich sowie unter starken Brüsten.

Das vermehrte Schwitzen beginnt oft in der Kindheit und in der Pubertät und verliert sich dann im Erwachsenenalter. Durch die verstärkte Schweißabsonderung kann die Haut, besonders an den genannten Körperpartien, geschädigt werden. Bakterielle Infektionen, besonders Hefepilz-Erkrankungen und Furunkelbildung sind häufige Begleiterscheinungen.

Kneipp:

Tgl. mehrmals Oberkörper- oder Unterkörperwaschungen unter Einbeziehung der betroffenen Körperpartien; Wechselfuß- oder Wechselarmbad mit Eichenrinde oder Kamille, 35-36°, oder auch Wechselknie- und Wechselarmguss.

Wöch.. 2x 3/4-Bad mit Fichtennadel, 34-35º; 2x Wadenwickel mit Essigwasser

Allgemeine Maßnahmen:

Betroffene Körperstellen durch Einpudern trocken halten, möglichst einen neutralen Puder verwenden (Kinderpuder|), sonst Maßnahmen s. Abhärtung; Luft- und Sonnenbäder.

Diät:

Fleischarme Kost; Rohkost, Obst, Salate und Milchprodukte bevorzugen; salzarm.

Tee:

Salbei                          40,0

Baldrian                      20,0

Hopfen                       20,0

Holunderblätter          20,0

Tgl. 3xl Tasse; kalt ansetzen, aufkochen, 10 Min. ziehen lassen.

Homöopathie:

Chininum arsenicosum           D4

Joborandi                                D4

Salvia                                      D4

Sambucus                               D4 aa ad 40,0

Tgl. 3×15 Tr.

Bei Nachtschweiß auf nervöser Grundlage:

Sambucus                               D2

Mercurius solub.                     D8 aa ad 20,0

Tgl. 3×15 Tr.

Medikamente:

Nach  Verordnung des Arztes.

Verfasser:
Dr. med. Mathäus Fehrenbach
(Facharzt für Allgemeinmedizin, Badearzt, Naturheilverfahren)