Gesundheitsvorbeugung durch Abhärtung

Gesundheitsvorbeugung durch Abhärtung

von Dr. med. Mathäus Fehrenbach (Facharzt für Allgemeinmedizin, Badearzt, Naturheilverfahren)

Abhärten heißt Vorbeugen, Vorbeugen gegenüber Erkältung und Infektionskrankheiten, gegenüber Kreislaufstörungen mit Herzattacken, gegenüber nervösen Störungen und Nervenzusammenbrüchen.

Die Absicht, mit Medikamenten vorzubeugen, ist eine Illusion. Die notwendigen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente, die der Organismus zur Abwehr benötigt, sind reiner und ehrlicher aus der Nahrung – aus Obst, Gemüse und Obstsäften – zu gewinnen.

Kneipp:

Tgl. Ganzwaschung, Wechselarm- und Wechselknieguss oder kaltes Armbad und Wassertreten (eventuell in der Badewanne).

Wöch. 1-2 x Vollbad mit Heublumen, anschl. Abguss und Bettruhe; 2-3x das »fröhliche Halbbad« in der Badewanne, eine typische Kneippanwendung, als abhärtende Maßnahme geradezu prädestiniert. Auf diese Anwendung muß verzichtet werden, wenn Bereitschaft zum Hexenschuss oder Entzündungsneigung der Unterleibsorgane, z. B. der Blase, besteht. Je kälter das Wasser, desto kürzer das kalte Bad! Bei einer Temperatur von 18° sind 20 Sekunden ausreichend. Die Wechseldusche, bei Kneipp Wechselvollguss genannt, gehört ebenfalls in das Arsenal der vorbeugenden Maßnahmen. Nach dem Motto »weniger ist mehr« sollte beim Durchführen der Wechseldusche auf  Wechselarm– bzw. Wechselknieguss verzichtet werden. Die kleinen Güsse haben allerdings den Vorteil, daß sie weniger anstrengend sind und keine Bettruhe erfordern. Grundsätzlich: Die Wechseldusche so durchführen, daß danach eine Ruhe von 10 Minuten, am besten im Bett, möglich ist. Ein Wechselvollguss in Eile, zwischen Aufstehen und Frühstück, kann zur Belastung des Kreislaufes werden. Gegen eine Wechseldusche am Abend vor dem Schlafengehen ist nichts einzuwenden. Für den Kälteempfindlichen ist eine Variante des Vollgusses zu empfehlen: warmer Abguss und am Schluss kalter Knieguss. Warme Güsse allein gehören nicht in den Bereich der abhärtenden Maßnahmen.

Gelegentlich Barfußgehen, Tautreten und Schneegehen. Das Tragen von Kneippsandalen, mit und ohne Strümpfe, empfiehlt sich bei jeder Gelegenheit.

Allgemeine Maßnahmen:

Tgl. Spazierengehen, mindestens 1/2 Stunde durch Wald, Park und Flur, auch an kalten und regnerischen Tagen. Gartenarbeit ist nützlich, aber nicht einem Spaziergang gleichzusetzen. Gehen im Haus oder gar Hausarbeit ersetzt niemals das Gehen im Freien, wenn Sonne, Wind und frische Luft auf das Gesicht und die oberen Luftwege einwirken. Trockenbürsten des Körpers mit Bürstenband oder weicher Körperbürste; Gymnastik ca. 5-10 Minuten, im Zimmer oder im Freien; wöch. 1-2x Schwimmen, Wassertemperatur bis 29°, im Sommer möglichst in natürlichen Gewässern; 1 x Sauna, wenn keine Gegenanzeigen bestehen; 1-2x sportliche Betätigung. Schwitzen beim Sport ist kein Nachteil!

Diät:

Eine normale gemischte Vollkost; Salat, Obst, Sauermilcherzeugnisse und Vollkornbrot dürfen nicht fehlen.

Tee:

Im Frühjahr und Herbst vier Wochen lang im Sinne einer Trinkkur:

Ginster

Heidekraut

Hirtentäschel

Seifenkraut

Wiesenklee

Bohnenschalen

Birkenblätter

Zinnkraut

Schafgarbe

Stiefmütterchen l ä ad 100,0

Tgl. 3×1 Tasse; kalt ansetzen, aufkochen, 10 Min. ziehen lassen.

Verfasser:
Dr. med. Mathäus Fehrenbach
(Facharzt für Allgemeinmedizin, Badearzt, Naturheilverfahren)

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