Mit Naturmoor- und Radonbehandlungen Rheuma und Gelenkerkrankungen lindern

Naturmoorbad

Naturmoorbad – Bildlizenz: (C) PantherMedia / Kzenon

Rheuma und Gelenkerkrankungen natürlich behandeln

Etwa 1,5 Millionen Deutsche leiden unter entzündlich-rheumatischen Erkrankungen. Das entspricht rund zwei Prozent der Erwachsenen. Die Zahl der betroffenen Kinder liegt bei 20.000 (Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie e.V.). Medizinische Behandlungen mit Naturmoor und Radon können ihnen Linderung verschaffen. Beide haben sich auch bei zahlreichen anderen Gelenkerkrankungen bewährt.

Naturmooranwendungen habe eine lange medizinische Tradition

Schon in der Antike kamen Naturmooranwendungen bei Gelenkerkrankungen zum Einsatz. Im 19. Jahrhundert erlebte dieses Heilmittel eine Renaissance und gehörte in zahlreichen Kurorten zum Standardprogramm der Bäderheilkunde (Balneologie). Daran hat sich bis heute nichts geändert. Aufgrund der nachweislich positiven Effekte auf rheumatische Erkrankungen liegt zum Beispiel der Fokus einer Kur in Bad Steben auf Anwendungen mit Naturmoor in Kombination mit Radon. Die Krankenkassen kommen in den meisten Fällen für die Kosten auf.

Wie wirken Naturmooranwendungen?

Aufgrund seiner besonderen Eigenschaften führt Naturmoor als Bad zu einer langsamen, aber nachhaltigen Tiefenerwärmung des Körpers, insbesondere der relativ schlecht durchbluteten Gelenke und Knorpel.

Während eines Moorbades erhöht sich die Körpertemperatur der Patienten und die Durchblutung wird angeregt. Weitere positive Effekte sind die Muskelentspannung, das Eindringen entzündungshemmender Säuren in den Körper und die Veränderung des Hormonspiegels. Zudem tritt eine Entgiftung des Körpers und Stärkung des Immunsystems ein. Patienten berichten weiterhin von einer generellen Entspannung nach einem Naturmoorbad.

Die positiven Effekte einer Kur, die auf Naturmooranwendungen basiert, können bis zu einem halben Jahr anhalten.

Haben Naturmoorbäder Nebenwirkungen?

Da Naturmoorbäder eine große Herausforderung für den Kreislauf bedeuten, ist die ärztliche Betreuung unerlässlich. Wer unter akuten Schüben von chronisch entzündlichen Krankheiten oder Krampfadern leidet, sollte auf Naturmoorbäder verzichten. Für Menschen mit Herzschwäche, Krebs und Schwangere ist die Anwendung nicht geeignet.

Was bewirken medizinische Anwendungen mit Radon?

Radon hat eine ähnlich lange kurmedizinische Tradition wie Naturmoor. In der Bäderheilkunde ist Radon seit über hundert Jahren aufgrund seiner positiven Auswirkungen etabliert. Patienten mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen, Wirbelsäulen- und Gelenkbeschwerden profitieren von seiner schmerzlindernden und entzündungshemmenden Wirkung. Ferner aktiviert Radon die körpereigenen Selbstheilungskräfte und stärkt das Immunsystem. Bei Allergien kommt Radon ebenfalls zum Einsatz, da es die Mastzellen stabilisiert. Gute Resultate erzielt die Behandlung mit Radon auch bei Diabetes und Stress.

Die Wirkung von Radon wurde in zahlreichen Studien nachgewiesen. Das Besondere: Sie hält nicht nur für die Dauer der Kur, sondern über einen Zeitraum von mehreren Monaten an.

Radon – was ist das eigentlich?

Radon ist ein radioaktives Edelgas. Als Alphastrahler mit nur geringer Eindringtiefe, aber hoher Ionisationsdichte besitzt es eine besonders hohe Wirkungsintensität in den Zellen der Haut und des Unterhautgewebes. Radon kommt in der Natur vor, ist aber sehr selten. Es gibt nur wenige Heilbäder in Europa, die ein natürliches Radon-Vorkommen in Form einer Heilquelle haben.

Hat eine Radontherapie Nebenwirkungen?

Trotz seiner Radioaktivität ist die Behandlung mit Radon ungefährlich. Die Strahlung, welche der Patient erhält, ist gering. Schon nach drei Stunden hat der Körper das Radon fast komplett abgebaut. Nach 48 Stunden hat er den Rest, der in den fettreichen Hautschichten verbleibt, vollständig ausgeschieden. Weiterhin beaufsichtigt immer ein Arzt die Radonbehandlung und sorgt für die korrekte Dosierung.

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