Müde Augen den Kampf ansagen – die Oberlidstraffung

Oberlidstraffung

Oberlidstraffung – (C) Bildlizenz: PublicDomainPictures / Pixabay

Um es klar zu sagen: In neun von zehn Fällen entscheiden sich Menschen aus ästhetischen Gründen für eine Oberlidstraffung. Dieses kosmetische Motiv für einen chirurgischen Eingriff ist keineswegs banal. Wer sich vital fühlt, möchte von seinen Mitmenschen auch so wahrgenommen werden, ausgeruht rüberkommen und Lebensfreude versprühen. Doch ein abgespanntes Aussehen, hervorgerufen durch “müde Augen”, vermittelt einen gegensätzlichen Eindruck: Meist mit zunehmendem Alter, manchmal auch erblich bedingt, erschlafft das Gewebe um die Augen. Ein Schlupflid entsteht, wenn die Oberlidhaut, dem Gesetz der Schwerkraft folgend, herunterhängt (Blepharochalasis). Oft bildet sich eine Hautschürze, die über den Lidrand hinunterzieht. Das kann vereinzelt sogar zu Einschränkungen des Gesichtsfelds führen, wenn die Pupille beim Blick in die Seiten teilweise verdeckt wird. In diesem Fall ist dann eine medizinisch indizierte Oberlidkorrektur gerechtfertigt.

Ziel des chirurgischen Eingriffs ist es, den Hautübeschuss am Oberlid zu entfernen. Ihre Augen erscheinen wieder größer und Sie gewinnen ihre frische Ausstrahlung und gegebenenfalls Ihr vollständiges Gesichtsfeld zurück.

Um zu einer fundierten Entscheidung hinsichtlich des Vorgehens zu gelangen, ist es zunächst wichtig, den seriösen und erfahrenen Arzt Ihres Vertrauens zu finden, einen Facharzt für plastisch-ästhetische Chirurgie. Dieser erstellt eine differenzierte Diagnose und stimmt mit Ihnen den Behandlungsplan ganz individuell ab. So müssen im Vorfeld bestimmte seltene Ursachen für das Schlupflid bzw. den “Schlafzimmerblick” ausgeschlossen werden, etwa eine Störung der Nierentätigkeit oder eine Schilddrüsenunterfunktion.

Mit der Entscheidung zugunsten einer chirurgischen Oberlidstraffung haben Sie eine gute Wahl getroffen: Das extrem feine Skalpell – das übrigens wesentlich kleineren Schneideradius als ein Laser besitzt – durchtrennt punktuell das Gewebe und schont umliegende Strukturen. Die chirurgisch-ästhetische Lidplastik gilt heute als risikoarmer Routineeingriff, der meist mit einer Dauer von kaum einer Stunde ambulant unter örtlicher Betäubung vorgenommen werden kann. Alternativ können Sie sich in einen Dämmerschlaf oder eine Vollnarkose versetzen lassen.

Ziel der Schlupflidkorrektur ist das Heraustrennen überschüssiger Haut am Oberlid, gegebenenfalls auch von etwas Muskel- und Fettgewebe. Der Verlauf der fein vernähten Schnittlinien deckt sich mit der Lidumschlagfalte. So wird später keine Narbe sichtbar sein.
Manchmal werden die Schlupflider und das erschöpfte Aussehen noch durch ein Erschlaffen der Stirnhaut verstärkt. Dadurch senken sich die Augenbrauen ab und drücken nach unten. Dann kann ein zusätzliches Augenbrauenlifting sehr gute verjüngende Effekte für Ihre Augenpartie erzielen. Die Augenbrauenkorrektur erfolgt als minimal-invasiver Eingriff mit Schnittführung unter der Braue, so dass die feine Narbe später praktisch unsichtbar ist.

Leichte Nachblutungen können in den ersten beiden Tagen nach der OP auftreten, dann sollte die Wundheilung zügig voranschreiten. Nach einer operativen Oberlidstraffung schützen unauffällige Pflasterstreifen zunächst die Nahtstellen. Sie werden Schwellungen und blaue Fecken um die Augen bemerken, die bald nachlassen und nach ca. zwei Wochen weitgehend verschwunden sind. Etwa eine Woche nach dem Eingriff werden die Fäden gezogen. Sie erhalten umfassende Hinweise für die Nachsorge. Dazu gehört, wie Sie Ihre Augen zunächst schonen können und welche Salben zur Wundheilung und Narbenvermeidung zu verwenden sind.

Die plastische Chirurgie verfügt heute über fortschrittliche Methoden, um den Anliegen ihrer Klienten genau zu entsprechen: Bei der Oberlidstraffung bleibt die charakteristische Form Ihrer Augen, die man an ihnen liebt und kennt, erhalten. Spuren des Eingriffs sind schon nach zwei Wochen meist kaum noch sichtbar. Bewundernde Worte aus Ihrem Umfeld beziehen sich dann auf Ihr “erholtes” und vitales Aussehen.