Rippenfellentzündung (Pleuritis)

Rippenfellentzündung (Pleuritis bzw. Brustfellentzündung)

von Dr. med. Mathäus Fehrenbach (Facharzt für Allgemeinmedizin, Badearzt, Naturheilverfahren)

Unter Rippenfell verstehen wir den hautähnlichen Überzug, der im Inneren des Brustkorbes Rippen, Lunge und den Raum zwischen den beiden Lungen bekleidet. Entzündliche Vorgänge im Lungengewebe haben die Tendenz, sich auszubreiten und bis zur umgebenden Stützhaut, dem Rippenfell, genauer gesagt dem Lungenfell, vorzudringen. Es entsteht eine umschriebene Entzündung der umkleidenden Schutzhaut mit punktuellen Schmerzen besonders beim Atmen, Niesen und Husten. Die Schmerzen sind so typisch mit dem Atmen verbunden, daß die Diagnose selbst dem Laien nicht schwerfällt: Beim Anhalten der Atmung verschwindet der Schmerz, während tiefes Durchatmen die Beschwerden verstärkt. Wenn eine Infektion der oberen Luftwege vorausgegangen ist und außerdem leichte Temperaturerhöhungen bestehen, dann ist das klassische Bild der trockenen Pleuritis (Rippenfellentzündung) perfekt.

Kneipp:

Tgl. 2x Heublumenauflage auf die schmerzende Stelle oder lx Heusack oder Brustwickel mit Essigwasser kalt je nach Verträglichkeit, bis sich die Beschwerden bessern.

Allgemeine Maßnahmen:

Bettruhe bis zum Abklingen des Fiebers und der Beschwerden.

Tee:

Jaborandiblätter

Brennesselblätter        aa ad 20,0

Lindenblüten

Holunderblätter          aa ad 100,0

Tgl. 1/2 bis 1 l; überbrühen, 10 Min. ziehen lassen.

Homöopathie:

Ranunculus bulbosus D4

Bryonia                       D4

Aconitum                    D4

Cantharis                    D4

Arsenicum jodat.        D6 aa ad 50,0

Tgl. 3×15 Tr.

Medikamente:

Einreibungen mit Salben, die Kampfer und Menthol oder Jod enthalten; bei starken Schmerzen Schmerztabletten; bei quälendem Hustenreiz verbunden mit Schmerzen ein hustendämpfendes Mittel, Verschreibung durch Arzt.

Beachte:

Nach Abklingen der Erkrankung ist Vorstellung beim Arzt notwendig, um einen ernsthaften Prozeß im Lungengewebe auszuschließen.

Die oben beschriebene Form der Rippenfellentzündung wird als trockene Pleuritis bezeichnet. In seltenen Fällen kommt es zu Flüssigkeitsansammlung im Pleuraraum zwischen Lunge und Brustwand. Die trockene Rippenfellentzündung geht in die feuchte Form über. Diese Entwicklung ist, auch wenn die lokalen Schmerzen verschwinden, unerfreulich, weil stationäre Behandlung im Krankenhaus notwendig wird. Diagnostische Maßnahmen, evtl. Punktion des Ergusses, bestimmen den weiteren Heilplan. Nach dem Krankenhausaufenthalt empfiehlt sich die Durchführung einer Kneippkur mit Atemgymnastik.

Verfasser:
Dr. med. Mathäus Fehrenbach
(Facharzt für Allgemeinmedizin, Badearzt, Naturheilverfahren)

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