Schuppenflechte (Psoriasis)

Schuppenflechte (Psoriasis)

von Dr. med. Mathäus Fehrenbach (Facharzt für Allgemeinmedizin, Badearzt, Naturheilverfahren)

Die Schuppenflechte ist eine relativ häufige Hauterkrankung, die beide Geschlechter gleichermaßen befällt. Besonders betroffen sind Knie, Ellenbogen und Kopfhaut. In schweren Fällen ist der ganze Körper mit schuppenden, wachs artigen, silbrig glänzenden Herden von verschiedener Größe übersät.

Psoriasisplaque

Psoriasisplaque (Bildautor: Eisfelder – Bildlizenz: Creative Commons)

Die Ursache dieser eigenartigen, kaum juckenden Hauterkrankung liegt noch im Dunkeln. Wahrscheinlich ist eine erbliche Komponente mit einzubeziehen. Auch eine Störung im Zusammenspiel der innersekretorischen Drüsen wird diskutiert. Es besteht keine Ansteckungsgefahr. Die Krankheit, die das Allgemeinbefinden nicht beeinflußt, verläuft in Schüben, manchmal sogar bis zur vollen Abheilung der Hauterscheinungen. So lästig und unangenehm die Psoriasis für den Betroffenen auch sein mag, zu einem Zugeständnis war sie bereit: Sie verzichtet in der Regel auf den Befall des Gesichts, der Handflächen und der Fußsohlen.

Typisches diagnostisches Zeichen ist das Auftreten von punktuellen Blutungen nach Abschaben der ekzematischen Herde.

Kneipp:

Vollbad mit Kleie, Molke, Zinnkraut anschl. temperierter Abguss; vorsichtiges Bürsten im Bad.

Weitere physikalische Maßnahmen:

Höhensonne, Sonnenbad, Sonnenbank

Allgemeine Maßnahmen:

Soweit Sonne gut vertragen wird, Sonnen- und Luftbäder so oft wie möglich. Zum Schutze der an und für sich empfindlichen Haut sollte vor jeder Bestrahlung und Lichtbehandlung der Körper mit Leinsamenöl eingerieben werden.

Dem Leinöl wird außerdem eine Heilwirkung auf die Psoriasisherde zugeschrieben.

Tee:

Eichenrinde

Paulbaumrinde

Heidelbeerblätter        aa 10,0

Sarsaparillwurzel

Walnußschale

Schafgarbe                  aa 20,0

Ringelblume

Schöllkraut

Weidenrinde

Brennesselblätter        aa 30,0

Tgl. 3×1 Tasse; abends kalt ansetzen, morgens aufkochen, 10 Min. ziehen lassen.

Homöopathie:

Berberis aquifolium    D2

Hydrocotyle asiatica  D2

Arsenicum alb.           D4

Graphites                    D8 aa ad 40,0

Tgl. 3×15 Tr.

Diät:

Prinzipiell Einschränkung von Fett; alle Wurstwaren, außer Diätwurst, meiden; kein fettes Fleisch, besonders kein Schweinefleisch; keine Konserven; Bohnenkaffee und Süßigkeiten nur gelegentlich; zu bevorzugen sind alle Milchspeisen und Milchprodukte; Salat mit Sauerrahm zubereiten; leichtes Fleisch; Süßwasserfische; Äpfel in jeder Form, besonders als Kompott.

Medikamente:

Hei allen Behandlungsmaßnahmen nimmt immer noch die Lokalbehandlung mit Salben einen wichtigen Platz ein. Bei ausgeprägtem Befall ist schon wegen der Umständlichkeit und des Wäscheverschleißes die klinische Behandlung vorzuziehen. Innerlich wird Vitamin D3 empfohlen. Ein Versuch zur Regeneration der Darmflora ist ebenfalls angezeigt. Eine weitere Behandlungsmöglichkeit ist die Umstimmung durch Injektionen. Die medikamentöse Führung gehört in die Hand des Arztes.

Beachte:

Auch bei dieser Erkrankung heißt es: Vorbeugen ist besser als heilen. In den Remissionsstadien, den Zeiten geringer entzündlicher Aktivität, sollten die naturgebundenen Heilmöglichkeiten in ihrer Vielfalt voll ausgeschöpft werden: leichte Sonnenbäder, alle Maßnahmen, die unter Abhärtung beschrieben sind, einschließlich einer ausgewogenen Bewegungstherapie.

Verfasser:
Dr. med. Mathäus Fehrenbach
(Facharzt für Allgemeinmedizin, Badearzt, Naturheilverfahren)

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