Übergewicht

Übergewicht

von Dr. med. Mathäus Fehrenbach (Facharzt für Allgemeinmedizin, Badearzt, Naturheilverfahren)

Übergewicht

Übergewicht: Fettleibiger Jugendlicher, 146 kg Körpermasse, mit Gynäkomastie und typischen bläulich/violetten Dehnungsstreifen - Bildlizenz: Gemeinfrei.

»Der Mensch ist, was er ißt«, verrät ein Sprichwort. Läßt sich die Ernährung auf diese einfache Formel reduzieren? Ohne Frage beeinflussen Menge und Beschaffenheit unserer Ernährung Wohlbefinden und Gesundheit, wobei allerdings dem »Wieviel« eine größere Bedeutung zukommt als dem »Was«. Das Übergewicht, die Überernährung ist allenthalben ein aktuelles Problem. Das Normalgewicht, auf eine verständliche Formel gebracht, wird anhand der Körpergröße errechnet. Es zählen die cm in kg, die über 100 cm gemessen werden. Einer Körpergröße von 170 cm würde also 70 kg Normalgewicht entsprechen. Diese sog. »Brocaformel« wurde jedoch von Ernährungsexperten einer zusätzlichen Korrektur unterworfen. Sie behaupten, das Idealgewicht wäre erst dann erreicht, wenn das Normalgewicht um weitere 10% reduziert wird. Das Idealgewicht bei 170 cm Körpergröße entspräche demnach 70 kg minus 10% = 63 kg. Meiner persönlichen Erfahrung nach geht diese Berechnung an der Realität des Lebens vorbei. Bleiben wir ruhig bei der einfachen, ehrlichen Brocaformel: cm über 100 in kg, denn es liegen keinerlei Beweise vor, daß der Idealgewichtige gesünder oder länger lebt als der Normalgewichtige. Ein gleichbleibendes Gewicht, selbst in der Region eines leichten Übergewichts, ist der Gesundheit bekömmlicher als ein ständiges Zu- und Abnehmen.

Wenn wir das Übergewicht klassifizieren, so unterscheiden wir wie folgt: bis 10% = leichtes Übergewicht, zwischen  10-20% = deutliches Übergewicht, ab 20% = Fettsucht.

Das vorliegende statistische Material zeigt überzeugend Gefahren auf, die aus einem kontinuierlichen Überkonsum an Nahrungsmitteln resultieren. Die häufigste und schwerwiegendste Folge eines langjährigen Übergewichts ist der Diabetes, die Zuckerkrankheit. Daß ein zu umfangreicher Speckmantel durch sein Gewicht und den Flüssigkeitsgehalt allein schon Herz und Kreislauf über Gebühr belastet, ist auch dem medizinischen Laien verständlich. Erhöhter Blutdruck hat sicherlich primär mit Übergewicht nichts zu tun. Blutdruckkontrollen beweisen jedoch, daß sich der erhöhte Blutdruck beim Übergewichtigen der Reduzierung des Körpergewichts anpaßt, da mit Auflösung der übermächtigen Fettpolster offenbar dem Blutdruck zugeordnete Impulse wegfallen. Vermehrte Harnsäure, vermehrter Fett- und Cholesteringehalt im Blut, Harnsteinleiden und Arteriosklerose werden ebenfalls in Gesellschaft mit Übergewicht gefunden.

Eine Aufforderung zum Reduzieren der Nahrungsmenge stellt sich unter folgenden Gesichtspunkten:

1. Bei gesundheitlichen Störungen mit Übergewicht, die eine Gewichtsverminderung zur wichtigsten Heilmaßnahme werden lassen; z. B. beim Diabetes, der Zuckerkrankheit, bei Gicht oder harnsaurer Diathese, bei Stoffwechselstörungen mit Hyperlipidämie, d. h. vermehrtem Blutfett, bei erhöhtem Blutdruck und bei der Leistungsschwäche des Herzens.

2. Als relative Indikation zum Fasten sind gesundheitliche Störungen zu bezeichnen, die eine Besserung des Gesundheitszustandes erwarten lassen; Aufbrauchserkrankungen der Gelenke, Muskel- und Gelenkrheumatismus, Wirbelsäulenbeschwerden, Beinbeschwerden mit Krampfadern, Thromboseneigung und Stauungszustände, Magen-Darmstörungen und hormonelle Dysfunktion.

3. Zur vorbeugenden Gewichtsverminderung, um die Entstehung genannter Krankheiten zu verhindern, bei gleichzeitigem Gewinn vermehrter Lebensfreude durch vermehrte körperliche Bewegungs- und Leistungsfähigkeit. Übergewicht von mehr als 10% abzubauen ist kein Luxus im Dienste der Schönheit, sondern Gebot der Stunde im Dienste der Gesundheit. Wie bei allen wichtigen Vorhaben muß auch ein zu erstrebender Gewichtsabbau planvoll untermauert werden.

Das Fastenziel: Es muß festgelegt werden, in welcher Zeit das Körpergewicht um wieviel kg reduziert werden soll. Hier wird meist der erste große Fehler gemacht. Eine typisch menschliche Grundhaltung, das »Zuviel« der Wunschwelt, wuchert in alle Lebensbereiche hinein, verunsichert die Realität. Meist steckt sich der Fastenwillige ein zu hohes Ziel. Sein Verlangen nach Nahrung, das schließlich zum Übergewicht führte, erstreckt sich nun im umgekehrten Sinn auf den dringlichen Wunsch, das Resultat seiner Essenslust möglichst schnell wieder vergessen zu lassen. Dieses verständliche Verlangen ist allerdings größer als das Vermögen. Der menschlichen Natur angemessen ist es, sich ein bescheidenes Ziel in einer nicht zu kurzen Zeit zu setzen. Ein erreichbares Nahziel zum Beispiel ist das Vorhaben, pro Woche 1 kg, auf 4 Wochen berechnet, abzunehmen. Diese zurückhaltende Zielsetzung, 4 kg in 4 Wochen, hat gleichzeitig den psychologischen Vorteil, daß sie unbewußt zur Mäßigung erzieht.

Die Gewichtskontrolle: Von entscheidender Bedeutung sind regelmäßige Gewichtskontrollen unter stets gleichen Bedingungen, z. B. tgl. in der Frühe unbekleidet. Das ständige Wiegen (immer auf derselben Waage) verschafft nicht nur Einsicht und Gewißheit über die Zusammenhänge der eigenen Nahrungsverwertung, sondern festigt auch die guten Absichten durch Erfolgsbestätigung.

Der Diätplan: Weiterhin ist das detaillierte Aufstellen eines Diätplanes erforderlich, der einmal die einzelnen Zeiten der tgl. Nahrungsaufnahme festlegt, andererseits die ausgewählten Nahrungsmittel in genauer Menge bestimmt.

Diätsünden: Exzessive Diätsünden sollten während der Fastenzeit vermieden werden, da jeder Bruch mit dem Essensrhythmus abschwächend auf die Vorsatzbildung wirkt, jeder Gewichtsanstieg entmutigt.

Spezifische Wirkung der Nahrungsmittel auf das Gewicht: Nahrungsmittel, die unter der Rubrik Zucker und zuckerhaltig firmieren, sollten ganz aus dem Speiseplan gestrichen werden; dazu gehören auch süße Nachspeisen und Puddings wie ebenso die scheinbar harmlosen Ausweichnahrungsmittel, die sich gewissermaßen als Fluchtstationen anbieten. Obst, Joghurt und Quark sind zweifellos gesund, wenn auch in großen Mengen nicht immer bekömmlich. Ein glatter Irrtum ist die Annahme, die eben genannten Nahrungsstoffe wären für das Körpergewicht unerheblich. Obst und Milchprodukte gehören zu den Nahrungsmitteln der Kohlehydratreihe, bedürfen also einer gewissenhaften Einteilung und Limitierung. Auch das Mehl, der wichtigste Vertreter aus der Kohlehydratkette, und alle seine Produkte verderben die Taille, führen, in Übermengen verzehrt, zum sicheren Übergewicht. Gegenüber dem Brot wird die Kartoffel vielfach als Sündenbock des Dickwerdens verteufelt. Gewiß, auch die Kartoffel gehört zu den Kohlehydraten, wirkt aber nicht gleichermaßen fettvermehrend wie das Brot, das ja üblicherweise mit Butter, Marmelade oder Honig bestrichen wird.

Zur Eiweißgruppe zählende Lebensmittel wie Fleisch, Fisch und Eier dagegen erhöhen wegen ihrer spezifischen Verbrennungswirkung das Gewicht kaum. Diese Nahrungsmittel werden in die Gestaltung des Ernährungsplanes vorrangig den Ton angeben. Allerdings sind Wurstwaren und auch Käsesorten Träger versteckter Fette. Es gibt kaum eine Wurstsorte, die weniger als 20% Fett enthält, Streich- und Hartwurst kommen oft über einen 50%igen Fettanteil. In der Auswahl der Wurstwaren für einen durchdachten Ernährungsplan kommen nur Diät- und Fleischwurst und gekochter Schinken, dessen Fett entfernt wurde, in Frage. Auch die gesundheitsfördernden Milchprodukte bedürfen hinsichtlich ihrer Verwendbarkeit für Abmagerungsdiäten einer genauen Überprüfung auf Fettgehalt. Daß natürlich Magermilch und deren Sauermilcherzeugnisse zu bevorzugen sind, versteht sich von selbst.

Getränke: Sie bedürfen einer besonderen Erwähnung. Ihr Genuß bereitet in jedem Lebensalter ein besonderes Vergnügen. Schon der Säugling bemächtigt sich mit Ungeduld der Mutterbrust, um mit Behagen diese flüssige Nahrung aufzunehmen. Auch im späteren Leben bedeuten Flüssigkeiten mit ihren verführerischen Zutaten wie Zucker, Alkohol, Koffein, Kohlensäure, alles angenehme und wohlschmeckende Substanzen, ein hohes Maß an Genuß und Lebensfreude. So wird der Mensch von seiner Umwelt zu einem trinkfreudigen Individuum erzogen. Wenn es nur um die Flüssigkeit ginge, wäre Wasser absolut ausreichend. Reines Wasser hat jedoch wegen der Leere seines Geschmackes, wegen seiner Aufbereitung und Chlorierung, besonders in größeren Gemeinden, seine Anziehungskraft verloren. Ungeachtet dessen ist reines Wasser auch heute noch unter dem Aspekt der Gesundheit ein Spitzengetränk. Mit der Verfeinerung und Verfälschung des Geschmackes wurde schließlich das klare Wasser durch die wohlschmeckenden und stimulierenden Flüssigkeiten verdrängt. Die Getränkeindustrie mag schließlich mit ihrer suggestiven Marktstrategie das Ihre dazu beigetragen haben.

So wurde das Getränk zum wichtigsten Kalorienträger, zum heimlichen Verführer in Stunden der Unterhaltung, aber auch der Langeweile, denn fast alle labenden Getränke wie Bier, Wein, Fruchtsäfte, Cola, Limonaden und Mixgetränke enthalten Zucker in verschiedenster Form. Und kein Nahrungsmittel wirkt intensiver auf die Pfundvermehrung als gerade der Zucker. Wenn sich nun konkret die Frage stellt, welches Getränk ohne Reue getrunken werden darf, dann kommen, für das Gewicht folgenlos, in Frage: reines Wasser, Gesundheitstee, schwarzer Tee, Kaffee und Mineralwasser. Diese Flüssigkeiten enthalten keine Kalorien, sind allenfalls Lösungsmittel für anregende Substanzen und verlassen den Körper, ohne Gewichtsspuren zu hinterlassen.

Um nun die Fastendiät nicht zu grausam zu gestalten, dürfen die geliebten Getränke, seien es Fruchtsaft, Cola, Limonade, Wein oder anderweitige Alkoholika, nur mit sehr viel Vernunft in den Speiseplan eingebaut werden. Eine Limitierung der mit Zucker befrachteten Getränke ist unbedingt notwendig. So kann allenfalls 1 Glas frischgepreßter Orangen- oder Grapefruitsaft die Strenge der Frühstücksanordnung mildern.

Der frischgepreßte Saft ist dem konservierten Flaschensaft unbedingt vorzuziehen, weil er weniger Zucker und mehr Vitamine enthält. Auch die Zwischenmahlzeiten um 10.00 Uhr und um 15.00 Uhr können mit einem Glas Milch oder einem Glas Fruchtsaft, jeweils 1/8 1, und einer Scheibe Knäckebrot bestritten werden. Gegen 1/4 l herben Weißwein am Abend, eventuell für den ganz tüchtigen Faster als Belohnung eine kleine Flasche Pils (0,3), ist nichts einzuwenden. Ein detaillierter Diätplan am Schluß dieses Abschnittes soll den beschwerlichen Marsch durch die Fastenlandschaft erleichtern.

Regelmäßigkeit der Nahrungsaufnahme: Von eminenter Wichtigkeit ist die Regelmäßigkeit der Nahrungsaufnahme, auf 3 bis 5 Mahlzeiten über den Tag verteilt. Auf keinen Fall sollten Mahlzeiten übergangen werden. Das Ausfallenlassen einer Mahlzeit versetzt den Hungernden in einen psychischen Ausnahmezustand. Voller Erwartung harrt er dann der nächsten Mahlzeit, sich der beruhigenden Gewißheit hingebend, jetzt die Eßzügel etwas schleifen lassen zu können. Der Organismus, dem schließlich die persönliche Fastenabsicht gleichgültig ist, wird immer als treusorgender Hausvater jeglichen Überschuß an die Speisekammer des körperlichen Fettdepots abliefern.

Die Probekost: Die tägliche Nahrungsmenge soll nicht starr anhand von Kalorientabellen ermittelt werden. Bewährt hat sich die individuelle Probekost mit täglicher Gewichtskontrolle. Die geplante Speisefolge soll deutlich unter der bisherigen Menge liegen. Ab dem 3. Diättag kann dann bereits die tägliche regelmäßige Gewichtskontrolle unter den beschriebenen Voraussetzungen erfolgen. Die Waage bringt es an den Tag, ob die selbst erwählte Nahrungsmenge zu hoch oder zu niedrig angesetzt war. Nun folgt die Einregulierung durch Verminderung oder Zugabe. Leitsatz der Einregulierung soll eine wöchentliche Gewichtsverminderung von 1/2 bis 1 kg sein, ein Nahziel in erreichbarer Nähe.

Einregulierung der Nahrungsmenge: Grundsätzlich sollte sich die Einregulierung der täglichen Nahrungsmenge nur auf die Kohlehydrate beziehen. Der Eiweißanteil der Ernährung wie Fleisch, Fisch, Eier, Magerquark und Magerkäse bleibt dagegen von der Reduktion unberührt. Nur Brot, Nudeln, Reis, Kartoffeln und Gemüse, also die üblichen Beilagen zu den Hauptmenüs, verfallen der kritischen Beurteilung. Meist genügt schon die Verminderung des Brotanteiles allein, um den gewünschten Erfolg zu erzielen.

Festigung des Fastenerfolges: Abnehmen in Etappen ist die Methode der Wahl. Nach Erreichung des Nahzieles von 4 kg in 4 Wochen kommt die 1. Konsolidierungsphase, die mindestens bei 4—6 Wochen liegen soll. Dann wird das 2. Ziel angesteuert, ebenfalls 2-4 kg in 1 Monat abzunehmen. Auf diese Weise verfestigt sich die innere Einstellung, die schließlich zum gewünschten Erfolg führt, dem Normalgewicht. Allerdings sollen auch Jahresgrenzen gesetzt werden. 10% Gewichtsverminderung in einem Jahr toleriert der Organismus, ohne den Kreislauf, die Psyche oder das hormonelle Zusammenspiel über Gebühr zu belasten.

Therapie:

Im Folgenden soll noch ein Beispiel für eine Abnahmediät mit 1000 bzw. 1500 Kalorien gegeben werden. Eine 1000- Kaloriendiät führt zu einem Gewichtsverlust von ca. 1 kg, 1500 Kalorien zu 1/2 kg pro Woche im mittleren Lebensalter.

ca. 1000 Kal.:

1. Frühstück: Kaffee oder Tee, ungesüßt oder nur mit Süßstoff, 1 dünne Scheibe Schwarzbrot (25 g) oder 2 Scheiben Knäckebrot, 5 g Butter (1 gestr. Teel.), 1 Ei.

2. Frühstück: 100 g Obst oder 150 ml Buttermilch.

Mittagessen: 100 g Fleisch, 100 g Gemüse, keine Kartoffel. Kleine Portion grüner Salat. Kein Nachtisch.

Nachmittags: Magermilchjoghurt, 50 ml.

Abends: 50 g kalter Braten oder 100 g Magerkäse, 1 Scheibe Schwarzbrot oder 2 Scheiben Knäckebrot.

ca. 1500 Kalorien:

1. Frühstück: wie 1000 Kal., jedoch 2 Scheiben Schwarzbrot oder 3 Scheiben Knäckebrot, 1 Ei.

2. Frühstück: 150 g Obst oder 150 ml Buttermilch und 1 Scheibe Knäckebrot. Mittagessen: 100 g Fleisch, 150 g Gemüse, 80 g Kartoffel, Kleine Portion grüner Salat, Kompott mit Süßstoff.

Nachmittags: Magermilchjoghurt 125 ml oder 100 ml Milch und 1 Scheibe Knäckebrot.

Abends: wie 1000 Kal., jedoch 2 Scheiben Brot oder 3 Scheiben Knäckebrot, 20 g Butter und 1 Apfel zum Nachtisch.

Kneipp:

Alle Anwendungen, die unter Abhärtung beschrieben sind, haben auch für den Übergewichtigen Gültigkeit. Bei guter Verträglichkeit sollte der Kaltanteil verstärkt werden; ein kaltes Halb- oder Vollbad mit anschließender Bewegung (Spaziergang) regt den Stoffwechsel an, jedoch Vorsicht bei Neigung zu Blasenentzündung und Hexenschuß! Krampfadern stellen keine Gegenanzeige für ein kaltes Bad dar. Bei der arteriellen Durchblutungsstörung der Beine sollte auf das kalte Bad verzichtet werden.

Allgemeine Maßnahmen:

Wandern und körperliche Bewegung begünstigen die Gewichtsverminderung, besonders strammes Marschieren und sportliche Bewegung. Körperliche Tätigkeit bei gleichzeitiger Nahrungsbeschränkung bedeutet Abbau des Fettdepots mit Einschmelzen der Gewebspolster. Schwimmen im nicht zu warmen Wasser, obere Grenze bei 26°, gehört in das erfolgreiche Fastenprogramm.

Tee:

Frauenmantel

Weißdorn

Seetang

Faulbaumrinde

Birkenblätter

Zinnkraut

Bohnenschalen aa ad 100,0

Tgl. 3-4 Tassen; kalt ansetzen, aufkochen, 10 Min. ziehen lassen.

Dieser Blutreinigungstee begünstigt die Ausscheidung der anfallenden Schlackenstoffe über Darm und Niere.

Homöopathie:

Fucus vesiculosus      Dl

Graphites                    D8 aa ad 40,0

Tgl. 3×15 Tr. vor dem Essen

Calcium carbonic.      D3

Tgl. 3×1 Tabl. nach dem Essen

Medikamente:

Sind aus grundsätzlichen Erwägungen abzulehnen. Auf keinen Fall Hormonpräparate, auf keinen Fall Abführmittel!

Beachte:

Das für den verwöhnten Esser sicherlich trostlose Kapitel soll noch mit einer Schlußbemerkung versehen werden, die sicher dem erfolglosen Faster wenig Trost spendet. Der frustrierte Feinschmecker wird natürlich nicht ohne weiteres das Geständnis ablegen, daß er einfach nicht verzichten kann, wenn Lieblingsspeisen locken. Er wird nach einer Ersatzlösung suchen, die ihm einen respektablen Ausweg aus seinem Dilemma ermöglicht. Wer hat nicht schon vom trägen Stoffwechsel oder von Drüsenstörung gehört? Um nun der ökonomischen Physiologie des menschlichen Organismus die Ehre zu geben:

Fettsucht als Drüsenstörung ist eine medizinische Rarität und spielt bei unseren Überlegungen keine Rolle. Leider ist das Übergewicht oder die Fettsucht fast immer das Ergebnis eines beneidenswert guten Appetits, der über die Grenzen der für den Körper notwendigen Nahrungsmenge geht.

Beachte:

Nulldiät: Eine Diät des totalen Verzichtes, die dem Körper nur die unbedingt notwendige Flüssigkeit, das Wasser, gönnt, ist aus ärztlicher Sicht abzulehnen. Der menschliche Organismus ist auf die Zufuhr hochwertiger Eiweißstoffe angewiesen. Zur Zellerneuerung, zum Aufbau der Hormone und für viele Stoffwechselfunktionen werden die im Eiweiß enthaltenen Aminosäuren benötigt. Die tägliche Eiweißmenge von 1 g pro kg Körpergewicht sollte zur Vermeidung gesundheitlicher Störungen niemals unterschritten werden. Gerade während einer Fastenkur ist der Organismus auf eine Vollversorgung mit Eiweiß angewiesen. Fett und Kohlehydrate, die beiden anderen wichtigen Nahrungsstoffen, kann er aus seinen eigenen Reserven mobilisieren.

Verfasser:
Dr. med. Mathäus Fehrenbach
(Facharzt für Allgemeinmedizin, Badearzt, Naturheilverfahren)

Kontakt:

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