Osteoporose – Knochenschwund

Osteoporose – Knochenschwund

von Dr. med. Mathäus Fehrenbach (Facharzt für Allgemeinmedizin, Badearzt, Naturheilverfahren)

Schema des Körperhöhenverlusts bei Osteoporose

Schema des Körperhöhenverlusts bei Osteoporose – Urheber: Karlarndthans – Lizenz: frei

Die Krankheitsbezeichnung Osteoporose weist darauf hin, daß etwas porös, nicht mehr fest ist. Osteo- bezieht sich auf das Knochensystem, so daß es sich in logischer Folgerung um eine Gesundheitsstörung handeln muß, die mit einem Poröswerden des Skelettsystems zu tun hat. Unzureichende Bildung von Knochensubstanz, besonders im Bereich der Wirbelsäule, ist die auslösende Hauptursache dieses chronischen Leidens. Betroffen sind vorwiegend Frauen in höherem Alter, ein Beweis, daß ein Nachlassen des Hormonstromes jenseits der Wechseljahre die regenerative Tätigkeit der knochenbildenden Zellen nicht mehr stimuliert. Darüber hinaus sind Kalkmangelzustände und Eiweißverwertungsstörungen am chronischen Knochenschwund beteiligt. Die letzten Zusammenhänge lassen noch auf ihre Aufklärung warten, wobei eine chronische Fehlernährung oder Fehlsteuerung in der Nahrungsverwertung innerhalb des Magen-Darm-Kanals eine maßgebliche mitverursachende Rolle spielen mag.

Der Schmerz im Rücken und in den Beinen ist das Leitsymptom der Erkrankung. Die Patienten verwechseln ihre Beschwerden mit Rheuma oder Bandscheibenschaden, wobei allerdings festzustellen ist, daß sich diese Krankheitsbilder überschneiden und überlagern. Die Wirbelsäule verformt sich, krümmt sich, so daß der von dieser Krankheit Betroffene kleiner und buckliger wird. Wenn schließlich ein hochgradig poröser Wirbel zusammenbricht (ein allerdings seltenes Ereignis), ist klinische Behandlung und entsprechende Lagerung im Krankenbett unerläßlich. Klarheit über den Zustand des Knochengerüstes schafft immer die Röntgenaufnahme.

In der Behandlung muß den Vorbeugemaßnahmen eine entscheidende Funktion zugebilligt werden. Wenn das Krankheitsbild voll ausgeprägt ist, dann läßt sich der Weg zurück, zur stabilen Wirbelsäule, nur noch mit Mühe erzwingen.

Mit allem Nachdruck muß immer wieder auf die rechtzeitige Vorsorge durch abhärtende Maßnahmen und Übungsbehandlung hingewiesen werden, um Muskel- und Knochensystem auch im letzten Lebensdrittel in einem Leistungsstand zu halten, in dem die Lebensfreude unbeschwerter Beweglichkeit bis ins höchste Lebensalter erhalten bleibt. Wird jedoch diese wertvolle Zeit versäumt, beginnen die Wirbelkörper einen Substanzverlust aufzuweisen, dann wird es höchste Zeit, alles einzusetzen, was uns Kneipp und die physikalische Behandlung bieten können.

Kneipp:

Tgl. Oberkörperwaschung oder Unterkörperwaschung; Wechselrücken- oder Wechselvollguss.

Wöch. 3x 3/4-Bad mit Zinnkraut oder Haferstroh, anschl. Unter- oder Abguss. Jährl. 2x Kneippkur von 3 Wochen.

Allgemeine Maßnahmen:

Tägl. 2x Trockenbürsten des Rückens; 2x 5-10 Min. häusliche Gymnastik (s. S. 216); Heilgymnastik unter Anleitung; Spaziergänge; wenn Herz und Kreislauf in Ordnung, auch Schwimmen.

Wöch. 1x Ganz- oder Teilmassage besonders des Rückens.

Diät:

Eine abwechslungsreiche Vollkost; Milchprodukte bevorzugen; Obst, Salate und Rohgemüse, in kleinen Portionen zu Mittag- und Abendessen; Zwischenmahlzeiten aus Haferflocken oder Vollgetreide zubereitet.

Tee:

Beinwellkraut

Zinnkraut

schwarze Johannisbeerblätter

Salbei  aa ad 100,0

Tgl. 3×1 Tasse, überbrühen, 10Min. ziehen hissen.

Homöopathie:

Erste Woche: Silicea D3 und Calcium phosphoric. D3, jeweils tgl. 3×1 Tabl. vor bzw. nach dem Essen.

Zweite Woche: Mercurius solubilis D4 und Sulfur D4, tgl. 3×1 Tabl. vor bzw. mich dem Essen.

Dritte Woche wie erste Woche usw.

Medikamente:

Nach Anordnung des Arztes.

Beachte:

Eine der wichtigsten Nebenwirkungen langdauernder Cortisonbehandlung ist die Osteoporose.

Verfasser:
Dr. med. Mathäus Fehrenbach
(Facharzt für Allgemeinmedizin, Badearzt, Naturheilverfahren)

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